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Mo, 12:56 Uhr
22.06.2020
Eilmeldung

Der nächste Blindgänger

Wie die nnz erfahren hat wurde am Theater ein weiterer Blindgänger entdeckt. Hier die ersten Informationen...

Am Nordhäuser Theater wurde heute ein weiterer Blindgänger entdeckt (Foto: agl) Am Nordhäuser Theater wurde heute ein weiterer Blindgänger entdeckt (Foto: agl)

Update 20:55 Uhr: Die Entschärfung wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen werden jetzt sukzessive aufgehoben. Die Bewohnerinnen und Bewohner können wieder zurück in die Wohnungen bzw. Häuser.

Update 20:35: Die Evakuierung ist abgeschlossen, die Entschärfung kann beginnen.

Update 20:15: Wie die Polizei mitteilt wurden inzwischen alle drei Evakuierungsbereiche leergezogen. Größere Komplikationen habe es nicht gegeben, lediglich in zwei Fällen habe man die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützen müssen. Die beiden Vorfälle habe man aber unkompliziert lösen können, sagt Pressesprecherin Fränze Töpfer, "ein paar Verweigerer hat man immer aber insgesamt lief es dieses mal reibungslos". Der Polizeihubschrauber wird demnächst zu einem letzten Kontrollflug starten. Gibt es das okay aus der Luft, wird man mit der Entschärfung hoffentlich bald beginnen können

Update 19:40 Uhr: Wie die Stadtverwaltung mitteilt, läuft die Evakuierung weiter auf Hochtouren. In den Evakuierungszentren befinden sich inzwischeen 167 Personen.

In den Evakuierungszentren befinden sich zur Zeit rund 167 Personen (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) In den Evakuierungszentren befinden sich zur Zeit rund 167 Personen (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)

Sind die Räumungsmaßnahmen abgeschlossen, wird wieder das Wasserschneidsystem der Firma Hammelmann eingesetzt. Eine Hochleistungspumpe erzeugt ein Wasserdruck bis zu 3.000 bar. Dem Wasser wird feiner Sand zugeführt und das Gemisch Wasser/Sand schneidet über eine spezielle Düse bis zu 12 cm Stahl. „Mit dem bewährten System müssen wir nicht mehr den Zünder mit Hammer, Meißel und großer Rohrzange aus der Bombe herausdrehen. Wir können aus der Deckung heraus, über Kameras den Schneidvorgang beobachten und steuern,“ so Sprengmeister Andreas West, Firma Tauber Delaborierung.

Update 18:00 Uhr: Der Sperrbezirk von 500 Metern um das Nordhäuser Theater ist ab sofort aktiviert! Ab jetzt kontrollieren die Rettungs- und Sicherheitskräfte den Evakuierungsbereich. Erst wenn dieser freigegeben wird, kann die Entschärfung beginnen.

Derzeit sind 351 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, THW, Sanitätsdienste sowie Beschäftigte des JugendSozialwerks und der Stadtverwaltung Nordhausen im Einsatz. Weniger als 100 Personen befinden sich gegenwärtig in den beiden Evakuierungszentren.

Die Stadtverwaltung bittet noch einmal darum folgende Punkte zu beachten:
  • Bitte führen Sie alle wichtigen persönlichen Dokumente, darunter Personalausweis, Führerschein oder medizinische Dokumente mit sich
  • zu evakuierende Bewohnerinnen und Bewohner sollen unbedingt an ihre medizinische Versorgung bzw. Versorgung mit speziellen Lebensmitteln (Diätkost, Baby-und Kleinkindnahrung, etc.) denken und diese in ausreichender Menge mitführen.

Update 17:50 Uhr: In wenigen Minuten endet die Evakuierungsfrist. Die Evakuierungsmaßnahmen laufen derzeit unter Hochdruck. Mit Blick auf die Aktivierung des Sperrbereichs um 18.00 Uhr, ruft Oberbürgermeister Kai Buchmann alle Betroffenen auf, den Anweisungen der Rettungs- und Sicherheitskräfte Folge zu leisten und den Bereich umgehend zu verlassen. „Tausende Menschen müssen evakuiert werden, unzählige Menschen sind im Einsatz! Jede Verzögerung führt zu einer verspäteten Entschärfung. Bitte denken Sie deshalb an Ihre Mitmenschen, insbesondere Kinder und ältere Personen, die frühestmöglich wieder nach Hause wollen,“ so Oberbürgermeister Kai Buchmann. Mit Blick auf die zweite Evakuierung und Entschärfung binnen 14 Tagen führt das Nordhäuser Stadtoberhaupt aus: „Ganz besonders wichtig ist, dass keine falsche Routine Einzug hält und der Einsatz - von allen Beteiligten – nicht auf die leichte Schulter genommen wird,“ so Buchmann abschließend.

