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Sa, 09:24 Uhr
20.08.2022
Aktueller Bericht von Scoperty

Immobilienpreise in Thüringen weiter angestiegen

Die Immobilienpreise in Thüringen sind im zweiten Quartal 2022 noch einmal leicht gestiegen. Im Landesschnitt kostet der Immobilienquadratmeter im zweiten Quartal 2022 1.523 Euro und ist damit etwa drei Prozent teurer als im ersten Quartal (1.473 Euro)...

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Thüringen bleibt damit nach Sachsen-Anhalt das günstigste Bundesland, was den Kauf von Immobilieneigentum angeht. Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht von Scoperty (www.scoperty.de) hervor. Trotz der Preisanstiege kommt die von den Notenbanken im Zuge der Inflationsbekämpfung herbeigeführte Zinswende langsam auch am Immobilienmarkt an.

Sinkende Preise gibt es in Thüringen bisher nur sehr vereinzelt. In Kauern im Landkreis Greiz gingen die Preise laut Scoperty um durchschnittlich zwei Prozent zurück im Vergleich zum Jahresbeginn. Die stärksten Preisanstiege lassen sich im zweiten Quartal im Ilm-Kreis beobachten. Dort zogen die Preise ungeachtet des veränderten Zinsumfelds und der wirtschaftlichen Lage um rund sechs Prozent an.

„Steigende Zinsen, höhere Energiekosten und eine zunehmende Inflation werden am thüringischen Immobilienmarkt nicht spurlos vorbeigehen“, sagt Stefan Kellner, CEO von Scoperty. In vier Gemeinden im Land sind die Preise laut Scoperty im zweiten Quartal leicht zurückgegangen. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum – also im ersten und zweiten Quartal 2021 – gab es Preisrückgänge in 34 Orten. „Obwohl wir noch keine großen Preiseinbrüche in der Fläche beobachten können, merken wir doch, dass sich der Markt in einigen Teilen der Republik wandelt“, erläutert Kellner und ergänzt. „Vor allem in Bundesländern, die zuletzt überdurchschnittlich hohe Preisanstiege zu verzeichnen hatten, ist der rasante Anstieg vorerst ausgebremst. In Thüringen macht sich das bisher noch nicht großflächig bemerkbar. Sieht man sich aber einzelne Angebote an und die zunehmende Menge der Offerten etwa in der Landeshauptstadt Erfurt, wird klar: Die Preisabschläge, mit denen Verkäufer derzeit rechnen müssen, sind deutlich höher als die aktuellen Angebotspreise und das, was anhand von Preisstatistiken ersichtlich wird. Gespräche mit Maklern und Verkäufern bestätigen ein sich änderndes Stimmungsbild im dritten Quartal. Vor allem in Städten wie Erfurt, wo die Preise in den letzten Jahren stark nach oben gegangen sind. Man darf gespannt sein, ob die Veränderungen im nächsten Quartal in den Statistiken sichtbar werden.“

In welchen Regionen noch günstige Immobilien zu haben sind
Im Durchschnitt am günstigsten finden Kaufwillige Wohneigentum im gleichzeitig bundesweit am günstigsten Landkreis Kyffhäuserkreis (891 Euro/ Quadratmeter) sowie im Saale-Orla-Kreis (987 Euro / Quadratmeter).

Hoffen auf Entspannung in den Städten
Bis das Immobilienpflaster auf Thüringens teuersten Märkten abkühlt, müssen sich Käufer noch etwas gedulden. Laut Scoperty-Analysen sind die Immobilienwerte in Jena im zweiten Quartal um rund zwei Prozent gestiegen. In Erfurt legten sie rund drei Prozent zu. Aktuell kostet der Quadratmeter Wohneigentum in Jena 2.808 Euro, in Erfurt 2.699 Euro. In der landesweit teuersten Gemeinde Großlöbichau legte der Quadratmeterwert um rund vier Prozent auf 2.912 Euro zu.

„Obwohl auch die Metropolmärkte in Thüringen von aktuellen wirtschaftlichen und politischen Geschehnissen auf mittlere Sicht nicht verschont bleiben wird, gibt es immer nach wie vor Immobilien, die extrem begehrt sind“, sagt der Immobilienexperte Kellner. In den nächsten Monaten wird sich nach seinen Worten zeigen, wie viele Käufer angesichts steigender Finanzierungskosten mittel- und langfristig in der Lage sein werden, beim aktuellen Marktniveau Wohneigentum zu finanzieren. Bei Kreditzinsen um drei Prozent sind die Kredite für Normal- und Besserverdiener kaum mehr zu stemmen. Anders noch zu Jahresbeginn, als Kreditzinsen um ein Prozent für geringe Kreditraten gesorgt haben.
Autor: red

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