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Mo, 15:03 Uhr
16.05.2022
Die IHK und die TEN diskutierten:

Mögliche Perspektiven Nordthüringer Energienetze

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und die TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG diskutierten mögliche Perspektiven der Energienetze in Nordthüringen...

Zum offenen Austausch trafen sich Nordthüringer Unternehmen der Energiedienstleistungsbranche mit Vertretern der TEN. „Unsere Mitgliedsunternehmen hatten Gesprächsbedarf signalisiert, da langandauernde Bearbeitungszeiten bei Netzanschlussanträgen zu erheblichen Hemmnissen geführt haben“, erklärt Christian Böduel, Leiter der Nordthüringer Regionalbüros der IHK Erfurt.

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„Gegenseitiges Verständnis ist wichtig und Voraussetzung für konstruktive Dialoge“, begrüßt Ulf Unger, Geschäftsführer der TEN, die Gesprächsanfrage und räumt gleichzeitig ein: „Die Dauer der Antragsbearbeitung ist einfach zu lang. Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck an verschiedenen Lösungsansätzen.“

Derzeit liegt eine hohe Anzahl an Anträgen zum Photovoltaik-Anschluss vor. Ursache hierfür ist vor allem eine signifikante Erhöhung der Zahl eingehen-der Anträge. 2021 waren es rund 3.200 Anträge für den Anschluss von PV-Anlagen mit einer Leistung bis 30 Kilowatt - das fast Vierfache der Anträge auf Zuschaltung einer PV-Anlage wie noch im Jahr 2015. In der Mittelspannung (20 Kilovolt) hat sich bei den großen PV-Anlagen (meist Freiflächenanlagen) mit Leistungen über 30 Kilowatt die jährlich angefragte Netzleistung seit 2015 mehr als verzehnfacht. Erschwerend hinzu kommen aktuell Lieferengpässe und Preisanstiege bis zu 50 Prozent sowie Lieferzeiten bis zu einem Jahr für Elektromaterial, das zum Anschluss von PV-Anlagen erforderlich ist.

Jedoch ist die TEN zur Abhilfe bereits umfassend aktiv geworden. Die Zahl der Mitarbeiter, die sich um die Anmeldung der PV-Anlagen kümmern, wurde deutlich aufgestockt und auch externe Dienstleister, die bei der Abarbeitung der Anfragen unterstützen, wurden gebunden und speziell geschult. Auch ist eine Vereinfachung und Beschleunigung der Bearbeitungsprozesse angestoßen worden. Mithilfe dieser Stellschrauben konnte für die meisten der kleinen PV-Anlagen bis 30 Kilowatt die Bearbeitungszeit für den Netzanschluss durch die TEN wieder reduziert werden - allerdings noch nicht im angemessenen Bereich.

Um perspektivisch die Kundenanträge schneller zu bearbeiten und die Energienetze in Nordthüringen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu stärken, wollen die Gesprächspartner im regelmäßigen Austausch bleiben. „Wir begrüßen die kontroversen und wichtigen Gespräche. Mit der Expertise der lokalen Wirtschaft und dem Management der Thüringer Energienetze können wir die aktuellen Herausforderungen passgenauer und transparenter angehen“, sind sich sowohl Unger und Böduel als auch die Unternehmer einig.
Autor: red

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