Update 15:30 Uhr:
Die Stadtverwaltung hat weitere Informationen zur Evakuierung bekannt gegeben und beantwortet häufig gestellte Fragen.

Darf man „auf eigene Gefahr“ zuhause bleiben?
Nein. Es wurde die Evakuierung der gesamten Schutzzone angeordnet. Den Anweisungen der Rettungs-und Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten. Ein Verbleib im Evakuierungsbereich ist auch „auf eigene Gefahr“ verboten.

Was passiert, wenn sich Personen weiterhin im Evakuierungsbereich aufhalten?
Hunderte Rettungs-und Sicherheitskräfte werden im Einsatz sein. Nach offiziellem Abschluss der Evakuierung wird noch einmal überprüft, ob auch wirklich niemand zurückbleibt. Erst danach erfolgt die Bombenentschärfung.

Hinweis: Jede zurückbleibende Person verzögert die Evakuierung und damit die Entschärfung!
 
Erfolgt ein Transport zu den Evakuierungszentren?
Der ÖPNV im Stadtgebiet ist kostenfrei!
Um den Innenstadtbereich zu verlassen um Verwandte und Bekannte oder die Evakuierungszentren aufzusuchen, können die Bürgerinnen und Bürger den ÖPNV kostenfrei nutzen!
  • Über die Straßenbahnlinie 2: Staatlichen Grund- und Regelschule „Am Förstemannweg“, Nordhausen-Ost, Ostrower Str. 13, 99734 Nordhausen,
  • Über die Stadtbuslinie A: Staatliche Regelschule „Gotthold Ephraim Lessing“, Am Salzagraben 4 99734 Nordhausen.
 

Hinweis: Pflegebedürftige und bewegungseingeschränkte Bewohnerinnen und Bewohner werden gebeten, bereits vorab über den City-Ruf 03631/ 696 115 einen Krankentransport anzumelden.

Wie werden die informiert, die keinen Zugang zu Internet/Social Media haben?
Es werden alle Medien informiert und von der Stadt auf dem Laufenden gehalten (Radio, Fernsehen und Zeitung) 
 
Muss man sich auf eine Übernachtung einstellen?
Momentan gehen wir davon aus, dass die Bombe im Laufe des heutigen Tages entschärft werden kann.
 
Werden die Menschen in den Evakuierungszentren verpflegt?
In den Notunterkünften wird es aufgrund der Hygieneregelungen keine Voll-Verpflegungen geben.
Hinweis für alle, die spezielle Nahrung und/oder Medikamente benötigen: Zu evakuierende Bewohnerinnen und Bewohner sollen unbedingt an ihre medizinische Versorgung, Versorgung mit speziellen Lebensmitteln (Diätkost, Baby-und Kleinkindnahrung, etc.) denken und diese in ausreichender Menge mitführen.
 
Welche Ansprechpartner stehen vor Ort zur Verfügung?
Die Evakuierung wird durch Rettungs-und Sicherheitskräfte abgesichert. Diese können Ihnen Auskunft geben. Auch sind Evakuierungsteams während der Evakuierung in der Schutzzone unterwegs, die ansprechbar und hilfsbereit sind. Zentrale Informationen erhalten Sie ebenfalls in den Evakuierungszentren.
 
Wie muss ich meine Wohnung/mein Haus hinterlassen?
  • Bitte schalten Sie alle elektronischen Geräte aus!
  • Bitte schalten Sie das Licht aus, löschen alle Kerzen und schließen sie alle Haustüren und Fenster ab.
  • Bitte lassen Sie Rollläden oder Jalousien nicht herunter. Für die Evakuierungsteams ist es wichtig, einen Blick in die Fenster werfen zu können, um hilfsbedürftige oder nicht gehfähige Personen erkennen zu können
  • Ein Abstellen von Gas, Strom oder Wasser ist nicht notwendig.
  • Die Polizei wird während und nach den Evakuierungsmaßnahmen die Schutzzone intensiv bestreifen und absichern.

