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Do, 12:42 Uhr
09.09.2004

Geschichte vom Zappelphilipp

Nordhausen (nnz). Die Geschichte vom Zappelphilipp und den anderen negativen Beispielen aus Heinrich Hoffmanns Buch vom „Struwelpeter“ kennen sicher viele noch. Kinder leiden aber darunter, wenn sie selbst so sind, deshalb drängt sich die Frage auf: Kann man diesen Kindern helfen?

Heinrich Hoffmann arbeitete ab 1851 in Frankfurt/ Main als Direktor an der dortigen Nervenheilanstalt. Er war im Prinzip der erste Kinderpsychiater.

Vier bis sechs Prozent aller Schulkinder leiden heute an dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, welches Hoffmann in seinem Werk so treffend beschreibt. Immer mehr Schüler bekommen diese Diagnose, wobei mehr Jungs als Mädchen betroffen sind. Nach Schätzungen sind ca. 500.000 betroffen. Etwa 170.000 bedürfen sogar einer ärztlichen, psychjologischen und sonderpädagogischen Behandlung. Sogar Jugendliche und Erwachsene können noch unter dieser Störung leiden, wenngleich bei ihnen die Symptome weniger auffällig ausgeprägt sind.

Wie kommt es dazu, daß jetzt so viele Kinder diese Störung haben? Daß sie schon länger bekannt ist, verrät ja die Geschichte aus dem 19 Jahrhundert. Früher fiel das Vorhandensein einer Konzentrationsstörung weniger auf. Die Kinder konnten viel draußen herumtoben, außerdem wurde es nicht negativ bewertet, wenn sich kleine Jungen gelegentlich prügelten. Heute wird von Kindern viel mehr stillsitzen verlangt als damals. Erst müssen sie in der Schule fünf und mehr Stunden lernen, dann sind die Hausaufgaben dran, Fernsehen und Computer laden auch nicht zur Bewegung ein. Raufereien werden besonders von den Müttern nicht positv beurteilt.

Die Kinder müssen jedoch mit den an sie gestellten Anforderungen klar kommen und sich in die heutige Gesellschaft einfügen, da sonst Störungen des Sozialverhaltens und Schulprobleme auftreten. Wie die Krankheit rechtzeitig erkannt und therapiert werden kann, erklärt Chefarzt Dr. Blochmann am 11.09. um 11.00 und um 13.00 Uhr im Rahmen eines Vortrages. Kliniktherapeuten erläutern im Anschluß praktische Übungen beim Umgang mit den betroffenen Kindern.

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Alexander Puschkin Straße ist außerdem von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, dank der Freiwilligen Feuerwehr, des Karnevals- und des Kirmesvereins aus Wülfingerode.
Autor: nnz

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