tv nt eic kyf msh nnz uhz
Do, 10:00 Uhr
21.10.2021
Zwei zerstrittene Boxvereine und eine Trainingsstätte

Erbitterter Kampf neben dem Boxring

Schmerzensreich und unrühmlich endete vor drei Jahren ein Kampf der Nordhäuser Boxer, der neben dem Ring ausgetragen wurde. Er beendete eine glorreiche sportliche Tradition in der Rolandstadt und bis heute sind die damals aufgerissenen Gräben nicht zugeschüttet, stehen sich zwei Box-Abteilungen in der Stadt scheinbar unversöhnlich gegenüber …

Nordhausens Boxer kämpfen nicht mehr gemeinsam (Foto: oas) Nordhausens Boxer kämpfen nicht mehr gemeinsam (Foto: oas)

Es war in den Jahren 2015 und 2017 als die Box-Fachwelt anerkennend nach Nordthüringen blickte und die Boxer des Nordhäuser Sportvereins stolz verkünden durften: Wir sind Deutscher Meister! Vorausgegangen waren diesen Triumphen nicht nur einige Aufstiege und Vizemeistertitel, sondern jahrzehntelange harte Arbeit in der traditionellen Box-Hochburg am Harz. Dann kam es im Sommer 2018 zum Bruch zwischen verschiedenen Interessengruppen in der Boxabteilung des Nordhäuser Sportvereins (NSV), die den Rückzug des NSV aus der Bundesliga sowie schließlich sogar den Auszug einer größeren Zahl Trainer und Nachwuchsboxer aus dem Verein zur Folge hatten.

Der Meistertrainer Andreas Dietrich-Scherfling schloss sich mit 25 Kindern und Jugendlichen plus drei weiteren Trainern der BSG Altstadt 05 (BSG) an. Aus dem Traum der Macher im Hintergrund, mit diesem Verein gleich in der Bundesliga weiter boxen zu können wurde jedoch nichts. Auch der NSV sah sich nun außerstande, auf so hohem Niveau weiter zu arbeiten. Ein strahlendes sportliches Highlight der Stadt erlosch und wurde leider stockfinster.

Ende 2018 zogen die BSG-Boxer nach verschiedenen unangenehmen Querelen aus der eigens für Boxtraining hergerichteten Halle in Nord aus, die heute den Namen der Nordhäuser Boxlegende Horst Stief trägt. Erst am Taschenberg und später in der Geseniusstraße fand die neue Sektion ein Domizil für die vielen jungen Kampfsportler, die in den Verein drängten.

Anzeige MSO digital
Seit vorigem Jahr ist die BSG ein anerkanntes Landesleistungszentrum des Thüringer Boxverbandes und seit neuestem auch Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“ des Landessportbundes. Denn außer den Nordhäuser Talenten schwingen eine ganze Reihe Mädchen und Junge mit Migrationshintergrund hier sehr erfolgreich die Fäuste. Siege bei Länderkämpfen und Spitzenplatzierungen in Meisterschaften oder hochklassigen Turnieren sind Belege für die hervorragende Trainingsarbeit, die von Dietrich-Scherfling und seinen Kollegen geleistet wird. Größter Erfolg dürfte der deutsche Meistertitel des damals 15-jährigen Collin Ostmann im Jahre 2019 gewesen sein.

Jetzt steht der Verein am Scheideweg und muss sich eine neue Trainingsstätte suchen, nachdem für sein derzeitiges Domizil im ehemaligen „Ottos Steakhaus“ vom Vermieter ein vierstelliger Betrag pro Monat für die Nutzung verlangt wird. „Das können wir als Verein nicht stemmen“, sagt Tobias Ostmann, Vater des Jugendmeisters und gemeinsam mit Marco Dietrich Vereinsvorstand in der BSG Altstadt 05. „Dafür gehen unsere Sponsorengelder drauf, die wir aber dringend für den Trainings- und Wettkampfbetrieb unserer Boxer benötigen. Die Trainingsstätte befindet sich leider in einem desolaten Zustand, obwohl wir schon 500 Arbeitsstunden und 15.000 Euro an Sponsorengeldern investiert haben.“ Tatsächlich sind die Bedingungen eingeschränkt: die Umkleidemöglichkeiten spartanisch, der Kraftraum am Ende einer Treppe primitiv, die Trainingshalle für die bis zu 35 gleichzeitig boxenden Mädchen und Jungen verschiedener Altersgruppen zu klein.

