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Mi, 13:00 Uhr
05.10.2022
Aus dem Landtag

Fristverlängerung bei Grundsteuer ist möglich

Die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung soll um sechs Monate verlängert werden. Die Freien Demokraten im Thüringer Landtag fordern von der Minderheitsregierung, auf ein Gesprächsangebot von Bundesfinanzminister Christian Lindner einzugehen...

„Wie viel Verzweiflung und wie viele Hilferufe braucht es eigentlich noch, bis R2G handelt? Ein Staat, der von seinen Bürgern das aus ihrer Sicht Unmögliche verlangt, verliert den Respekt“, sagt Thomas L. Kemmerich.

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„Nicht nur viele Menschen sind überfordert, den bürokratischen Aufwand zu stemmen. Selbst Kommunen sehen sich nicht in der Lage, die auch von ihnen geforderten Erklärungen fristgemäß bis 31. Oktober abzugeben. Eine Fristverlängerung ist mehr als überfällig.“

Bundesfinanzminister Christian Lindner will in dieser Woche mit den Bundesländern diesbezügliche Gespräche führen. Die Fristsetzung beruht nicht, wie mitunter kolportiert wird, auf einer bundesgesetzlichen Regelung, sondern auf Festlegungen der Bundesländer. Die FDP im Thüringer Landtag hatte erstmals im Juni 2022 eine Verlängerung der Abgabefristen angemahnt.
Autor: red

Kommentare
Fönix
06.10.2022, 04.58 Uhr
Da bin ich mal gespannt,
ob der Thüringer LANDtag seinem Namen gerecht wird und die unbedingt notwendige Fristverlängerung auch tatsächlich einräumt. Für mich war diese Terminvorgabe von vornherein völlig daneben. Sie kann nur von weltfremden Großstadtkindern ausgebrütet worden sein. Die überwiegende Mehrheit der Bürger im ländlichen Raum hat im Sommerhalbjahr Besseres zu tun als Akten zu wälzen und per Mail (telefonisch sind sie eh nicht zu erreichen!) mit Behörden zu kommunizieren. Dafür sind die langen Winterabende da. Das Gleiche gilt übrigens auch für die "normale" Steuererklärung.

Ich bin mal gespannt, ob unsere Parlamentarier noch rechtzeitig erkennen, dass der brave rechtschaffende Bürger auf dem Land und in der Kleinstadt neben seiner (meist wertschaffenden) Berufstätigkeit im privaten Bereich in seiner Freizeit noch einen zweiten übrigens unbezahlten Job ausübt. Mit der Bewirtschaftung eines Gartens versorgt er sich oftmals nicht nur mit leckerem gesundem Obst, Gemüse und/oder entsprechenden tierischen Produkten, sondern über verschiedenste Verarbeitungsstufen (Räuchern, Einlegen, Einkochen, Einfrieren, Mosten etc.) auch mit einem vitaminheischenden Wintervorrat. Nebenher trägt der Kleingärtner genauso wie der Nebenerwerbslandwirt in erheblichen Maße auch zu einer gesunden Biodiversität und damit auch zur Artenvielfalt bei. Viel mehr jedenfalls als die ganzen Sesselpubser, die zwar große Klappe aber in Wirklichkeit keine Ahnung vom realen Leben haben.

Dass das Bewirtschaften von eigenen oder gepachteten Gärten und Ackerflächen vom Frühjahr bis zum Spätherbst enorm viel Zeit und Kraft aller Familienmitglieder in Anspruch nimmt, scheint sich bei unseren Damen und Herren Politikern samt ihrem handlangernden Beamtengefolge jedenfalls noch nicht herumgesprochen zu haben. Woher sollen sie es denn auch wissen? Es ist ja viel einfacher, den Chauffeur des Dienstwagens bei Gelegenheit oder Bedarf am nächsten Biohof links abbiegen zu lassen, um vom üppigen steuerfinanzierten Salär mal schnell ein paar Euronen abzuzweigen und einfach fertiges Obst, Gemüse, Käse, Wurst sowie Most, Saft oder auch Wein und Likör einzukaufen. So ist das Leben schön und das Ökogewissen wurde auch gleich noch beruhigt...
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