 
Was sollte ich beim Verlassen meiner Wohnung/meines Hauses mitnehmen?
Bitte führen Sie alle wichtigen persönlichen Dokumente, darunter Personalausweis, Führerschein oder medizinische Dokumente, mit sich.
Zu evakuierende Bewohnerinnen und Bewohner sollen unbedingt an ihre medizinische Versorgung, Versorgung mit speziellen Lebensmitteln (Diätkost, Baby-und Kleinkindnahrung, etc.) denken und diese in ausreichender Menge mitführen.
 
Was passiert mit Haustieren?
Wenn Sie Haustiere haben, versorgen Sie diese bitte vor verlassen Ihrer Wohnung bzw. Hauses ausreichend. Nehmen Sie sie nur mit, wenn der Verbleib in den nächsten Stunden in der Wohnung nicht möglich ist. In den Evakuierungszentren besteht keine Möglichkeit zur Unterbringung von Haustieren.
 
Wie lange dauert die Entschärfung?
Die Entschärfung kann erst nach Abschluss der Evakuierung beginnen. Der Sprengmeister kann noch keine genaue Zeitspanne benennen, da immer wieder etwas Unvorhergesehenes geschehen kann. Zum jetzigen Zeitpunkt geht das Lagezentrum von Entschärfungsarbeiten bis in die Abendstunden aus.
 
Wie bekommt man mit, dass die Evakuierung aufgehoben ist?
Aktuelle Informationen erhalten Sie über:
  • Den City-Ruf des Ordnungsamtes telefonisch unter 03631/696115 oder per E-Mail.

Die wichtigsten Informationen und Hinweise zur Durchführung der Evakuierung erhalten Sie auf
  • der städtischen Homepage,
  • der städtischen Facebook-Seite "Stadtverwaltung Nordhausen am Harz"
  • dem städtischen Instagram-Kanal,
  • dem städtischen Twitter-Kanal
  • Nordhäuser Medienkanäle wie www.ta-nordhausen.de; www.nnz-online.de, Radio ENNO 100.4. Stadtansichten, etc.
  • Regionale und überregionale Medien (Radio, Internet, Fernsehen).
  • Diverse Notfall-Informations- und Nachrichten-Apps des Bundes: Warn-App NINA, KATWARN.

Update 15:00 Uhr: Wie schon vor zwei Wochen werden auch dieses mal rund 7.000 Personen von der Evakuierung betroffen sein, teilt die Stadtverwaltung mit. Da in den Evakuierungszentren zuletzt lediglich 150 Menschen zusammenkamen, wurde die Grundschule Niedersalza heute nicht als Sammelzentrum eingerichtet, man behalte die Option aber in der Hinterhand, so Lutz Fischer, Pressesprecher der Stadt.

Innerhalb der Evakuierungszentren wird man auf das erprobte Konzept zur räumlichen Trennung zurückgreifen und die Evakuierten in den Klassenräumen und nicht wie sonst üblich in den Turnhallen unterbringen. Die Räumlichkeiten sind mit Mund- Nasenschutz zu betreten. Wer ein Evakuierungszentrum aufsuchen muss und Erkältungssymptome zeigt, wird gebeten sich im Vorfeld über den City-Ruf unter 03631/696-115 bei der Verwaltung zu melden. Personen die Symptome zeigen, werden in Zelten separat untergebracht, die vom Technischen Hilfswerk vor Ort errichtet werden. Zur Kontaktnachverfolgung werden die Daten der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen.

Update 14:32 Uhr: Die Stadtverwaltung hat eine Übersicht der zu evakuierdenden Bereiche veröffentlicht. Die Übersicht finden sie hier .

