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Do, 10:55 Uhr
28.05.2026
Reagiert

Schwimmbad ist keine Waschmaschine

Die nnz hatte gestern auf einen Tweet des Journalisten Boris Reitschuster aufmerksam gemacht. Der bezog sich auf eine Darstellung zu den textilen Regeln im Waldbad Ilfeld. Jetzt hat Harztor-Bürgermeister Stephan Klante reagiert...


"Vorweg sei die Anmerkung erlaubt, dass Herr Reitschuster hier nicht bekannt ist und die Gemeinde keinen Bezug zu der Plattform X hat.

Freibäder sind öffentliche Einrichtungen und stellen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben in einer Gemeinde dar. Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen in unserem Land, die auch an der Gemeinde Harztor nicht vorbei gehen, treffen in den Freibädern Menschen aus verschiedensten Kulturen zusammen.

Aus diesem Grund gibt es seit geraumer Zeit den Ansatz nicht nur textliche Regeln für jedermann sichtbar auszulegen, sondern diese auch bildlich und verständlich öffentlich zu zeigen. Diese Maßnahmen resultieren aus Erfahrungswerten der vergangenen Jahre. Das Benutzen eines Schwimmbeckens mit normaler Bekleidung stellt unter anderem ein Sicherheitsrisiko dar. Gern lade ich Herrn Reitschuster ein, einen Selbsttest im Becken hierzu durchzuführen.

Unter anderem gibt es aus diesem Grund eben Badebekleidung mit der entsprechenden stofflichen Zusammensetzung. Dies könnte auch der Grund dafür sein, dass Schwimmer, Triathleten und viele andere Wassersportler nicht mit Jeans und Pullover den Sport ausüben. Zu dieser erlaubten Badebekleidung zählt eben auch eine "Badeburka" (meist Burkini genannt). Das ist ein spezieller Ganzkörper-Badeanzug aus wasserabweisendem Stoff für muslimische Frauen. Erlaubte Badebekleidung ist auf dem Bild mit dargestellt.

Die Gemeinde investiert viel in die Sicherheit der Badegäste und unsere Mitarbeiter sind sehr engagiert. Bilder helfen bei der Arbeit zur Sicherheit am Beckenrand.

Zum anderen ist auch der hygienische Aspekt nicht zu vernachlässigen. Hierfür benötige ich noch keine KI, mein gesunder Menschenverstand reicht durchaus aus. T-Shirt, Jeans Hose und zu guter Letzt ein Arbeitsoverall (Vorsicht, könnte Ironie enthalten), wo würde man die Grenze ziehen. Ein Schwimmbad ist nun mal keine Waschmaschine. Um diese hygienischen Standards zu gewährleisten gibt es die Regelungen für entsprechende Badebekleidung und im Übrigen auch Fußbad und Dusche an jedem Zugang zum Schwimmbecken.

Abschließend sei mir noch die Anmerkung gestattet, dass ich die inhaltliche Zielrichtung dieses Artikels nicht deuten kann. Seien Sie versichert, dass in unseren drei Freibädern jeder herzlich willkommen ist, der sich an die gesellschaftliche Anforderung eines vernünftigen Miteinanders hält."
Stephan Klante, Bürgermeister Harztor
Autor: psg

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