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Di, 16:54 Uhr
11.01.2022
„Kampf gegen den Klimawandel nicht auf dem Rücken der Menschen führen“

Habecks Windkraft-Plänen den Kampf ansagen

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat davor gewarnt, die energiepolitischen Ziele von Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck gegen die berechtigten Interessen von Bürgern und direkt Betroffenen durchzudrücken...

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„Die Bundesregierung darf die konkreten Lebensumstände und den Einfluss auf das Wohnumfeld der betroffenen Bürger nicht einfach beiseite wischen“, sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Gottweiss. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Voigt nannte die klimapolitischen Pläne Habecks „ein volkswirtschaftliches Großexperiment, das zur Deindustrialisierung führt und erhebliche Nachteile insbesondere für Familien und den Mittelstand im Osten bedeutet. „Der Kampf gegen den Klimawandel darf nicht auf dem Rücken der Menschen geführt werden. Deshalb brauchen wir eine Thüringer Energiekostenbremse, mit der sich die Landesregierung verpflichtet, vor einer Zustimmung zu Gesetzen im Bundesrat, die Einfluss auf die Höhe der Energiekosten haben, die Zustimmung des Landtags einzuholen“, forderte Voigt.

Gottweiss erklärte, mit seinen Plänen verkenne Minister Habeck, dass die Klagen und Proteste der Anwohner nicht aus der Luft gegriffen seien. „Die Probleme mit zu geringen Mindestabständen, Lärm, Schattenwurf, Infraschall, Artenschutz, Brandschutz und nachhaltigen Veränderungen der umgebenden Landschaft werden sich nicht einfach in Wohlgefallen auflösen, nur weil das Ministerium jetzt von einem grünen Minister geführt wird“, sagte Gottweiss. Konkret plant Habeck ein nationales Ausbauziel von 2 Prozent der Landesfläche und die Abschaffung der Mindestabstandsregelungen für Windräder.

Schutzgüter, die dem Bau von Windrädern oder anderen Anlagen zur Gewinnung von erneuerbaren Energien entgegenstehen, sollen künftig gegenüber dem „öffentlichen Interesse“ als nachrangig eingestuft werden, um das Genehmigungsverfahren zu erleichtern. „Die Akzeptanz für Anlagen dieser Dimension vor der Haustür wird sich so nicht gewinnen lassen. Und auch die langen Genehmigungsverfahren für die Windkraftanlagen sind in ihrem Umfang berechtigt, weil die Anlagen über viele Jahre das Leben und das Wohnumfeld der Anwohner nachhaltig prägen und die Selbstbestimmung der Menschen nicht ignoriert werden darf.“ Gottweiss nannte es „bedenklich, wenn individuelle Regelungen auf Landesebene durch zentralstaatliches Durchregieren einfach weggewischt werden sollen“.
Autor: red

Kommentare
Leser X
11.01.2022, 17.07 Uhr
Klimapolitisches Entwicklungsland
Gerade wegen der Scheinaktivitäten der die Regierung stellenden CDU in den letzten Jahrzehnten sind wir ja auf dem heutigen Stand. Man kann nicht immer nur vertagen und wegdrücken. Das schafft Reformstau, der energischeres Handeln geradezu erfordert.

Also, liebe CDU-Genossen: IHR habt's verbockt, und die Konsequenzen erleben wir heute und morgen. Wo bleibt eure christliche Demut vor euren Fehlern?
rageagainst
11.01.2022, 19.43 Uhr
Den…
…Umweltschutz muss man sich am Ende aber auch leisten können!!!

