Sa, 08:24 Uhr
04.07.2020
Ein Uraltexemplar
Wolli Wollnashorn das Sachswerfer Arree-Urtier
Letztes Jahr gaben Arree- Kinder dem eiszeitlichen Fund eines Wollnashorns am Informationspunkt Kohnstein in Niedersachswerfen den Namen Wolli. Wollnashörner sollen vor etwa 10.000 Jahren ausgestorben sein, womöglich auch, weil unsere Vorfahren diese bejagt haben. Wann lebte Wolli das Wollnashorn? fragt Tim Schäfer...
Bei der heutigen Ortschaft Niedersachswerfen der Gemeinde Harztor, quasi in der Nähe der Grenze zu Nordhausen, wurden mehrfach Reste eiszeitlicher Urtiere gefunden. Von großen Tieren. Wie einem Hirsch, Bären oder dem Wollnashorn. Beinahe waren diese sensationellen Funde in Vergessenheit geraten. Was anderswo touristische Attraktion ist, wurde hier mit Müll verschüttet (Suhne Höhle) oder gleich ganz abgebaggert, viel dem Gipsabbau zum Opfer (Höllental Kohnstein).
Nun seit dem letzten Jahr wird dazu auf Informationstafeln erinnert. Kinder gaben dem Sachswerfer Wollnashorn den Namen Wolli. Aus einem ursprünglichen Fund von 1923, der lange im damaligen Leuna-Werk, Gipswerk Niedersachswerfen ausgestellt war, konnten Knochenreste erworben werden. Auch zur Eröffnung des Informationspunkts Kohnstein wurden Teile übergeben, die aus dem Fund am Höllental des Kohnstein stammen sollen. Nur, wie alt waren die Knochen, wann lebte Wolli? Diese Frage ist nun geklärt worden. Mittels der C-14 Kohlenstoffmethode zur Datierung.
Eine Knochenprobe vom Kohnstein (Foto: Tim Schäfer)
Mit Hilfe des Leibnitz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel. Das Ergebnis ist, dass der von mir eingesandte Knochen ein Alter von 35.000 -36.000 Jahren hat, bestätigt Tim Schäfer. Also schon bemerkenswert. Man stelle sich vor, am Kohnstein vor 35.000 Jahren, seit Stunden jagen unsere Vorfahren ein Wollnashorn. Das Tier muss Ihnen Fell, Fleisch und Fett als Energiequelle liefern, damit die Sippe überleben kann…So ein Wollnashorn war beeindruckend. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge bis 3,60 m plus 50 cm langer Schwanz, einem Körpergewicht bis 2900 kg. Weiterhin zeichnete es sich durch einen robusten Körperbau und kräftigen, breite Gliedmaßen mit deutlich ausgeprägten Muskelansatzstellen aus.
Also vor 35.000 Jahren begleiteten Wollnashörner die frühen Menschen bei der heutigen Stadt Nordhausen und den Arree`s von Niedersachswerfen. Natürlich ist die Stadt Nordhausen oder Niedersachswerfen viel jünger, nur über 1000 Jahre. Möglicherweise bestanden Wallburgen oder frühe Siedlungsformen am Kohnsteinkopf aber schon vor 35.000 Jahren?
Tim Schäfer
Autor: redBei der heutigen Ortschaft Niedersachswerfen der Gemeinde Harztor, quasi in der Nähe der Grenze zu Nordhausen, wurden mehrfach Reste eiszeitlicher Urtiere gefunden. Von großen Tieren. Wie einem Hirsch, Bären oder dem Wollnashorn. Beinahe waren diese sensationellen Funde in Vergessenheit geraten. Was anderswo touristische Attraktion ist, wurde hier mit Müll verschüttet (Suhne Höhle) oder gleich ganz abgebaggert, viel dem Gipsabbau zum Opfer (Höllental Kohnstein).
Nun seit dem letzten Jahr wird dazu auf Informationstafeln erinnert. Kinder gaben dem Sachswerfer Wollnashorn den Namen Wolli. Aus einem ursprünglichen Fund von 1923, der lange im damaligen Leuna-Werk, Gipswerk Niedersachswerfen ausgestellt war, konnten Knochenreste erworben werden. Auch zur Eröffnung des Informationspunkts Kohnstein wurden Teile übergeben, die aus dem Fund am Höllental des Kohnstein stammen sollen. Nur, wie alt waren die Knochen, wann lebte Wolli? Diese Frage ist nun geklärt worden. Mittels der C-14 Kohlenstoffmethode zur Datierung.
Eine Knochenprobe vom Kohnstein (Foto: Tim Schäfer)
Mit Hilfe des Leibnitz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel. Das Ergebnis ist, dass der von mir eingesandte Knochen ein Alter von 35.000 -36.000 Jahren hat, bestätigt Tim Schäfer. Also schon bemerkenswert. Man stelle sich vor, am Kohnstein vor 35.000 Jahren, seit Stunden jagen unsere Vorfahren ein Wollnashorn. Das Tier muss Ihnen Fell, Fleisch und Fett als Energiequelle liefern, damit die Sippe überleben kann…So ein Wollnashorn war beeindruckend. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge bis 3,60 m plus 50 cm langer Schwanz, einem Körpergewicht bis 2900 kg. Weiterhin zeichnete es sich durch einen robusten Körperbau und kräftigen, breite Gliedmaßen mit deutlich ausgeprägten Muskelansatzstellen aus. Also vor 35.000 Jahren begleiteten Wollnashörner die frühen Menschen bei der heutigen Stadt Nordhausen und den Arree`s von Niedersachswerfen. Natürlich ist die Stadt Nordhausen oder Niedersachswerfen viel jünger, nur über 1000 Jahre. Möglicherweise bestanden Wallburgen oder frühe Siedlungsformen am Kohnsteinkopf aber schon vor 35.000 Jahren?
Tim Schäfer


