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Do, 17:00 Uhr
26.02.2026
Wie sich der feste Blitzer in Nordhausen auswirkt

Weniger Unfälle, viel mehr Einnahmen

Die Nordhäuser Kreuzung Hallesche Straße/Taschenberg galt lange als gefährlichster Verkehrsknoten der Region. Seit fast einem Jahr soll ein fester Blitzer für mehr Sicherheit sorgen …

Nordhausens erster stationärer Blitzer wurde am 13. März 2025  in der Halleschen Straße stadteinwärts in Betrieb genommen. (Foto: agl) Nordhausens erster stationärer Blitzer wurde am 13. März 2025 in der Halleschen Straße stadteinwärts in Betrieb genommen. (Foto: agl)
Die Kreuzung Hallesche Straße/Taschenberg in Nordhausen war über Jahre hinweg Unfallschwerpunkt Nummer eins in ganz Nordthüringen. 39 Mal krachte es hier beispielsweise im Jahr 2019. Seit dem 13. März 2025 ist dort Nordhausens erster und bislang einziger fester Blitzer im Einsatz. Und der zeigt offenbar Wirkung.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilte, wurden bis zum Stichtag 6. Februar 2026 insgesamt 21.282 Geschwindigkeitsverstöße registriert. An 311 Tagen war der Blitzer aktiv. Das entspricht durchschnittlich rund 68 Auslösungen pro Tag.

Der bislang schnellste gemessene Fahrer war mit 88 Stundenkilometern unterwegs, erlaubt sind 30. Für die Betroffenen wird das teuer. Für die Stadt hingegen lohnt sich die Überwachung: 800.936,20 Euro nahm das Rathaus bislang an Bußgeldern an dieser Stelle ein.

Zusätzlich war die Stadt im vergangenen Jahr mit einem mobilen Messgerät im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Dabei wurden weitere 68.686 Euro an Bußgeldern erhoben. Die Einnahmen sind nicht zweckgebunden und fließen in den allgemeinen Haushalt. Wofür sie konkret verwendet werden, dazu könne man daher keine gesonderte Auskunft geben.

Deutlich weniger Unfälle und Verletzte
Die Grafik zeigt einen deutlichen Rückgang der Unfälle an der Kreuzung Hallesche Straße/Taschenberg. (Foto: Grafik: Polizei Nordhausen) Die Grafik zeigt einen deutlichen Rückgang der Unfälle an der Kreuzung Hallesche Straße/Taschenberg. (Foto: Grafik: Polizei Nordhausen)

Doch für die Verkehrssicherheit entscheidender als die Einnahmen ist die Entwicklung der Unfallzahlen. Bis 2019 wurden an der Kreuzung jährlich zwischen 35 und 40 Verkehrsunfälle registriert. In den vergangenen Jahren wurde laut Nordhäuser Polizei an mehreren „Stellschrauben“ gedreht, um die Zahl der Unfälle zu minimieren: Die Bepflanzung der Mittelinseln wurde zurückgeschnitten, um die Sicht zu verbessern. Aus Richtung Bielen wurde eine zusätzliche Einfahrt ins Gewerbegebiet auf Höhe der Jacob-Plaut-Straße geschaffen, damit Linksabbieger nicht bis zum Taschenberg fahren müssen. Hinzu kam eine weitere Ampel im Bypass am Taschenberg, außerdem wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert.

„Letztlich erbrachte die Überwachung der seit vielen Jahren festgelegten Geschwindigkeitsbeschränkung den Durchbruch und führte zu einer signifikanten Reduzierung von vormals zirka 40 auf elf Verkehrsunfälle im Jahr 2025“, teilte Polizeisprecher Kevin Clemen mit.
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Durch die geringere Geschwindigkeit konnte vor allem die Schwere der Unfälle minimiert werden: Unter den elf registrierten Unfällen im vergangenen Jahr habe es nur einen gegeben, bei dem Menschen verletzt worden seien. Im Jahr 2019, dem Spitzenjahr mit den meisten Unfällen, waren es 13 Verletzte.

Die Verkehrsunfälle, bei denen an dieser Stelle Menschen verletzt wurden, waren meist Konstellationen von Linksabbiegern, die mit geradeaus fahrenden Autos kollidierten, so der Sprecher weiter.

Insgesamt, so die Einschätzung der Behörden, hätten die verschiedenen baulichen und verkehrsrechtlichen Maßnahmen gemeinsam mit der Geschwindigkeitsüberwachung die Verkehrssicherheit an der Kreuzung deutlich verbessert.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
P.Burkhardt
26.02.2026, 18:23 Uhr
Schlimm genug,
dass die Überwachung (bei all den vernunftbegabten, alles wissenden und könnenden, autofahrenden Menschen) notwendig ist - umso besser, dass es funktioniert, wie die Entwicklung der Unfallzahlen zeigt.
Kobold2
26.02.2026, 19:06 Uhr
Beeindruckende
Spendenbereitschaft unter den Kraftfahrern.
ceasa2018
26.02.2026, 20:14 Uhr
Der eine Blitzer
reicht nicht,ich hätte vor der Ampel und auf der anderen Seite auch noch 2 installiert,wieviele fahren trotzdem schneller als 30 (vor und nach dem Blitzerkann ich jeden Tag beobachten).Mehr Blitzer sind mehr Einnahmen.
Zu den Einnahmen wollte ich gern noch Vorschläge machen,entweder gebt ihr es mal wieder unseren Mitbürgern oder es werden endlich mal ein paar Straßen hier in Nordhausen saniert und nicht nur geflickt.
Schillerstr.,Erfurter Straße vor der Unterführung und,und.und.......
ach eigentlich alle.
Gute Fahrt
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