Die Menschen mit Aussagen wie „Klimaschutz kostet halt“ abzuspeisen , empfinde ich als falschen Weg!
rageagainst
11.01.2022, 19.43 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert.
Kobold2
11.01.2022, 20.16 Uhr
Die Schäden
Durch zunehmende Unwetterkatastrophen aber auch.
letztes Jahr für Deutschland 12,5 Mrd
Europa 46 Mrd
Weltweit 280 Mrd.
Menschenleben sind da nicht mit einbezogen.
Immerhin soll endlich der von den Vorgängern eingeführte Bremskeil, EEG Umlage, gestrichen werden.
Paul
11.01.2022, 21.39 Uhr
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henry12
11.01.2022, 21.40 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB.
DonaldT
12.01.2022, 09.49 Uhr
Habecks Windkraft-Plänen den Kampf ansagen
Vor ein paar Tagen kam die Stromabrechnung.
Offshoreumlage, für Anlagen, die nicht ans Netz angeschlossen sind - nur ein Beispiel.

Und die Windräder immer näher an die Orte! Haben sich die Grünen schon mal angehört, welch Lärm entsteht, wenn sich die Windräder drehen? Lärmschutz???

Aber die Menschen sind ihnen ja egal, sieht man an den Plänen von RRG in Thüringen.
diskobolos
12.01.2022, 09.57 Uhr
Die Frage ist doch...
wollen Sie ganz auf Strom verzichten oder wäre Ihnen ein KKW in Ihrer Umgebung lieber?
Harztorer
12.01.2022, 10.37 Uhr
und wieder glänzt die CDU mit energiewirtschaftlichem Unwissen!
Zumindest wenn es tatsächlich darum ginge die Energiekosten für den Bürger im Rahmen zu halten.
Aktuelle Preistreiber am Strommarkt sind und waren auch die letzten Jahre eben nicht die erneuerbaren Energien. Im Gegenteil, retten uns die stetig fallenden Stromgestehungskosten von EE verbunden mit niedrigen Börsenpreisprofilen momentan den Ar...!
Die schwarze Politik der Ausbaubremsen für EE der letzten gut 10 Jahre bescheren uns nun die Konsequenz der Preisexplosion an den Strommärkten. Genau dies prophezeien uns die energiewissenschaftlichen Experten seit Jahren, zumindest wenn sie nicht direkt auf der Gehaltsliste unter den RWE-Beratern stehen (sowie eben auch nachweislich unzählige CDU-Politiker).
Vielleicht sollte die rückständige Landes-CDU erst einmal in den eigenen Reihen, also beim CDU-Ableger "KlimaUnion e.V.", die dort mittlerweile entstanden Arbeitspapiere zu Gemüte führen, bevor sie weiter solche populistischen Fehlinterpretationen zur Energiewirtschaft verbreiten und uns damit in die fossile Hyperinflation zu führen versucht.
grobschmied56
12.01.2022, 11.12 Uhr
Wäre mir lieber...
... neben einem Kernkraftwerk zu wohnen, wenn dafür der Strompreis in bezahlbaren Dimensionen bleibt und die Elektroenergie zuverlässig rund ums Jahr zur Verfügung steht.
Vor etlichen Jahren habe ich übrigens meinen Sommerurlaub in Sichtweite eines Kernkraftwerkes verbracht (Stade, altes Land). Das qualmte nicht, stank nicht und machte auch keinen Lärm. Wie man sieht, habe ich es überlebt. Es ist mir auch kein drittes Auge auf der Stirn und kein sechster Finger an der Hand gewachsen.
Damals kostete Strom übrigens nur halb soviel wie heute.
Den Arbeitern AKW Stade war übrigens damals schon klar, was ihnen blühen würde. Sie hatten am Werktor ein großes Transparent angebracht, darauf stand:
'Heute wir, morgen ihr!'
Prophetische Worte!
Ob die Leute nach ihrer Entlassung alle in einer Windradmanufaktur unterkommen konnten, weiß ich leider nicht.
Normalerweise könnte man über die Grünen und ihren 'Windradfimmel' lachen, wenn es nicht unser Steuergeld kosten würde. Leider tut es das und zwar immer mehr. Dabei wird mit großer Geste mißachtet, daß mit derart unzuverlässiger Technik eine zuverlässige und stetige Stromversorgung nicht machbar ist.
Früher hat man über einen edlen Ritter gelacht, der mit runtergelassenem Visier gegen Windmühlen anrannte.
Heute lache ich über grüne Weltretter, die mit runtergelassenem Brett vor dem Kopf für Windmühlen kämpfen.
Flitzpiepe
12.01.2022, 11.47 Uhr
Dann melden wir (SDH, NDH) uns halt freiwillig
zur Unterbringung sämtlichen deutschen Atommülls in unseren Kalischächten. Mit den Mrd € als Fördergelder (unsere Steuergelder) entstehen in der Mitte Deutschlands 'blühende' Landschaften.
Gleich noch bei uns ein Atomkraftwerk dazu und schon wird der Strom wieder billig für alle.
Glaubt ihr das?
Wollt ihr das?
Wahrscheinlich beides Ja?
Na dann macht das! Dann könnten wir wieder mit günstigem Strom um uns schmeißen und die Konsequenzen betreffen uns nicht mehr, denn sie werden komplett auf zukünftige Generationen abgeladen.
Aber wir hatten es zumindest ein paar Jährchen wieder gut...
Real Human
12.01.2022, 13.13 Uhr
Welche Alternativen habt Ihr, Ihr „Alternativen“?
„Erstmal dagegen!“, das ist die Reaktion von Leuten, die offensichtlich aus ihrer kindlichen Trotzphase nie herausgekommen sind und es wohl auch nie werden. „diskobolos“ hat es angedeutet: „Strom kommt doch aus der Steckdose! Aber stellt mir ja keine Windmühle vor MEINEN Pool!“ Schlimmer noch: Selbst „Südlink“ ist in Dummingen – pardon, „Thüringen“! – ein Reizwort. Ihre Alternative scheint fast:

