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Do, 15:30 Uhr
09.09.2004

Teure Landesgartenschau

Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete bereits, daß die Landesgartenschau um einiges mehr kostet, als ursprünglich veranschlagt. Nun entschied der Stadtrat, wie der Betrag aufzubringen ist. Wo gespart werden muß, verrät Ihnen die nnz.

Die Stadt Nordhausen wird überplanmäßige Ausgaben für die Kernmaßnahmen der Landesgartenschau in Höhe von 380.500,- Euro leisten. Das beschlossen die Nordhäuser Stadträte auf ihrer gestrigen Sitzung.

Die erhöhten Aufwendungen sind durch Kostensteigerungen in vier Gruppen entstanden. So sind beim Herrichten und Erschließen im Wesentlichen durch unterirdische Abbruch- und Verfüllarbeiten und zusätzliche Gründungsarbeiten für den Gabionenbau die Kosten um ca. 45 % gestiegen.

Auf Grund der schwierigen Topographie am Petersberg habe man die behindertengerechte Erschließung nur durch mehrfache Rampenlösungen leisten können, und auch innerhalb der Terrassen sei ein höherer Aufwand für den Wegebau erforderlich gewesen, heißt es in der Begründung des Beschlusses.

Weitere kostensteigernde Faktoren waren die Rekonstruktion der Gesamtentwässerung des Petersbergplatzes und die Ausstattung des Platzes mit allen für die Nachnutzung als Veranstaltungsfläche erforderlichen Zuleitungen.

Da dies - nicht wie angenommen - Teil der öffentlichen Erschließung gewesen sei, musste es der Grundstückserschließung zugeordnet werden. Sicherungsmaßnahmen, archäologische Untersuchungen, Kosten für Kampfmitteluntersuchung und zusätzliche Baustellensicherung tragen ebenfalls einen hohen Anteil an den Mehrkosten.

Durch zahlreiche Einsparungen habe man die Summe auf 380.000,- Euro reduzieren können. So habe man auf eine teure Holzdecke als Veranstaltungsplatz verzichtet und diese durch Schotterrasen ersetzt. Darüber hinaus sei die Fontänenanlage am Petriturm reduziert worden.

Eine abschließende Feststellung der Mehrkosten erfolge mit Prüfung der Schlussrechnungen und der damit verbundenen Anerkennung der Nachweise. Deshalb erfolge die Finanzierung unter dem Vorbehalt der Verwendungsnachweisführung, heißt es weiter. Zuviel gezahlte Haushaltsmittel werden durch die Landesgartenschau - GmbH an die Stadt Nordhausen zurückgezahlt.

Die Mehrkosten bei den Kernmaßnahmen werden durch die zurzeit freien Haushaltsmittel bei den Begleitmaßnahmen und weiteren Einsparungen im Vermögenshaushalt der Stadt finanziert.
Autor: nnz

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