So, 13:18 Uhr
12.09.2004
Denk mal...
Nordhausen (nnz). ...über einen Besuch nach. Heute können nämlich 23 historische Stätten in Nordhausen und Umgebung kostenlos besucht werden. Außerdem wurde heute der Zwinger eröffnet. nnz war dabei.
Denk mal... (Foto: nnz)
Es ist der dreizehnte Tag des offenen Denkmals in Thüringen. 23 Gebäude stehen in Nordhausen und der näheren Umgebung zur Besichtigung offen, rund 6500 sind es in ganz Thüringen. Vier Millionen Menschen nutzten 2003 deutschlandweit die Möglichkeit, Kulturgut kostenfrei zu besichtigen.
In Nordhausen hat sich dieser Tag längst fest etabliert bei allen, die sich für Geschichte, Kunst und Architektur interessieren, wie Denkmalpfleger Hans- Jürgen Grönke zur Eröffnung am Zwinger mitteilte. Er freute sich, den umgestalteten Eingangsbereich offiziell der Bevölkerung zu übergeben.
Der Rundturm aus dem 15. Jahrhundert hat 2,5 Meter dicke Mauern mit fünf Schießscharten. Dort standen Kanonen, die den Stadtgraben unter Beschuß nehmen und so vor feindlichen Angreifern schützen konnten. Dem Volltreffer im April 1945, bei der Zerstörung Nordhausens im Zweiten Weltkrieg hielt die historische Wehranlage jedoch nicht stand. Der Zwinger blieb unter Bauschutt begraben, da die Menschen damals wichtigere Dinge zu tun hatten, als einen Wehrturm zu rekonstruieren.
Seit 10 Jahren kann der ehemalige Wehrturm nun von Bürgern besichtig werden. Zum Tag des offenen Denkmals wurde er 1994 freigegeben. Erst 1993 entdeckten Bauarbeiter das Gewölbe bei Bohrarbeiten für die Straßenbahnmasten wieder.
Was die Besucher im Inneren des Gewölbes erwartet, ist bis auf den Fußboden und die Elektroanlage 500 Jahre alt. Damals lag das Niveau des Geländes mehrere Meter tiefer, denn es handelt sich bei dem begehbaren Teil nicht um den Keller, sondern um die erste Etage des Turmes. Sonst wären ja die Schießscharten sinnlos.
Die anderen Denkmale lohnen sich ebenfalls.
Die Geschichte der Stadt Nordhausen ist unter anderem in den Museen "Tabakspeicher" und "Flohburg", sowie im Museumsdepot im Walkenrieder Hof zu erleben. Dem Alkohol auf der Spur kommen Sie in der Traditionsbrennerei in der Grimmelallee und im Likörwerk "August Picht".
Zahlreiche Kirchen öffnen ihre Pforten, unter anderem der Dom, die Kirchen in Rüdigsdorf, Krimderode und Herreden und die Blasii-Kirche, wo von 14.00 bis 17.00 Uhr Führungen angeboten werden.
An Archäologie Interessierte kommen in der Domstraße auf ihre Kosten, wo sich der alte Probsteikeller befindet, oder Sie besuchen die Ausgrabung an der Martinstreppe, neben dem Eingang der Landesgartenschau. Die Ausstellung zu Friedrich Christian Lesser im Rathaus ist ebenfalls geöffnet.
Ab 14.00 Uhr feiert das Theater sein traditionelles Fest. Im Dom findet ab 16.30 Uhr ein Orgelkonzert statt, um nur einige Anregungen für lohnende Besuche am heutigen Tag des offenen Denkmals zu geben.
Autor: wf
Denk mal... (Foto: nnz)
Es ist der dreizehnte Tag des offenen Denkmals in Thüringen. 23 Gebäude stehen in Nordhausen und der näheren Umgebung zur Besichtigung offen, rund 6500 sind es in ganz Thüringen. Vier Millionen Menschen nutzten 2003 deutschlandweit die Möglichkeit, Kulturgut kostenfrei zu besichtigen.In Nordhausen hat sich dieser Tag längst fest etabliert bei allen, die sich für Geschichte, Kunst und Architektur interessieren, wie Denkmalpfleger Hans- Jürgen Grönke zur Eröffnung am Zwinger mitteilte. Er freute sich, den umgestalteten Eingangsbereich offiziell der Bevölkerung zu übergeben.
Der Rundturm aus dem 15. Jahrhundert hat 2,5 Meter dicke Mauern mit fünf Schießscharten. Dort standen Kanonen, die den Stadtgraben unter Beschuß nehmen und so vor feindlichen Angreifern schützen konnten. Dem Volltreffer im April 1945, bei der Zerstörung Nordhausens im Zweiten Weltkrieg hielt die historische Wehranlage jedoch nicht stand. Der Zwinger blieb unter Bauschutt begraben, da die Menschen damals wichtigere Dinge zu tun hatten, als einen Wehrturm zu rekonstruieren.
Seit 10 Jahren kann der ehemalige Wehrturm nun von Bürgern besichtig werden. Zum Tag des offenen Denkmals wurde er 1994 freigegeben. Erst 1993 entdeckten Bauarbeiter das Gewölbe bei Bohrarbeiten für die Straßenbahnmasten wieder.
Was die Besucher im Inneren des Gewölbes erwartet, ist bis auf den Fußboden und die Elektroanlage 500 Jahre alt. Damals lag das Niveau des Geländes mehrere Meter tiefer, denn es handelt sich bei dem begehbaren Teil nicht um den Keller, sondern um die erste Etage des Turmes. Sonst wären ja die Schießscharten sinnlos.
Die anderen Denkmale lohnen sich ebenfalls.
Die Geschichte der Stadt Nordhausen ist unter anderem in den Museen "Tabakspeicher" und "Flohburg", sowie im Museumsdepot im Walkenrieder Hof zu erleben. Dem Alkohol auf der Spur kommen Sie in der Traditionsbrennerei in der Grimmelallee und im Likörwerk "August Picht".
Zahlreiche Kirchen öffnen ihre Pforten, unter anderem der Dom, die Kirchen in Rüdigsdorf, Krimderode und Herreden und die Blasii-Kirche, wo von 14.00 bis 17.00 Uhr Führungen angeboten werden.
An Archäologie Interessierte kommen in der Domstraße auf ihre Kosten, wo sich der alte Probsteikeller befindet, oder Sie besuchen die Ausgrabung an der Martinstreppe, neben dem Eingang der Landesgartenschau. Die Ausstellung zu Friedrich Christian Lesser im Rathaus ist ebenfalls geöffnet.
Ab 14.00 Uhr feiert das Theater sein traditionelles Fest. Im Dom findet ab 16.30 Uhr ein Orgelkonzert statt, um nur einige Anregungen für lohnende Besuche am heutigen Tag des offenen Denkmals zu geben.



