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So, 08:35 Uhr
19.06.2022
Naturschützer rufen zur Hirschkäfersuche auf

Hirschkäfern in Thüringen auf der Spur

Hirschkäfer sind in Thüringen stark gefährdet und es gibt nur noch einzelne Vorkommen. Um mehr über die Anwesenheit dieser schönen Käferart zu erfahren, rufen der NABU Thüringen und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) auch in diesem Jahr zur "Hirschkäfersuche" auf...

Obwohl diese Käfer recht groß sind, bekommen nicht viele Menschen diese imposanten Tiere zu Gesicht. Dadurch halten sich die Nachweise leider sehr in Grenzen. Das war auch ein Grund, weshalb die Naturschutzfachbehörde vor einigen Jahren, zusammen mit dem NABU, die "Hirschkäfersuche" zur Erfassung von Zufallsfunden ins Leben gerufen hat. Neben den eigentlichen Nachweisen sind für den Artenschutz auch die Daten zur Phänologie wichtig. Erste Hirschkäfer wurden dem TLUBN bereits gemeldet.

Solche Duelle zwischen Hirschkäfermännchen sind in Thüringen selten geworden (Foto: NABU Thüringen) Solche Duelle zwischen Hirschkäfermännchen sind in Thüringen selten geworden (Foto: NABU Thüringen)


Die Meldungen werden im Fachinformationssystem (FIS) Naturschutz des TLUBN erfasst und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage und dadurch auch zum Schutz dieser Käfer.

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Am besten können die imposanten Hirschkäfer in der Dämmerung zwischen Mitte Mai und Anfang August beobachtet werden. Insbesondere in den Hauptverbreitungsgebieten lassen sich die Hirschkäfer aber auch tagsüber blicken. Als eine der wenigen Käferarten nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie), sind Hirschkäfer europaweit geschützt. Schon aus diesem Grund sollten die Hirschkäfer bei der Suche nicht gestört werden.



Damit die Experten des TLUBN und des NABU Verwechslungsmöglichkeiten mit ähnlichen Käfern ausschließen können, sind Fotos als Beweis und Beleg für die Richtigkeit der Meldung unabdingbar. So sind Hirschkäfer schon mit Nashornkäfer, Balkenschröter, Eremit, großen Bockkäfern oder auch dem Lederlaufkäfer verwechselt worden.

Eine direkte Meldung des Fundes kann über die "Umwelt-App" für Thüringen unter http://www.tlug-jena.de/meine-umwelt/index.html erfolgen. Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung, gegebenenfalls dem Geschlecht, der Anzahl der Tiere sowie Fotos sollten nicht fehlen.

Darüber hinaus sind Angaben zu möglichen Beeinträchtigungen oder sonstige Beobachtungen zum Lebensraum sehr hilfreich, aber keine Bedingung für die Meldung. Im Zweifelsfall wird von Seiten des TLUBN Unterstützung angeboten.

Hirschkäfermeldebogen, Artensteckbrief und weitere Informationen finden Sie über das TLUBN unter: https://tlubn.thueringen.de/fileadmin/000_TLUBN/Naturschutz/Dokumente/1_zool_artenschutz/arten_erfassungsprogramm/Hirschkaefermeldebogen_20191112.pdf;

https://tlubn.thueringen.de/fileadmin/000_TLUBN/Naturschutz/Dokumente/artensteckbriefe/kaefer/artensteckbrief_lucanus_cervus_3_141209.pdf;

sowie auf der betreffenden Seite des NABU Thüringen unter www.NABU-Thueringen.de/Hirschkaefersuche
Autor: red

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