Das Thema einer gemeinsamen Nutzung der Boxhalle des NSV kam deshalb wieder auf die Agenda und letzte Woche gab es ein erstes Treffen der verfeindeten Abteilungen beim Sportausschuss des Nordhäuser Stadtrates. „Wir sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen und wollen dem NSV auf Augenhöhe begegnen“, sagen die BSG-Verantwortlichen mit viel Selbstbewusstsein, das sich aus den Erfolgen und dem großen Zulauf beim Training speist.

„Von unserer Seite herrscht Gesprächsbereitschaft“, sagt auch Andreas Dietrich-Scherfling, der als Cheftrainer in der Verantwortung steht und die unschönen Auseinandersetzungen aus dem Jahre 2018 endlich abhaken will. Zum Wohle der 95 Sportler im Verein, die nach seinem Willen eine gute Ausbildung unter besten Bedingungen erhalten sollen. Derzeit trainieren 64 Kinder und Jugendliche bei der BSG, rechnet Tobias Ostmann vor, davon reichlich zwei Dutzend mit Migrationshintergrund.

Am kommenden Samstag (23. Oktober) wird ein „Tag der offenen Tür“ Interessierten Einblicke in das Innenleben des Vereins geben. Ab 11 Uhr stellen die BSG-Boxer ihre Angebote in der Nordhäuser Geseniusstraße 26 vor und hoffen, noch mehr junge Athleten für den Kampfsport gewinnen zu können.

Längst ist auch die Nordhäuser Stadtverwaltung und das Landratsamt in die Affäre involviert und der Kreissportbund bemüht sich als Vermittler zwischen den Vereinen aufzutreten. „Wir können uns sehr gut Mediationsrunden mit den Verantwortlichen vorstellen“, beteuert KSB-Geschäftsführer Patrick Börsch. „Die persönlichen, sehr komplexen Probleme der Betroffenen müssen geklärt werden, um in Zukunft ein geordnetes Miteinander der beiden Vereine zu gewährleisten.“ Der Kreissportbund begrüßt, dass die entzweiten Box-Lager erstmals wieder an einem Tische saßen und hält das, wie alle anderen Beteiligten auch, für einen guten Anfang. NSV und BSG werden ihre Sicht der Dinge im KSB vortragen und Börsch wünscht sich eine für beide Seiten tragfähige Lösung. Doch er weiß auch um die Probleme eines gemeinsamen Standortes: „Es wird schwierig, zwei so konträre Partner in einer Halle unterzubringen, wo sie auch ihre Sachen lagern müssen.“ Die Hoffnung des Sport-Dachverbandes ist es, dass zugunsten des Boxsports und der Nachwuchssportler in beiden Vereinen ein Kompromiss geschlossen werden kann.

Ein nachdenklicher Tobias Ostmann vor den Spinden der Frauenumkleide im zugigen Hausflur (Foto: oas) Ein nachdenklicher Tobias Ostmann vor den Spinden der Frauenumkleide im zugigen Hausflur (Foto: oas)


