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Di, 14:31 Uhr
02.06.2026
CSD Nordhausen im September

„Wir sind hier noch nicht fertig!“

Nach dem ersten Christopher Street Day (CSD) in Nordhausen mit rund 300 Teilnehmern kehrt die Veranstaltung in diesem Jahr zurück. Unter dem Motto „Wir sind hier noch nicht fertig!“ lädt das Organisationsteam des Queeren Netzwerks Nordhausen (QNet) im September erneut zu Demonstration, Austausch und Begegnung ein...

Bild:
Sarah Schumann und Jannes Block organisieren den CSD in Nordhausen. Er wird am 12. September stattfinden. (Foto: privat)
„Wir sind hier noch nicht fertig“, beschreibt Jannes Block die Stimmung innerhalb des Organisationsteams zu Beginn der diesjährigen Planungen. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr wolle man den eingeschlagenen Weg fortsetzen und queeren Menschen sowie ihren Unterstützenden erneut eine sichtbare Plattform in Nordhausen bieten. Am 12. September soll es deshalb den zweiten CSD in Nordhausen geben.
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„Wir haben gesehen, wie viele queere Menschen und Unterstützende sich getraut haben, authentisch und offen auf die Straßen zu gehen. Menschen wie wir kämpfen für das Recht, die Person lieben zu dürfen, die wir lieben. Umso schöner war es, so viele freudige, bunte und solidarische Menschen auf den Straßen Nordhausens zu sehen. Diese Atmosphäre möchten wir auch in diesem Jahr wieder einfangen“, sagt Sarah Schumann, die das Bühnenprogramm des diesjährigen CSD moderieren wird.

Aus Sicht der Veranstalter bleibt die politische und gesellschaftliche Situation ein wichtiger Anlass für die Demonstration. „Die gesellschaftliche Lage rund ums Queersein hat sich verschärft. Zudem erleben wir weiterhin Anfeindungen gegenüber queeren Menschen und Veranstaltungen. Deshalb bleibt Sichtbarkeit wichtig“, erklärt Jannes Block, der wie bereits beim ersten Nordhäuser CSD als Anmelder und Versammlungsleiter fungiert.

Die Auftaktkundgebung beginnt um 13.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Nach Redebeiträgen lokaler Aktiver zieht der Demonstrationszug durch die Nordhäuser Innenstadt. Anschließend lädt die Abschlusskundgebung mit Musik, Informationsständen und Möglichkeiten zum Austausch sowie zur Vernetzung zum gemeinsamen Ausklang des Tages ein.

Auch für den Abend ist bereits ein weiteres Angebot in Planung. „Wir arbeiten derzeit an einer CSD-After-Party für alle, die den Tag gemeinsam ausklingen lassen möchten“, verrät Sarah Schumann.

Zum Abschluss richten die Organisierenden eine Einladung ausdrücklich auch an Menschen, die bislang wenig Berührungspunkte mit queeren Themen hatten. „Wir sind Menschen. Kommt mit uns ins Gespräch. Niemand muss bereits alles wissen oder verstehen. Wir freuen uns auf Begegnungen und Austausch“, betont Jannes Block.

Die Veranstaltenden des Queeren Netzwerks Nordhausen hoffen auf eine breite Beteiligung aus Stadt und Region. Ziel sei es, Nordhausen am 12. September 2026 erneut sichtbar bunt, vielfältig und solidarisch werden zu lassen.
Autor: red

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Kommentare
Pascal.Leibbrandt
02.06.2026, 16:16 Uhr
Vielfalt macht unsere Stadt stärker.
Der CSD in Nordhausen ist ein wichtiges Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. Es ist ermutigend zu sehen, dass queere Menschen und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer auch in diesem Jahr wieder sichtbar für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz eintreten.

Gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung und Anfeindungen wieder lauter werden, braucht es Orte der Begegnung, des Austauschs und der Solidarität. Ich wünsche den Organisierenden viel Erfolg und hoffe auf eine breite Beteiligung aus Nordhausen und der Region.

Vielfalt macht unsere Stadt stärker.
BerndLuky
02.06.2026, 17:34 Uhr
„Wir sind hier noch nicht fertig!“
Akzeptiere ich alles aber nun akzeptiert auch meine Aussage!