Die rot markierten Bereiche müssen bis spätestens 18 Uhr geräumt werden (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Die rot markierten Bereiche müssen bis spätestens 18 Uhr geräumt werden (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)

Update: 14:19 Uhr Wie Sprengmeister Andreas West mitteilt, liegt der neue Blindgänger rund fünf Meter vom Fundort der vorherigen Bombe entfernt und wurde nicht bewegt. Wegen der zu erwartenden Hitze wurde über dem Fund ein belüftetes Zelt errichtet. „Wir wollen nicht das uns wegen der Temperaturen irgendwelche Fehler unterlaufen“, erklärte West der nnz. Dass man nicht schon vor zwei Wochen auf den neuen Sprengkörper aufmerksam geworden sei, liege am Nordhäuser Untergrund, so West weiter. „Der Schutt ist einfach zu dicht. Unsere Detektoren würden permanent Signal geben. Deswegen muss, jedes mal, wenn der Bagger eine Schaufel wegnimmt, neu gemessen werden.“ Mit der Entschärfung wird man wohl gegen 20 Uhr begonnen werden, schätzt West.

Über dem Fundort der Bombe wurde ein Zelt aufgestellt (Foto: agl) Über dem Fundort der Bombe wurde ein Zelt aufgestellt (Foto: agl)

Update 13.30 Uhr: Das gilt es zu beachten:
  • Es handelt sich um eine amerikanische Fliegerbombe (227 kg) mit einem mechanischen Zünder.
  • Die Entschärfung findet heute statt.
  • Der Sprengmeister hat den Evakuierungsbereich auf 500 Meter um das Theater Nordhausen festgelegt
  • Der Sperrkreis ist bis 18.00 Uhr zu verlassen. Danach erfolgt die Entschärfung.
  • Die Geschäfte, Büros, Praxen, etc. sind bis 17.00 Uhr zu schließen!
Die Stadt Nordhausen hat für die Evakuierung folgende Evakuierungszentren eingerichtet:
  • Staatliche Grund- und Regelschule „Am Förstemannweg“, Nordhausen-Ost, Ostrower Str. 13, 99734 Nordhausen.
  • Staatliche Regelschule „Gotthold Ephraim Lessing“, Am Salzagraben 4 99734 Nordhausen.


digital
Ab 16.00 Uhr sind die Evakuierungszentren eingerichtet! In den Evakuierungszentren besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung, da der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Das Betreten des Fundgebietes ist untersagt!

Update 13.05 Uhr: Nach Informationen der nnz handelt es sich um eine amerikanische Bombe, die 227 Kilogramm schwer ist und über einen Zünder verfügt. Es ist also ein Pendant zum jüngst gefundenen und entschärften Blindgänger am Theater.

Wie die Nordhäuser Polilzei der nnz bestätigte, wurde in der Wolfstraße hinter dem Nordhäuser Theater ein weiterer Blindgänger entdeckt. Wann die Bombe entschärft werden soll steht aktuell noch nicht fest, wir werden weiter aktuell berichten.
Erneuter Bombenfund am Theater Nordhausen (Foto: S. Dietzel)
Erneuter Bombenfund am Theater Nordhausen (Foto: S. Dietzel)
Erneuter Bombenfund am Theater Nordhausen (Foto: S. Dietzel)
Erneuter Bombenfund am Theater Nordhausen (Foto: S. Dietzel)
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Kommentare

22.06.2020, 13.30 Uhr
Einarmiger Karussellbremser | An falscher Stelle gespart !!!
Wenn man im Vorfeld einmal Kosten für eine anständige Komplette Untersuchung des gesamten Baugeländes ausgeben würde, könnte man sich überteure Evakuierungskosten, Zeit der freiwilligen Mitarbeiter und genervte Bürger die ständig Ihr Umfeld verlassen müssen sparen.
Ich glaube das die ständigen Evakuierungen mehr kosten als eine einzige anständige Untersuchung.
Das so verschenkte Geld könnte an bestimmten Einrichtungen, für Kinder oder pflegebedürftigen Personen, tausendmal besser angelegt werden.

12   |  16     Login für Vote
23.06.2020, 06.36 Uhr
könig_gerhard | @Einarmiger...
Als Antwort einfach nur ein Zitat aus den obigen Meldungen:

"Dass man nicht schon vor zwei Wochen auf den neuen Sprengkörper aufmerksam geworden sei, liege am Nordhäuser Untergrund, so West weiter. „Der Schutt ist einfach zu dicht. Unsere Detektoren würden permanent Signal geben. Deswegen muss, jedes mal, wenn der Bagger eine Schaufel wegnimmt, neu gemessen werden.“

Aber toll, dass es immer Leute gibt, die alles besser wissen als die Experten. Sie haben da gewiss mal ein youtube-Video gesehen, dass Sie nun viel besser Bescheid wissen als jeder Fachmann?