Im NSV sind die Verantwortlichen skeptisch. Der Vereinsvorsitzende Prof.Dr. Philip Heiser verweist uns an seine Boxabteilung, wo Uli Friebel, einstiger Ringsprecher zu Bundesligazeiten und nun Abteilungsleiter Boxen im NSV, Stellung bezieht. „Ich bin verwundert, dass wir nicht direkt angesprochen wurden und erst über Dritte vom Vorstoß der BSG hörten“, sagte er uns am Telefon. „Wir wusste bis vorige Woche nichts von den Problemen dort.“ Das wiederum ist nicht verwunderlich, denn es gibt keine, nicht einmal illegale, Kommunikationskanäle zwischen den konkurrierenden Abteilungen. Zu viel sei 2018 vorgefallen, erzählt Uli Friebel, als dass es irgendeine Form der Normalität im Umgang miteinander geben könne. Er verweist auf die aufwändige Sanierung der „Horst Stief Halle“, die in 2019 und 2020 mit Fördergeldern, aber auch mit 1.000 Arbeitsstunden der NSV-Mitglieder und 25.000 Euro Vereinskapital bewerkstelligt wurde. „Es existieren aber auch schlichtweh keine Räume und Lagermöglichkeiten für zwei getrennt agierende Vereine“, gibt Friebel zu bedenken, „unabhängig von den Befindlichkeiten.“ Mit rund einhundert Aktiven in Verantwortung des NSV sei eine gute Auslastung der Halle gegeben. Allein 37 Studenten tummeln sich hier wöchentlich, aber auch an die 20 Kinder und Jugendliche sowie andere organisierte Boxgruppen. Auch das Argument der BSG, sie hätte 35 Kämpfer beim Boxverband für Wettkämpfe gemeldet und der NSV nur 12, will Uli Friebel so nicht gelten lassen. „Ein bewusster Leistungsgedanke kann sein, muss aber nicht sein“, meint er und ergänzt: „Nicht alle Sportler unserer Trainingsgruppen sind schon so weit, dass wir sie ruhigen Gewissens in Kämpfe schicken würden.“ Dennoch seien bei Landesmeisterschaften vier Medaillen und bei Studentenmeisterschaften weitere drei Medaillen errungen worden.

Die entscheidenden Aspekte für die ablehnende Haltung des NSV lägen jedoch in den Ereignissen der Vergangenheit und dem zerrütteten Vertrauensverhältnis zu einzelnen Akteuren im BSG-Vorstand, die früher im NSV aktiv waren. Ohne dass Uli Friebel Namen nennt, ist es ziemlich eindeutig, dass die Herren Ostmann, Dietrich und Dietrich-Scherfling damit gemeint sind. „Es gibt bestimmte Personen, mit denen kann ich nicht mehr“, sagt Friebel. Und er konfrontiert uns mit einer Ankündigung aus seinen eigenen Reihen. Wenn die besagten Herren zurück in die Halle kämen, würde sich ein langjähriger Übungsleiter mit einer 28 Sportler umfassenden Trainingsgruppe aus dem NSV abmelden wollen.

Wenig deutet also darauf hin, dass beide Vereine in nächster Zeit wieder zueinander finden, kaum etwas darauf, dass sie in einer Halle gemeinsam trainieren werden.

So tief die Wunden aus der Vergangenheit auch sein mögen, die Sportfunktionäre wären allem gesunden Menschenverstand nach gut beraten, ihr Kriegsbeil zu begraben und im Sinne der jungen Sportler, die beide Vereine ostentativ in den Fokus ihrer Arbeit stellen, eine Lösung zur friedlichen Koexistenz zu finden. Im nächsten Jahr könnte in Nordhausen ein größeres Turnier stattfinden, stellte der Thüringer Boxverband jetzt in Aussicht. Daran beteiligen will sich der örtliche Kreissportbund aber nur, wenn beide Nordhäuser Vereine gleichberechtigt daran teilnehmen werden. Wer dann wie viele Kämpfer schickt und wo die vorher trainiert haben, das bleibt die spannende Frage im Nordhäuser Boxsport der Gegenwart.
Olaf Schulze



