Am Montag hatte es Landrat Matthias Jendricke im Kreiasusschuss verkündet - nun ist es angekommen. Ein Fahrzeug für die Feuerwehren im Landkreis Nordhausen...
Der gebrauchte LKW von der Bundeswehr in Bayern ist da - der wird künftig für Logistikaufgaben der Feuerwehren genutzt und gleich morgen ist der erste Einsatz: Es werden Möbel für die Flüchtlinge transportiert.
Eine sehr spärliche Pressemeldung, mich würde interessieren:
- wo ist das Fahrzeug stationiert
- wer hat es finanziert
- wem ist das Fahrzeug unterstellt, einer Gemeinde oder dem Landkreis
- welchen Zweck erfüllt das Fahrzeug nach den Transportaufgaben für Flüchtlinge
- solch ein Fahrzeug ist recht teuer, vor allem im Unterhalt, hätte man hier nicht auf bestehende Fahrzeuge dieses Typs zugreifen können (DRK, THW, ...)
Insgesamt eine eher fragwürdige Anschaffung, aber gut... Der Landrat spielt halt gerne mit roten Autos, dann soll er auch neue kaufen... ups, ist ja gar nicht rot :)
Das scheint ein problematisches Verhältnis zu sein.
Erst erledigt seine VEB Service GmbH alle Arbeiten, die normalerweise gut einheimische Handwerksbetriebe ausführen müssten, jetzt kauft er ein Auto, nur damit keine einheimische Spedition Aufträge bekommt.
Passt da niemand auf? Klüngelüngelüng?
Wurde wenigstens der Wachdienst für die Flüchtlingsunterkünfte ausgeschrieben?
Das Ding sieht aus wie ein stink normaler Pritschentonner. So etwas hat die Feuerwehr oder das DRK normalerweise nicht. Sie hat aber den Fahrer. Vermutlich wurde das Ding für lau von der VEBEG erworben. man kann ja schlecht von der Feuerwehr erwarten, dass die Möbel mit der Drehleiter oder dem Wassertank transportieren. Legt euch wieder hin.
Es ist korrekt, dass solche Fahrzeuge angeschafft werden! Es müssen nicht unbedingt Neufahrzeuge sein - der Markt ist voll mit guten Gebrauchten.
Der bittere Beigeschmack ist nur dieser - "plötzlich" sind Gelder da.
Sieht man sich den Brand vom Montag in Rockensußra an, so waren dort Feuerwehrfahrzeuge, welche teilweise 30-40 Jahre alt waren. Man kann froh sein, dass es Leute gibt, die sich im Ehrenamt dafür einsetzen - dass diese Fahrzeugen auch anspringen, wenn sie gebraucht werden.
Trotzdem ist da unbedingt eine Neuerung erforderlich! Wie gesagt, es gibt gute Gebrauchte - da muss man nicht als Freiwillige Feuerwehr Spenden sammeln oder teilweise haben in manchen Orten die Mitglieder selbst ein Fahrzeug finanziert.
Wie sehr diese Teile gebraucht werden - das sieht man doch jetzt!
Es ist ein LKW mit Geländefahrwerk, grobstolligen Ballonreifen, Allradantrieb und Geländeuntersetzung, höchstwahrscheinlich Automatikgetriebe (wird beim Bund meist beschafft).
Solch einen LKW bekommt man nicht günstig und erst recht nicht für lau. Bei der VEBEG könnte stimmen, denn einen anderen Weg gibt es nicht für Fahrzeuge aus dem Bundesbestand an Landes- oder Kommunalbehörden.
Nebenbei, ein Reifen kostet ca. 800€, macht mal 5 4000€, und die müssen spätestens nach 10 Jahren getauscht werden, wie alt ist das Fahrzeug? :)
Aber es wird schon alles gut gehen, das hat mit Sicherheit alles jemand im Blick!