12   |  1     Login für Vote
23.06.2020, 07.33 Uhr
shershen834 | Suche
Genau,die ganze Innenstadt besteht aus aufgeschütteten Trümmern.
Darin sind grosse Mengen an Metall enthalten ,sodaß es für die Erkennung , ob Blindgänger oder nicht , sehr schwer ist .
Nach dem Krieg wurden die Blindgänger vielfach in Bombenkrater verschüttet . Der Trümmerschutt darübergeschoben und teilweise verdichtet.

8   |  0     Login für Vote
23.06.2020, 07.39 Uhr
jorge-ama | an falscher Stelle gespart
Herr König,
man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, vielleicht hat der "Einarmige ..." nach dem Lesen Ihres Textes endlich die Thematik verstanden.
Gut geschrieben!

7   |  1     Login für Vote
23.06.2020, 07.46 Uhr
janko | Dass alle über alles besser Bescheid wissen als alle...
...liegt an der allgemeinen Reizüberflutung, aus der sich jeder Mensch seine Wissensbröckchen heraussuchen kann.

So, wie es plötzlich tausende Epidemie-Experten gibt, die bis vor einem halben Jahr vom R-Wert noch nie gehört haben, so gibt es auch bei jeder neuen Bombenentschärfung Experten, welche Nordhausen im Alleingang innerhalb einer Woche blindgängerfrei machen würden, so man sie nur ließe.

Ich wünschte, die Leute hätten mehr Vertrauen in Fachmänner, die ihren Beruf zum Teil seit Jahrzehnten ausüben - und gut ausüben, sonst wären sie nämlich tot und Nordhausen um einen Bombenkrater reicher.
Aber, wie sagten schon die Ärzte: "Lasse reden".

10   |  0     Login für Vote
23.06.2020, 08.22 Uhr
Sonntagsradler 2 | Wie dem auch sei!
Nordhausen ist noch lange nicht Bombenfrei. Da beißt die Maus kein Faden ab.
Über kurz oder lang stehen Nordhausen noch „Bombige“ Zeiten bevor ob Nordhausen will oder nicht.
Dagegen kann keiner etwas so schnell machen.
Hoffen wir nur das es immer glimpflich verläuft-

6   |  0     Login für Vote
23.06.2020, 09.41 Uhr
Wolfi65
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
23.06.2020, 11.23 Uhr
Realist 1.0 | @Einarmiger Karussellbremser, sie haben den Knall nicht gehört
Wen man von der Materie keine Ahnung hat, sollte man einfach die Klappe halten. Ich glaube ja das die Fachleute der Firma Tauber, etwas mehr Ahnung, von dem aufspüren und entschärfen von Bomben haben als sie, also was sollen bitte diese billigen Spekulationen von ihnen.

6   |  1     Login für Vote
27.06.2020, 00.42 Uhr
René | ... ausgerechnet die Innenstädte ...
Ich gehe mal davon aus, dass gerade die Innenstadt von Nordhausen (und das trifft nicht nur auf Nordhausen zu) noch tief im "Untergrund" mit sehr vielen Blindgängern gespickt ist, wenn man sich mal vor Augen hält, nach welchem Prinzip in jenen Tagen des Krieges die Bomben abgeworfen worden sind.
Wenn man aus ca. 6000 Fuß Höhe seine Bombenlast "punktgenau" abwerfen wollte, orientierte sich der Richtschütze mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an den größten Gebäuden, die aus dieser großen Höhe für ihn überhaupt noch sichtbar und erkennbar waren; in unserem Falle waren das eben das Rathaus und das Theater. Anschließend wurde alles dann in Schutt und Asche gelegt.
Das Argument, dass jedes Bodenradar angesichts der dicken Schuttschichten (alte Fotoaufnahmen nach den Bombardierungen lassen nur erahnen, wie dick diese Schichten sein dürften) keine effektiven Hinweis auf "Fremdkörper" liefern würde, ist durchaus richtig. Sollte man doch die Investition machen und den Boden per Radar kontrollieren, könnte man gar nicht unterscheiden, was Schutt ist oder was ein Blindgänger ist.

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