Gruppenbild Boxabteilung der BSG Altststadt 05 (Foto: BSG Altstadt 05)
Umkleideräume im Keller der Geseniusstraße (Foto: oas)
Umkleideräume im Keller der Geseniusstraße (Foto: oas)
Damenumkleide im Treppenhaus  (Foto: oas)
Der "Kraftraum" im Treppenhaus (Foto: oas)
Frauenumkleide mit Kraftgeräten (Foto: oas)
Ein MDR-Team bereitet einen Beitrag vor  (Foto: oas)
MDR-Team beim Training dr BSG Altstadt 05 (Foto: oas)
MDR beim Training der BSG-Boxer (Foto: oas)
Trainer und Vorstand beobachten das Fernsehteam (Foto: oas)
Training in der Nordhäuser Geseniusstraße: zu teuer, zu klei (Foto: oas)
Andreas Dietrich-Scherfling in seinem Element: Training im ehemaligen "Ottos Steakhaus" (Foto: oas)
Ein kleiner Raum für das Punching-Training (Foto: oas)
Bis zu 20 Sportler trainieren gleichzeitig in einem überschaubar großen Raum (Foto: oas)
Dietrich-Scherfling beobachtet seine Schützlinge aus der Ringecke (Foto: oas)
Training in der Geseniusstraße (Foto: oas)
Autor: osch