„Wir wollen unseren alten KAISER WILHELM wiederhaben!“ (Dabei nur ja nicht wieder in denselben Fluss steigen!)

Aber selbst der Horizont der Ökos scheint doch oft sehr be-Grenzt zu sein. Meine Gegenthese: Die größtenteils menschengemachte Klimakrise ist ein planetares Problem, das sich auch nur durch weltweite Maßnahmen lösen lässt. Am DEUTSCHEN WESEN soll wieder mal die Welt genesen? Soll/kann Deutschland allein das Weltklima retten? Man kann/soll mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn aber viel mächtigere Nationen nicht mitmachen wollen, wird man bald als belächelter Irrer einsam vorneweg laufen.

Eine viel effizientere Alternative zu Windparks ist die Energieproduktion in äquatornahen Wüstengebieten. Stichwort: DESERTEC.

„Die Wüsten der Erde empfangen in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem Jahr braucht.“, sagte der 2017 verstorbene Physiker Gerhard Knies.

Sicher muss man für solch ein Projekt sehr „dicke Bretter bohren“, z.B. die Transportprobleme (Wasser, Wasserstoff) und die politischen Verhältnisse (korrupte Regime, Islamismus) vor Ort überwinden. Es wäre eine Herausforderung für die Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock!

Eine ganz andere politische Herausforderung für die „Ampel“ wäre aber eine mögliche "DUNKEL-FLAUTE". Die könnte durch die VORZEITIGE Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke durchaus wahrscheinlicher werden!