Stimmt, einen Termin beim Psychiater würde ihnen gut tun! Denn ich sorge mich um ihre geistige Gesundheit!
Und nur zur Info: Es gibt nur "ZWEI Geschlechter".
Anmerkung techn. Support:
Zwei Geschlechter, zwei Beine, zwei Augen. Die Natur liebt offensichtlich die Zwei. Außer bei Spinnen, Krallen, Chromosomenanomalien, Intersexualität und etwa 500 anderen Ausnahmen.

Sie müssen jetzt sehr tapfer sein ...

Biologisch:
Klassisch werden tatsächlich zwei Geschlechter beschrieben: männlich und weiblich. Dazu kommen Intersexualität (Intergeschlechtlichkeit), also Menschen, die nicht eindeutig einer der beiden Kategorien zugeordnet werden können. Das betrifft je nach Definition etwa 1,7% der Bevölkerung.

Rechtlich:
In Deutschland gibt es seit 2018 drei Einträge im Personenstandsregister: männlich, weiblich, divers. Andere Länder haben unterschiedliche Regelungen.

Sozial/kulturell:
Hier gibt es keine wissenschaftlich festgelegte Zahl. Verschiedene Kulturen kennen seit Jahrhunderten mehr als zwei Geschlechterrollen (z.B. Hijra in Indien, Two-Spirit bei indigenen Völkern Nordamerikas). In modernen westlichen Diskursen werden teils dutzende oder mehr Kategorien beschrieben.

Wer bei einer Frage, auf die Biologen, Juristen und Anthropologen keine einheitliche Antwort haben, mit absoluter Sicherheit "ZWEI!" ruft und dabei Großbuchstaben braucht: Vielleicht ist da tatsächlich jemand, dem ein ruhiges Gespräch mit einem Fachmann gut täte. Ich meine das natürlich fürsorglich.
Kritiker2010
02.06.2026, 18:28 Uhr
Ich verstehe die Buchstabenmenschen nicht!
Einerseits wollen Sie behandelt werden, wie jeder andere Mensch. Aderseits genügt das nicht und sie erwarten Beifall für ihre besondere Existenz. Sie demonstrieren angeblich für Ihre Rechte. Dabei haben sie die gleichen Rechte, wie jeder andere Bürger auch. Mehr sollten es auch nicht sein.

Sie fordern unbedingte Toleranz für die skurrilsten Auswüchse ihrer Community, vertragen es aber nicht, wenn andere Leute kein Interesse an diesem Zirkus haben oder sich im Einzelfall auch um Ihre Kinder/Enkel sorgen.

Einige wollen heute so und morgen wieder anders angesprochen werden und wissen vermutlich selbst am wenigsten, wer sie gerade sind. Auch rechtlich wird es immer komplizierter und gefährlicher, wenn man diesen Wunschbildern aus dem Feenreich nicht huldigt.

Selbst aus der Community gibt es Stimmen, die es satthaben, in eine verdrehte Regenbogen-Welt gedrängt zu werden. Einfach schwul sein und Anschluss haben, geht scheinbar nicht mehr - nach dem Motto: Wenn Du nicht mit machst, bist Du raus.

Wie soll die Gesellschaft langfristig mit diesen Leuten umgehen? Lässt man sie so weiter machen, werden sie vermutlich immer neue Probleme und Identitäten erfinden. Ich fürchte, man wird es ihnen niemals recht machen können.

Mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre sehe ich da wirklich keine positive Perspektive. Je mehr man ihnen entgegenkommt, desto größer werden die angeblichen Probleme.

Vielleicht haben Sie den Bogen einfach schon überspannt und es ist Zeit, dass man ihnen einen Weg zurück in ein zukunftsfähiges und selbstbestimmtes Leben in der Mitte der Gesellschaft zeigt.
Piet
02.06.2026, 18:29 Uhr
Toleranz
Ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.
Schienenersatz
02.06.2026, 18:43 Uhr
Ausschluss für zu Intoleranz
Leider wurde die SPD ausgeschlossen vom CSD. Leider sorgt man so nur für eine Spaltung.
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