Kommentare
geloescht 20210103-2
21.10.2021, 15.57 Uhr
Und wieder einmal dreht sich doch eigentlich alles um den "Chef-Trainer" A. D-S
Wie traurig ist es, wenn man so etwas liest und sich fragen muss: geht es hier überhaupt um den Boxsport und die Sportler oder um die bekannten üblichen Bösartigkeiten eines selbsternannten Cheftrainers vom BSG Altstadt. Ich finde es beschämend, wenn man nach Wegbruch des letzten Sponsors anfängt alte Wunden auf zureißen, sich mit alten Geschichten rühmt und plötzlich versöhnliche Töne in der Presse schwingt.
Hier sollte vielmehr erwähnt werden, wieviele von uns Sportlern, wegen eines Herrn Dietrich-Scherfling, schon zu damaligen NSV Zeiten den Verein verlassen haben und wieviele Streitigkeiten es zwischen Eltern, Sportlern, Boxfans und Herrn Dietrich-Scherfling gab.
Fakt ist, nach Weggang des besagten Trainers vom NSV Boxen ist das Horst Stief Boxsportzentrum beim NSV wieder täglich ausgelastet. Frühere Mitglieder, Trainer und Sportler sind zurück, es gibt einen phantastischen Vorstand, welcher für den Sportler und den Boxsport agiert, die Halle ist jeden Tag voll, Interessierte jeden Alters und jeder Nationalität sind herzlich willkommen und es liegt der Geruch von Boxen und nicht von Streitigkeiten in der Luft. Wir Sportler können uns endlich wieder auf das konzentrieren was uns wichtig ist und worum es eigentlich geht, den Sport.
echter nordhäuser54
21.10.2021, 17.42 Uhr
Es ist einfach nur schade so etwas zu lesen
Es ist einfach nur schade so etwas zu lesen was hier in Nordhausen los ist.Als ehemaliger aktiver Boxer welcher von 1965 bis 1978 bei Aktivist Nordhausen unter den Trainern Horst Kellner und Horst Stief sowie den Übungsleiter Klaus Wichmann das ABC des boxens erlernen durfte macht es mich traurig so etwas zu lesen.Auch unsere Trainingsbedingungen waren sehr eng und bedürftig.So titelte zB das Sportecho 1967 nachdem Manfred Kirchner Deutscher Meister wurde über die Turnhalle in der Ernst Thälmann Schule:Werden Deutsche Meister im dunkeln gemacht?.
Unzählige Sportler wurden durch Siege bei den verschiedenen Meisterschaften im Bezirk sowie der DDR in dieser Trainingshalle gemacht.Nordhausen war nicht nur im Bezirk Erfurt eine Macht.
Ich könnte eine ganze Reihe ehemaliger guter bis sehr guter Boxer aufzählen oder die volle Wertherhalle erwähnen wo immer unser Nordhäuser Publikum stolz auf seine Aktivist Boxer waren,die solch eine Situation Gott sei Dank nicht miterleben mußten.
Also versucht den guten Ruf wieder herzustellen,das wünsche ich mir und bestimmt ein großer Teil des Publikums.
dmfn
21.10.2021, 19.47 Uhr
Diese Umstände hat man von vorn herein gekannt.
Eigendlich hat man doch bestimmt bei Anmietung schon gewusst das das Objekt begrenzt ist und nicht den Platz bietet für 35 Personen die gleichzeitig Trainieren.
Warum hat man nicht den ehemaligen Gastraum als Krafzraum genutzt ? Sind sogar 2 Räume die gehören ja bestimmt.. t auch mit dazu.
Allen eine geeignete Trainingsmöglichkeit zu bieten ist nirgend möglich. Da müsste man sich schon eine grosse Halle mieten und diese so gestalten das sie für die Zwecke verwendet werden kann. Es stehen genug leer . Zb ehemalige Plus Markt in Salza , Starbowling könnte man auch wiederbeleben ect .
Wo ein wille ist ist auch ein Weg. Und wenn man die Augen aufhält findet man schon eine Lösung
Blitz&Donner
22.10.2021, 09.54 Uhr
BSG Verantwortliche selbst schuld an ihrem Dilemma
Die Verantwortlichen der BSG Altstadt haben sich diese Situation doch selbst eingebrockt, indem sie damals freiwillig und noch hinter dem Rücken des Abteilungsleiters den NSV Boxen verlassen haben. Dies geschah in dem Wissen, auch auf alles zu verzichten, was den NSV ausmacht. Nämlich eine große und starke Gemeinschaft mit einer eigenen Trainingshalle und dem dazugehörigen Equipment. Allem Anschein nach gab es aber damals ganz andere Pläne der BSG Herren. In einer heimlichen Abwerbeaktion wurde den Eltern der Kinder und Jugendlichen für den Austritt aus dem NSV und einem Beitritt zur BSG das Blaue vom Himmel versprochen. Es wurde den Eltern suggeriert, dass der NSV bald pleite wäre und da wo wir hingehen wird alles viel besser