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Mi, 12:18 Uhr
12.01.2022
Der Corona-Wochenrückblick

Corona-Plateau im Norden, neue Regeln für Omikron-Fälle

Die Corona-Zahlen für die Nordthüringer Kreise verharren auf "rotem" Niveau, mit leichter Tendenz nach unten. In Erwartung einer möglichen Omikron-Welle wurden in Erfurt neue Quarantäne-Regeln erlassen…

SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut) SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm (Foto: Robert-Koch-Institut)


Im Kreis Nordhausen hat man heute das Corona-Plateau der letzten Wochen verlassen. Seit Mitte vergangenen Monats pendelte man zwischen 300 und 400 Neuinfektionen im Wochenschnitt. Heute nun liegt man mit 226 Fällen in sieben Tagen erstmals unter der 300er Marke und verzeichnet damit eine Inzidenz von 274,1. Die Rate der Krankenhauseinlieferungen vor Ort liegt mit 9,7 wieder im gelben Bereich, was allerdings in den vergangenen Wochen immer wieder kurzzeitig der Fall war und der Erfahrung nach nicht von Dauer sein dürfte. Der dritte Wert für das Thüringer Frühwarnsystem ist die Belegung der Intensivstationen im Freistaat, die mit rund 25% ihren niedrigsten Wert seit Mitte November erreicht hat.

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Im Januar wurden in den Schnelltestzentren des Kreises bisher 7.135 Schnelltests durchgeführt. Das Nordhäuser Landratsamt meldet 32 Corona-Patienten in den zwei Krankenhäusern der Region, von denen elf intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Neun von 42 Intensivbetten sind aktuell nicht belegt.

In den letzten sieben Tagen hatte man im Kreis fünf weitere Todesfälle zu beklagen, was die Opferzahlen seit Beginn der Pandemie auf 91 bringt. Rund 1.100 Einwohner des Kreises befinden sich zur Zeit in Quarantäne. Mit Stolz verweist man im Landratsamt auch auf die Impfquote unter den Nordhäusern, welche diese Woche die 70 Prozent (Zweitimpfung) geknackt hat. Nach Erfurt und Weimar weist der Kreis damit die höchste Impfquote im Freistaat auf. Die Impfquote für den „Booster“ liegt mit 40,4 Prozent knapp hinter dem Eichsfeld (42,6), Erfurt und Weimar.

Die westlichen Nachbarn der Nordhäuser zählen aktuell 854 aktive Fälle (Vorwoche: 838). Das Landratsamt in Heiligenstadt registriert für 20 Corona-Patienten, die stationäre behandelt werden müssen, darunter sieben schwere Verläufe. Die Intensivkapazitäten des Landkreises sind laut Intensivregister vollends ausgeschöpft, es gibt keine freien Betten. Die Zahl der Corona-Opfer erhöhte sich im Wochenverlauf um drei Verstorbene auf 299.

Im Kyffhäuserkreis hat man in den letzten Tagen tendenziell weniger Neuinfektionen als zuletzt gezählt. Im Wochenverlauf kam man im Kreis auf 193 frische Coronafälle. Dafür liegt die Hospitalisierungsrate mit 16,3 im Vergleich mit den Nachbarkreisen weiterhin recht hoch. In den letzten sieben Tage waren neun Verstorbene zu zählen, was die Gesamtzahl der gestorbenen Einwohner auf 199 bringt. Dem Intensivregister zufolge ist eines der sechs Intensivbetten im Kreis frei, wobei drei Corona-Infektionen intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Die Quote der Zweitimpfungen liegt im Kyffhäuserkreis bei knapp 60 Prozent, rund 30 Prozent der Bevölkerung ist „geboostert“.

Im Unstrut-Hainich-Kreis haben sich etwa 36 Prozent der Einwohner ihre dritte Impfung abgeholt, die Rate der Zweitimpfungen liegt bei 65,7 Prozent. Auch hier zählt man mit 523 Meldungen weniger aktive Fälle als in der Vorwoche (648). Das Mühlhäuser Landratsamt gibt die Zahl der stationären Behandlungen mit 22 an (Vorwoche: 29), wobei 12 schwere Verläufe behandelt werden müssen (Vorwoche: 12). Insgesamt 642 Einwohner befinden sich Quarantäne. Nur eines der 15 Intensivbetten im Kreis ist aktuell unbelegt.

Omikron auf dem Vormarsch?
Die Omikron-Variante des Corona-Virus wurde anhand von Proben aus dem Dezember bereits im Thüringer Abwasser nachgewiesen. Inzwischen gibt es konkretere Zahlen. Laut Robert-Koch-Institut wurden in Thüringen bisher 63 Omikron-Fälle nachweislich sequenziert und 320 Verdachtsfälle gemeldet. Für die Region Nordhausen wurden laut Landratsamt bisher drei Omikron-Fälle sequenziert nachgewiesen, für den Kyffhäuserkreis werden vier, für das Eichsfeld sechs Fälle angegeben.

Für nachgewiesene Omikron-Fälle und deren Kontaktpersonen gelten seit heute neue Quarantäne-Regeln. Die Isolationsdauer beträgt demnach 10 Tage, nach sieben Tagen können sich Betroffene aber durch die Vorlage eines negativen Befundes „freitesten“. Die Neuregelungen im Detail finden sich hier .

Die hier zusammengetragenen Zahlen basieren auf den Meldungen der Landkreise, Daten des Thüringer Gesundheitsministeriums und des DIVI-Intensivregisters.
Angelo Glashagel
Autor: red

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