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Mi, 10:45 Uhr
17.11.2021
Hochschule Nordhausen

BEXUS geht in die nächste Runde

An der Hochschule Nordhausen herrscht derzeit Datenspannung - denn man ist sehr gespannt auf die Flugdaten, die Studierende der Nordhäuser Hochschule gerade analysieren. Nach dem im Jahr 2018 durchgeführten Experiment BEXUS-IMUFUSION konnten Nordhäuser Studierende erneut ein Experiment an einem Stratosphärenballon erfolgreich durchführen...

Das Foto zeigt die Studierenden J. Stephan, D. Bochmann, J. Jelonek und L. Gebken in Esrange an der Gondel mit den montierten Experimenten, im Hintergrund die Messspule mit Scherenarm zum Absenken der Spule nach dem Ballonstart.  (Foto: Torsten Lutz) Das Foto zeigt die Studierenden J. Stephan, D. Bochmann, J. Jelonek und L. Gebken in Esrange an der Gondel mit den montierten Experimenten, im Hintergrund die Messspule mit Scherenarm zum Absenken der Spule nach dem Ballonstart. (Foto: Torsten Lutz)

Das Team wurde neben anderen Europäischen Universitäten und Hochschulen für die Teilnahme am Programm REXUS/BEXUS ausgewählt.
Das Nordhäuser Experiment ELFI (Extremely Low Frequency and IMU) hatte das Messen extrem niederfrequenter Magnetfelder zum Inhalt. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit fand der Flug am 30. September im Esrange Space Center der Swedish Space Corporation (SSC) in Nordschweden bei Kiruna statt. Die Flugzeit betrug gut 5 Stunden, die maximale Höhe 27 km, die minimale Temperatur minus 61 Grad Celsius und der minimale Luftdruck 10 mbar.

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Nun analysiert man die mit einer großen Messspule und Elektronik aufgenommenen Daten in einem Spektrum bis etwa 70 Hz und ist daran interessiert, ob sich darin Anteile von 7 Hz (Schumannfrequenz), 16,7 Hz (Bahnfrequenz) und 50 Hz (Energieversorgung) befinden.

Alle Teammitglieder werden oder sind inzwischen Ingenieure oder Ingenieurinnen. Die Vielfalt der Studiengänge spiegelt die interdisziplinäre Aufgabe wider: Lars Gebken, Jonas Jelonek, Johanna Mohs, Jonas Stephan (Automatisierung und Elektronikentwicklung), David Bochmann, Oliver Schröder, Florian Seegel (Informatik), Benedikt Streicher (Elektrotechnik) sowie Jonas Penzler (Maschinenbau). Professor Viehmann und Professor Neitzke von der Hochschule Nordhausen standen dem Team erneut als Senior Scientists zur Seite.

„Ich spreche sicher im Namen aller, dass das Projekt nicht nur eine fachliche Herausforderung war. So etwas während des Studiums erleben zu dürfen, ist einmalig. Das zeichnet Nordhausen aus“, berichtet Lars Gebken.
Die Analyse der etwa 312 Megabyte aufgezeichneten Daten wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.
„Die Messtechnik habe ich Vortests unterzogen und war in der Nähe von Umspannwerken, unter Hochspannungsleitungen, im Bergwerk Wettelrode und im Wald. Nahezu überall konnten die 16,7 Hz und die 50 Hz gemessen werden. Ein erster Blick auf die Messungen am Stratosphärenballon lässt ein leichtes Pendeln der Gondel bei ruhiger Drift vermuten, neben den eigentlichen Felddaten eine hochinteressante Erkenntnis für die Bewertung der Ballondynamik“, erklärt Professor Viehmann.

Neben der Datenanalyse bereitet das Team die Präsentation des Projektes auf einem Symposium in Barcelona sowie auf dem Abschlusssymposium der ESA in Frankreich vor.

Gefördert werden die Studierendenprojekte durch das German Aerospace Center (DLR), die Swedish National Space Agency (SNSA), die European Space Agency (ESA), die Swedish Space Corporation (SSC) und das ZARM Bremen. Sponsoren des Nordhäuser Teams waren die IMG Nordhausen GmbH, die Dr. Dietrich Müller GmbH Ahlhorn, die Hermes Systeme GmbH Wildeshausen und die Coroplast Fritz Müller GmbH & Co. KG Wuppertal.

Autor: red

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