und schöner. Warum hat man nicht schon damals das Gespräch mit den NSV Verantwortlichen gesucht? Stattdessen ging man in einer Nacht-und Nebelaktion und stellte den NSV vor vollendete Tatsachen. Scheinbar hatten sich die BSG Herren damals ausgemalt, dass die verbliebenen NSV Boxer alles hinschmeißen und ihnen die Trainingshalle überlassen. Warum sollte man das tun, wer freiwillig geht sollte auch die Konsequenzen bedenken. Die Gruppe um A.D.S. wusste um den Verlust der Trainingsmöglichkeit für die Sportler, beim Austritt aus dem NSV. Warum lockt man dann Eltern u. Sportler zu einem anderen Verein, ohne sich vorher um eine angemessene Trainingsstätte zu kümmern? Die einzigen die unter so einem Missmanagement der BSG Verantwortlichen leiden, sind leider nur die Sportler. Im Gegensatz dazu, haben sich die NSV Verantwortlichen und die Abt. Boxen um den Erhalt und die Sanierung ihrer Trainingsstätte gekümmert. Es ist dank der Stadt und der SWG ein Schmuckstück entstanden, indem ca. 100 aktive Sportler in aktuell 5 Trainingsgruppen an allen Wochentagen trainieren. Und nun stellen sich die Verantwortlichen der BSG hin, die für ihre Misere selbst verantwortlich sind und wollen auf Augenhöhe mit dem NSV verhandeln? Es ist halt immer am einfachsten, seine eigenen Fehler unter den Tisch zu kehren und so zu tun, als wäre nie was gewesen. Alle anderen haben Schuld und nun helft uns mal. Das wäre wohl zu einfach. Dies ist meine Ansicht als Elternteil eines aktiven Boxers.
geloescht 20210103-1
23.10.2021, 15.34 Uhr
Kehrseite der Medaille
Ich finde es so traurig, dass eine Legende des Boxsports, das Urgestein des NSV Boxen, unser geschätzter Horst Stief, dieses unmögliche Verhalten einzelner Querulanten des BSG Altstadt noch miterleben musste. Ich weiß wie stolz er auf seinen Verein - sein Lebenstraum war und wie extrem traurig ihn diese Situation gestimmt hat. Wir alle haben miterlebt, wie enttäuscht und entsetzt er über das unangemessene, rücksichtslose egoistische Verhalten eines Herrn Dietrich-Scherfling war, über dessen unmögliches Verhalten gegenüber Mitgliedern, Boxern, Eltern und dem Nachwuchs. Dies zog sich durch alle Reihen, hat auch uns Boxerinnen & Boxer schwer berührt. Ich finde es einfach traurig, wie ein herausragender, phantastischer, bekannter Verein, welcher für eine top Ausbildung im Boxsport steht, wo die Liebe zum Boxsport durch "Alt-Eingesessene" weitergegeben und weiter gelebt wird, durch einzelne Personen so bösartig denunziert wird. Uns Sportler stimmt es traurig, wie in der Öffentlichkeit aus etwas so Guten, durch reinen Egoismus etwas Unschönens gemacht werden soll und wir alle sind froh, dass unser Vorstand vom NSV Boxen eine klare Linie fährt, für den Sportler und den Boxsport agiert und sich nicht auf die Streitigkeiten, Lügen und Intrigen einlässt. So verstehe ich die Überschrift dieses Artikels "Erbitterter Kampf neben dem Boxring" nicht. Der Kampf ist Einseitig und wird nur vom BSG Altstadt geführt. Wir Sportler kämpfen im Ring, Schlachten werden im Ring ausgetragen, aber scheinbar ist dies dem "Chef - Trainer" A. DS. nicht bewusst und genau das ist wohl der Grund, warum keiner von uns Sportlern seinen "mega tollen Neustart" gefolgt ist. Wer die besagten 25 Kinder sind, welche ihm gefolgt sein sollen, wird wohl immer das Geheimnis seiner Phantasie sein. Eine so glorreiche sportliche Tradition zerschlagen zu wollen, zeigt wieder einmal, dass es nicht um den Sportler, den Nachwuchs oder den Boxsport, sondern um Selbstdarstellung geht. Unter uns Sportlern sind so soviele verschiedene Nationalitäten, lassen uns ein phantastisches Team sein, ohne das wir die Öffentlichkeit damit blenden müssen. Für uns Sportler ist A DS. & Co. auch zukünftig keine Option, aus Liebe zum Sport.
geloescht 20211104
23.10.2021, 20.30 Uhr
Wer Wind sät . . . und anderen eine Grube gräbt . . .
