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Do, 08:53 Uhr
04.06.2026
21 Jahre alter Abenteurer in Not

Mount-Everest-Region: Nordhäuser nach Sturz gerettet

Es sollte der Höhepunkt einer monatelangen Abenteuerreise werden. Stattdessen endete eine Wanderung in der nepalesischen Bergwelt für den 21-jährigen Elias Wendschuh aus Nordhausen beinahe in einer Katastrophe. In der Nähe des Mount Everest verirrte sich der junge Reisende und stürzte…

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Elias Wendschuh (mit Schal) nach der Rettung. Er wurde auch von der Bürgermeisterin empfangen. (Foto: privat)
Seit Dezember vergangenen Jahres ist Elias Wendschuh auf einer langen Reise durch mehrere Länder unterwegs. Nachdem er sein Luftfahrttechnik-Studium abgebrochen hatte, wollte er sich eine Auszeit nehmen und die Welt erkunden. Als Backpacker jobbte er unterwegs immer wieder in Hostels, um sich die Reise zu finanzieren. Seine Route führte ihn zunächst durch Marokko, Mauretanien sowie für kurze Zwischenstopps nach Spanien und Italien. Anschließend reiste er nach Jordanien und in den Irak, die Heimat seines Vaters. Dort leben auch seine Großeltern.
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Eigentlich hatte er nur einen längeren Aufenthalt bei seiner Familie geplant. Doch als sich die Lage in der Region zuspitzte und der Konflikt zwischen Israel und dem Iran eskalierte, saß der junge Mann rund zwei Monate im Irak fest. Eine Ausreise war zeitweise nicht möglich.

Erst als sich die Situation entspannte und Flüge wieder angeboten wurden, konnte Elias seine Reise fortsetzen. Über Ägypten, Thailand, Malaysia und Singapur gelangte er schließlich nach Nepal. Die Himalaya-Region sollte die neunte und vorletzte große Etappe seiner Reise werden.

Bild: Der Rettungstrupp holte den jungen Deutschen aus dem Hochgebirge.
Der Rettungstrupp holte den jungen Deutschen (sitzend) aus dem Hochgebirge. (Foto: privat)
Im Solu-Khumbu-Gebiet, dem Tor zum Mount Everest, brach der 21-Jährige allein zu einer Wanderung auf. Die Region zählt zu den spektakulärsten, aber auch anspruchsvollsten Berglandschaften der Welt. Zwischen tief eingeschnittenen Tälern und den höchsten Gipfeln der Erde verläuft ein weit verzweigtes Netz aus Wanderwegen.

Doch die Tour nahm eine dramatische Wendung. Das Wetter kann in der Region sehr schnell umschlagen. Elias verirrte sich und stürzte schwer. Wie genau es dazu kam, kann er heute nicht mehr sagen. Nach dem Unfall sei er stark desorientiert gewesen, berichtet seine Mutter Katja Wendschuh. Ihren Sohn wähnte sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich in Sicherheit.

Dann erhielt sie einen Anruf. Ihr Sohn meldete sich aus den Bergen und fragte, ob eine Auslandskrankenversicherung die Kosten einer möglichen Rettung übernehmen würde. „Da saß der Schock tief“, erinnert sich die 45-Jährige.

Bild: Auch diese Facebok-Seite, auf der über verschiedene Rettungsaktionen rund um den Mount Everest berichtet, enthält einen Artikel über die Rettung von Elias.
Auch diese Facebook-Seite, auf der über verschiedene Rettungsaktionen rund um den Mount Everest berichtet wird, enthält einen Artikel über die Rettung von Elias (mit Stock). (Foto: privat)
Es folgten dramatische Stunden im Hochgebirge. Trotz seiner Verletzungen gelang es Elias, per Handy deutsche Wanderer zu erreichen, die er auf seiner Reise kennengelernt hatte. Ihnen schickte er seinen Standort. Die Bekannten alarmierten daraufhin einen Rettungsdienst.

Fünf Männer machten sich zu Fuß auf den Weg durch das unwegsame und dicht bewaldete Gelände. Schließlich fanden sie den jungen Deutschen und brachten ihn zurück in Sicherheit. Auch die Facebook-Seite „Nepal Mount Everest“ berichtete später über die Rettungsaktion.

Glück im Unglück: Elias erlitt bei dem Sturz lediglich Prellungen an Armen und Beinen. Schwerere Verletzungen blieben ihm erspart. Der Schock saß dennoch tief. „Ein ganzes Komitee hat ihn nach der Rettung empfangen, selbst die Bürgermeisterin des Ortes“, berichtet seine Mutter erleichtert.

Wenn Katja Wendschuh heute an die Ereignisse zurückdenkt, wird ihr noch immer mulmig. „Wenn ich daran denke, was alles hätte passieren können, wird mir ganz schlecht. Aber ich habe ein solches Urvertrauen in ihn, das überwiegt dann zum Glück in solchen Fällen“, sagt sie. Sie freut sich, Elias bald wieder in ihre Arme schließen zu können. In den nächsten Tagen soll er wieder sicher in Deutschland landen.

Bereits im März dieses Jahres waren zwei Nordhäuser in Nepal unterwegs und gelangten bis ins Basiscamp des Mount Everest.
Susanne Schedwill


Autor: ssc

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Kommentare
Hayden 69
04.06.2026, 11:03 Uhr
Weltenbummler oder so ähnlich 🤔
Hätte lieber sein Studium zu Ende bringen sollen, dann hätte er wenigstens eine vernünftige Ausbildung, aber wenn man keine Lust auf einen geregeltes Arbeitsleben hat.
diskobolos
04.06.2026, 12:59 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Lautaro
04.06.2026, 13:11 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
RWE
04.06.2026, 13:29 Uhr
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Wie Bitte
04.06.2026, 14:05 Uhr
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