@ Leser X:
Leider ist es für fast JEDEN Politiker absolut vorrangig, dass SEIN Allerwertester einen gut diätierten Sitzplatz „zum Wohle des Volkes“ behält. Beispiele gibt es viele, wirkliche Gegenbeispiele …?
grobschmied56
12.01.2022, 13.39 Uhr
Mal wieder die alten...
... Utopien, wie Desertec und Co. War von Anfang an ein tot geborenes Kind. Selbst wenn es technisch machbar wäre, wer wollte schon in solchen 'Wüstenländern' größere Summen investieren? Sonnenkollektoren aufstellen in einem Land wie Libyen? Wo Milizen mal von dieser, mal von jener Fraktion die Oberhand haben und nach Belieben sprengen, wenn noch zwei Steine übereinander stehen. Ehe ich in solchen Ländern Geld investiere, da kann ich es auch gleich im Ofen verheizen, die Energie ist mir dann wenigstens sicher.
Landarbeiter
12.01.2022, 14.34 Uhr
Atomkraft vor der Haustür.
So ein Atomkraftwerk vor der Haustür ist doch mal eine wirklich gute Idee. Das würde das herummeckern in Zeitungskommentaren für die eigene Restlaufzeit sicherstellen, denn man war ja hinterher nicht der, der diese dumme idee hatte. Ist wie beim impfen. Impfen ist fürchterlich, wird aber in irgend einem Kühlschrank ne Dose Impfstoff gefunden, wird hingerast und vollgetankt. Soviel zu Geschwätz und praktischer Tat. Hätte es vor der Bronzezeit nur solche Klienten gegeben, blieben Nicknamen wie Grobschmied heute unbesetzt.

Natürlich müssen neue Wege bei Energieversorgung gegangen werden. Weiter so geht nicht mehr. Solche Wege wie "Nordlink" müssen ausgebaut werden!
Real Human
12.01.2022, 15.46 Uhr
Ein interplanetarer Witz:
Treffen sich zwei Planeten im Weltall.
Sagt der eine zum anderen: „Du hast wohl Fieber?“
Sagt der andere: „Ja, ich habe Homo sapiens.“
Sagt der Erste: „Hatte ich auch mal. Geh' zum Arzt und lass' Dir Corona verschreiben.“

Vor allem @ grobschmied56:

Der eigentliche „Witz“ ist, dass es zu DESERTEC längst erfolgreiche Modellprojekte gibt, nämlich z.B. im Königreich(!) Marokko. Mit der Stromleitung durchs Mittelmeer nach Spanien ist es leider noch nichts geworden. „Aber erst mal [ver-]braucht Marokko den Strom aus erneuerbaren Energien für den eigenen Bedarf.“, schrieb ein skeptischer Jens Borchers am 15.10.2014 in „Marokko – Desertec stirbt, die Wüste lebt“ auf dlf-Archiv.

Später, am 25.07.2017, schreibt er unter „Marokkos ehrgeizige Energiepolitik / Das größte Solarkraftwerk der Welt“, optimistischer weiter:
„Der Solarkraftwerkskomplex wächst immer weiter. Und er wird effizienter. Bisher gelingt es, die durch die Sonne gewonnene Energie zu speichern. Das geschieht mit Hilfe einer flüssigen Salzmischung, die in großen Tanks gelagert wird. So kann auch noch drei Stunden nach Sonnenuntergang Strom geliefert werden. (...)“

Je weiter sich eine Gesellschaft entwickelt, um so weniger vom Gotteswahn indoktrinierte Kinder werden in der Regel von ihr hervorgebracht. Bis sich Vernunft durchsetzt, muss man religiöse Rädelsführer leider auch mal hart ran nehmen, solange man dabei selbst(!) sauber bleibt. (Kasachstan)

In entwickelteren Ländern wie Australien und Chile hat DESERTEC bessere Chancen.

„Desertec: Der Traum von der globalen Energiewende lebt weiter“, titelt das handelsblatt(!) am 13.07.2019! Und schreibt weiter: Erst im April [2019] verkündeten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD), dass „globale Herausforderungen sich nicht mit nationalen Alleingängen lösen lassen“. Für Europa heiße dies, dass man sich noch viel stärker als bisher mit den nordafrikanischen Nachbarn vernetzen müsse, betonte Maas auf einer internationalen Energiekonferenz in Berlin – Desertec 2.0 also.

Hoffen wir, dass sich Robert Habeck nicht so leicht von progressiveren(?) Wirtschafts-Liberalen überholen lässt!
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