Oh Schicksal, wie bist du doch so hart. Wenn ein Herr Dietrich-Scherfling und ein Herr Ostmann (welcher im Boxsport völlig unbekannt ist) vor so langer Zeit einen so gravierenden und scheinbar unüberlegten Weg gehen wollten, ohne Rücksicht auf langjährige Mitglieder und Ehrenamtliche, ohne Rücksicht auf Sportlerinnen und Sportler und deren Eltern, ohne Rücksicht auf das Ansehen des NSV Boxen und das Ansehen der Stadt, dann sollen diese Herren ihren Weg gehen und nicht weiter die Öffentlichkeit mit ihrer Inszenierung und Selbstdarstellung bespaßen. In scheinbarer Verzweiflung, einstige Ablehnung zum NSV plötzlich mit Ablenkung über eigenes Fehlverhalten in der Presse als "Gesprächsbereitschaft" darzustellen, ist wirklich ganz großes Kino. Ich bin grundsätzlich immer für sachliche Gespräche, ein vernünftiges Miteinander, Ehrlichkeit und Respekt und den Willen für einen Neubeginn. Hier jedoch wünsche ich ausschließlich dem NSV Boxen, den Mitgliedern, Sportlerinnen und Sportlern, allen Beteiligten, weiterhin einen klaren Kopf, alles erdenklich Gute für die Zukunft, viele tolle Erfolge für den Verein, für die Stadt und auf das sie weiterhin ihren tollen Weg gehen. Sie haben den Boxsport in Nordhausen gegen jeglichen "Sturm" für den Sportler und die Mitglieder verteidigt, Chapeau. Positive Nachrichten und sportliche Erfolge ist das, was wir Nordhäuser lesen wollen, uns was uns erfreut.
Den Herren des BSG möchte ich noch auf den Weg geben, in einem Verein sollte es immer um den Sport und die Sportler gehen und niemals um das eigene Empfinden. Jede Äußerung sollte gut durchdacht sein. 95 Sportlern und nur 500 Arbeitsstunden, 95 Sportler und 15000 Euro Sponsorengelder, aber kaum finanzielle Mittel. Bilder sagen manchmal mehr wie Worte und damit gebe ich meiner Vorrednerin recht, dass Egoismus nie ein guter Wegbegleiter ist.
alter Boxer
30.10.2021, 20.16 Uhr
Eigennutz und Geldnot
Guten Abend, die bereits geschriebenen Kommentare sind einfach nur Klasse. Das beschreibt alles, was im BSG Altstadt so verkehrt läuft. Ein Herr Ostmann, der nur durch seinen Sohn zum Boxen gekommen ist, ( der auch mehrere Monate nicht aktiv war) sich so profiliert ,ist einfach nur lächerlich. Ich, als ehemaliger Boxer (1980-1987) kenne Herrn Dietrich-Scherfling. Dieser so genannte Cheftrainer war unter vielen damaligen Boxern nicht gerade beliebt. Entweder du warst sehr gut, dann hat er dich gefördert oder du warst nicht so erfolgreich, dann hat er es dich spüren lassen. Ich finde die Haltung des NSV total richtig, solche Personen, die sich in einer Nacht und Nebelaktion vom NSV los gesagt haben, haben in diesen Verein nichts mehr verloren. Wenn beim BSG Altstadt die Trainingsbedingungen nicht mehr optimal sind, dafür kann der NSV nichts, diese Schuld liegt allein bei diesen 3 bestimmten Personen ( Herrn Dietrich-Scherfling, Herrn Ostmann und dem Sohn von Herrn Dietrich-Scherfling ). Die Boxhalle in der der NSV trainiert ist nicht ohne Grund zur Horst Stief Halle benannt worden. Wenn die Boxerinnen und Boxer vom BSG Altstadt optimal trainieren wollen , dann sollten sie den BSG Altstadt verlassen und zum NSV zurückkehren. Sie sind herzlich willkommen , nur die oben genannten 3 Personen sind nicht willkommen, da sie für diese Miesere mit den 2 Boxvereinen in der Boxstadt Nordhausen verantwortlich sind. Wenn diese 3 Personen nur durch Medien auf sich aufmerksam machen können, dann sind sie nicht fähig einen Verein zu führen. Durch die Darstellung in den NNZ-online und im MDR-Fernsehen über die Zustände ihrer Trainingsstätte wollen sie nur über die Hintertür und durch Mitleid in die Horst Stief Boxhalle zurückkehren . Für dieses Verhalten sollten die 3 Personen sich einfach nur schämen, denn sie machen sich so nur lächerlich.
Berserkertom63
31.10.2021, 19.14 Uhr
Einigkeit macht stark
Nur durch gemeinsame Ansichtspunkte kann man im Vorfeld etwas gemeinsames versuchen zu erwirken. Ein gegeneinander führt/führte immer zum Aus. Der Boxsport ist medial zur Nebensache mutiert. Die 90iger Jahre waren Top, aber nichts verheißt, eine neue Ära in Gang zu setzen. War die BRD derzeit zur Ikone aufgestiegen, muss es nicht bedeuten, dieses Ziel nicht erneut zu erreichen. Der weltweite Boxsport schlummert vor sich hin, bei einem Überangebot an Sportlern. Wenn auch aus Osteuropa, muss man nicht abwinken. Alles und leider wirklich alles hängt von der Finanzierung ab... Schade
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige