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Mo, 14:56 Uhr
01.04.2019
AfD kritisiert fehlende Bürgerbeteiligung

Parkdeck contra August Bebel Platz?

Bei wichtigen Vorhaben der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung bleiben die Nordhäuserinnen und Nordhäuser außen vor. Das kritisiert Jörg Prophet (Afd) an zwei aktuellen Beispielen...

"So wurde das geplante neue Parkdeck mitten in der Stadt am Petersberg nicht mit der Bürgerschaft diskutiert geschweige denn im Detail vorgestellt. Offensichtlich sind alle Planungen bereits fertig. Diese werden jetzt `gnädigerweise`der Öffentlichkeit lediglich verkündet. Dabei wird ein Teil der Innenstadt völlig umgestaltet."

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Geplante Summen belaufen sich zwischen 1,5 und 2,5 Millionen €, detaillierte Pläne hat die Öffentlichkeit noch nicht gesehen. "Alle haben vor der Wahl Bürgerbeteiligung gepredigt. Dabei ist es dann auch geblieben."

Wenn es ums Zahlen geht, dann wird der Bürger allerdings zur Kasse gebeten: Ungefähr 50 Stellflächen sind bereits vorhanden. Wenn 100 Stellflächen entstehen sollen, fallen diese 50 Stellflächen weg. Es bleibt ein plus an Stellflächen von 50 die tatsächlich zusätzlich entstehen und zwar für 1,5 Millionen € - im besten Fall. Pro Stellplatz also 30.000 €. Bei einer Jahres Mietgebühr von 700 € pro Stellplatz erhält der Bürger nach 42 Jahren sein Geld zurück. Ohne Zinsen, ohne Kapitaldienst, ohne allem gerechnet.

600 m weiter befindet sich der Staub und Schotterareal des August – Bebel –Platzes. Für erheblich weniger Geld mehr Stellplätze die bis auf 3 – 4 Wochen im Jahr bereits heute genutzt werden können.

Bei dieser Variante stellen sich erst gar keine Fragen zum Thema Brandschutz, Ladeinfrastruktur für E und sonstige Mobilität, Radwegumfahrung, versickerungsfähige Böden etc..

Ein weiteres Beispiel ausbleibender Bürgerbeteiligung wäre der Umgang mit historischen Ensembles in Nordhausen. "So gibt es aktuell eine Ausschreibung zum Verkauf des gesamten Walkenrieder Hofes mit dem Waisenhaus. Es ist eines der ältesten und wichtigsten Gebäudekomplexe der Stadt und prägend für die Altstadt. Ideen zum Erhalt hatte die Stadt nicht. Jetzt soll es unter den Hammer kommen mitsamt einer wertvollen Kelleranlage. Und auch hier wurden die Bürger nicht gefragt. Die Vereine sind weiter alternativlos im Thomas Mann Klub „untergebracht".

Selbst eine formale Bürgerbeteiligung habe es in diesem Fall nicht geben. "Einen Denkmalbeirat wie in vielen historischen Städten wäre hier eine sinnvolle Ergänzung des Ausschusses für Stadtentwicklung." Man wird den Eindruck nicht los, das hier abgewickelt statt gestaltet werden soll „, sagte Herr Prophet. "Aber Bürgermeinung und das Bürger- und Fachwissen werden offen bar als störend empfunden."

Wie soll sich denn die Parkplatzsituation entwickeln, wenn wie geplant, der Blasikirch Platz auch bebaut wird? Einzelhandel ohne Kunden? Das geht nicht lange gut.
Jörg Prophet
AfD Nordhausen
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Kommentare

01.04.2019, 15.19 Uhr
Crimderöder | Mit Schotter Schotter machen
Für die Mitarbeiter der Sparkasse und des Theaters ist der Weg vom Bebel-Platz zur Arbeitsstätte wohl unzumutbar. Lieber erbaut man ein überteuertes - und wohl auch hässliches - Parkhaus in prominenter Lage in der Stadtmitte. Für 50 zusätzliche Parkplätze. Was für ein Witz, was für eine Farce!

Wir haben mit dem Bebel-Platz, dem ehemaligen "Neumarkt", einen ausreichend großen Parkplatz, der nahezu das ganze Jahr genutzt werden kann. Vielmehr könnte man überlegen, diesen Platz weiterzuentwickeln. Ihm eine richtige Struktur geben.

Schließlich wird seit August 2016 mit dem Bebel-Platz, also mit Staub und Schotter, Geld gemacht. Der nächste Stadtrat möge beschließen, diesen wieder für alle kostenfrei zu machen.

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01.04.2019, 15.57 Uhr
0lli | Es wird Zeit AFD.
Genau wie Sie Herr Prophet und die AFD diese Scheinheiligkeit ansprechen, genau so einen Stellenwert nimmt der Bürger bei seinen Politikern in Nordhausen und Umkreis ein. Es wird Zeit das mit der AFD und dafür sprechen die Fakten eine Partei ein zieht die Probleme bei Namen nennt.

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01.04.2019, 16.32 Uhr
Latimer Rex | Olli/Nicht an der Zeit
Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande, bedauert die
Bibel. Im real existierenden Leben fänden es viele Nord-
häuser besser, wenn kein Prophet mit falschen Verheiß- ungen unbedarfte Mitläufer sammelte.

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01.04.2019, 17.37 Uhr
0lli
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01.04.2019, 18.27 Uhr
h3631 | Latimer Rex
In meinem Namen haben Sie nicht gesprochen.

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01.04.2019, 18.52 Uhr
Wiejerschderfer | Ich weiß nicht
Herr Prophet kommt hier mit sachlichen Argumenten und @ Olli und @ Latimer Rex mit purer Polemik. Da haben sich ja wirklich 2 gefunden.
Wie wäre es mit sachlichen Gegenargumenten zu diesem Thema?

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01.04.2019, 19.34 Uhr
Oberlehrer | Tja, Herr Prophet...
... Es kostet eben Geld, wenn eine Stadt sich um Parkplätze für Ihre Bürger kümmert. Ist schon sehr schlimm, dass sie das tut...

Und so ganz nebenbei... Sie wollen nicht ernsthaft einen komfortablen Parkplatz in einem Parkhaus mit einem im Freien, auf einem öffentlichen Parkplatz vergleichen...

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01.04.2019, 21.56 Uhr
Spürnase | Was hat das mit Stadtentwicklung zu tun?
Der Bau des Parkhauses wird kritisiert, das Parken auf dem Schotterplatz wird favorisiert. Wenn das alles vom Propheten ist, ist das nicht viel.

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01.04.2019, 22.12 Uhr
sima | Nordhausens Innenstadt benötigt ein großes Parkhaus
Man sollte vielmehr darüber nachdenken, unter den August-Bebel-Platz eine wirklich große Tiefgarage zu bauen, die das generelle Parkproblem der Innenstadt löst, anstatt einen intakten schön gepflasterten Parkplatz mit Sichtachse zum Petriturm für wenige neue Stellflächen zu vernichten.

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01.04.2019, 23.11 Uhr
Kilian Baltres | Herr Kai Buchmann fordert das selbe wie Herr Prophet
Herr Kai Buchmann hatte im Wahlkampf, übrigens, die selbe Forderung wie der Herr Prophet zum parken und auch zum Thema Wohnen hat er sich, damals, in einem Gespräch mit nnz geäußert:
*Parkraum ist genügend vorhanden. Leider wird er „bewirtschaftet“, sodass die Menschen auf andere Orte ausweichen. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass die Parkplätze „Schotterparkplatz Nord“, „August-Bebel-Platz“, „Gehege“ wieder kostenlos für Dauerparker zur Verfügung stehen.
Bei der Bereitsstellung von Wohnraum sehe ich die Aufgabe der Stadtverwaltung vor allem bei der Begleitung privater Initiativen. Hier bestimmt die Nachfrage das Angebot.*

https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=219761

Er hat das auch nocheinmal, wiederholt:

https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=233242

Deshalb kann das nicht so falsch sein, mit der Tiefgarage. K. Baltres

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02.04.2019, 08.35 Uhr
h3631 | K. Baltres
So falsch nicht,aber an der falschen Stelle.
Wieviel Parkplätze werden es denn mehr sein? Nur ein Tausch mit der Sparkasse. Das ganze" Theater "wegen den Theater Anbau.

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02.04.2019, 09.15 Uhr
altmeister | Sinnvoll?
Ich begrüße die Initiative zur Schaffung von Parkflächen, sehe aber eine stark vernachlässigt Kosten- Nutzungsrechnung im Zusammenhang mit der geplanten Investition.
Unter dem Strich wäre eine sinnvolle Investition, wie schon im Artikel und anderen Kommentaren angemerkt, in eine wirklich spürbare Verbesserung der Parksituation, wie z.B. der Nutzung des August-Bebel-Platzes zur Erstellung einer großen Tiefgarage, sinnvoller, auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht.
Es ist nichts Neues, das jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann und so sollte wirklich auch dementsprechend wirtschaftlich nachhaltig gedacht und gehandelt werden.

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02.04.2019, 11.55 Uhr
Paulinchen | @sima...
... so sehe ich das auch. Zwei Etagen tief und oben drauf gehört eine große Markthalle. Darin können dann die Bauern und andere Händler ihre Waren anbieten und letztendlich auch die Buden für den Weihnachtsmarkt stehen. Drumherum einige Bäume, welche im Sommer etwas Schatten bieten und der Rest weitere Parkplätze für die PKW.

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03.04.2019, 06.23 Uhr
Liane Enzinger | Eine echte Bürgerbeteiligung in NDH gibt es nicht
Es gibt keine echte Bürgerbeteiligung NDH. Im besten Falle dürfen die Bürger ihre Meinung sagen, WIE etwas sein soll bei eher unwichtigen Dingen. Gefragt wird nie, OB etwas nötig ist. Das ist aber die wichtigere Frage. So bleibt es bei Alibiumfragen u.ä. Bürgerberuhigungsmaßnahmen. Von den Ergebnissen und ob sie umgesetzt werden, darf der Bürger auch nichts wissen.

Dann doch lieber ganz lassen und das Geld sparen.

Liane Enzinger, M.A.

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03.04.2019, 16.57 Uhr
Rebellin | Artikel,,Neues Parkhaus"
Ich möchte auch einmal auf den Artikel des Herrn Prophet und dem Artikel in der Wochenchronik eingehen. Ich finde das Projekt eines neuen Parkhauses am Petersberg völlig sinnlos. Somit wird dieser freie Raum wohl auch noch zugebaut. Es wird erstens nicht ansehnlich sein und den Gästen des CC im Außenbereich ein unansehnliches Stück Beton vor die Nase gesetzt.
Ich bin Anwohner und somit sehr enttäuscht über die Pläne welche die SWG hier durchsetzen will.
Der August -Bebe-Platz bietet wirklich genug Platz für Parkplätze und zwar welche die genutzt werden können, natürlich nach dementsprechenden Ausbau. Damit wäre dann auch eine Parkgebühr gerechtfertigt.
Um noch einmal zum Parkplatz am Petersberg zurückzukommen. Was wird aus der Gebühr ,welche Anwohner ,die ihren PKW dort parken? Zahlt man diese dann an die SWG und nicht wie bisher an die Stadtverwaltung? Wie wird sich das dann finanziell für die Anwohner auswirken? Sicher nicht mehr in der Höhe der jetzigen Gebühr!!!Schlau durchdacht...oder auch nicht!!!!

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