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So, 08:25 Uhr
23.10.2022
Arbeitskreis Auenwälder

Verband fordert verstärkten Schutz der Helme

Im Rahmen von zahlreichen und länderübergreifenden Fahrradexkursionen entlang der Helme, des Helmestausees, der Zorge und Teilen der Thyra im Raum zwischen Nordhausen, Berga, Kelbra und Auleben greift der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder immer wieder intensiv das Thema Schutz und Entwicklung des Gesamtgebietes auf...

Dabei stellt der AHA immer wieder heraus, dass die ca. 74 km lange Helme einst zu den arten- und strukturreichsten Flüssen Mitteldeutschlands gehörte. Insbesondere prägend waren die umfassenden Mäander und der durchaus damit verbundene Fischreichtum. In Folge eines starken Sommerhochwassers im Jahre 1956 nahm man massive Begradigungen vor sowie errichtete in den Jahren 1962 bis 1965 ein Stausee mit einem Fassungsvermögen von 35,6 Millionen Kubikmeter, welcher offiziell im Jahre 1969 seine Eröffnung erfuhr.

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Im Zusammenhang mit den dringend erforderlichen Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen hält es der AHA ebenfalls für sehr sinnvoll bzw. dringend notwendig, eine sehr komplexe, wissenschaftlich fundierte Schutz- und Entwicklungskonzeption für die ca. 74 km lange Helme, die 39,6 km lange Zorge, die ca. 20 km lange Thyra, die ca. 17 km lange Gonna sowie für die insgesamt 22,8 km lange Rohne und ihrer Einzugsgebiete sowie direkt angrenzender Räume entwickeln zu lassen.

Dabei sollte auch die Wirkung und perspektivische Entwicklung des Helmerückhaltebeckens Bestandteil und Inhalt der Untersuchungen sowie eine wirksame Verhinderung des Eintrages von Verunreinigungen aller Art sein.

Als Partner können dazu die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Hoch- schule Anhalt in Bernburg und die Fachhochschule Nordhausen dienen. Der AHA ist bereit im Rahmen seiner ehrenamtlichen und gemeinnützigen Möglichkeiten diese wissenschaftliche Bearbeitung zu initiieren und zu begleiten.

Perspektivisch kann sich der AHA vorstellen, dass in Kelbra eine Helme-Konferenz statt- findet, wo Politik, Verwaltung, Wissenschaft sowie die Bevölkerung und Interessenten und ihre Initiativen und Vereine gemeinsam über die Entwicklung des ca. 74 km langen Flusses und seines Einzugsgebietes beraten können.

Ziel muss es dabei sein, alle Interessen und Notwendigkeiten ökologisch nachhaltig zusammenzuführen. Im Rahmen der Fahrradexkursion am 26.10.2019 tauschte sich die Exkursionsgruppe dazu auch mit dem Geschäftsführer des Kreisanglerverbandes Sangerhausen Frank Gabriel aus. Man kam überein so schnell wie möglich das Thema zu konkretisieren. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) (AHA) musste immer wieder feststellen, dass das einstige Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

des Landes Sachsen-Anhalt sich hartnäckig weigerte den gemeinnützigen und ehren- amtlichen Verein zum Runden Tisch -Talsperre Kelbra einzuladen. Bereits zu der Auftaktveranstaltung am 25.06.2020 hatte das einst grüngeführte Ministerium den AHA nicht eingeladen. Eine Antwort, nach welchen Kriterien die Auswahl der Teilnehmenden erfolgte bleibt der zuständige Referatsleiter Hochwasserschutz, Gewässer- und Anlagenunterhaltung schuldig.

Dabei sei darauf hingewiesen, dass das Umweltbundesamt gemäß § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz Anfang Juni 2019 den Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) als Umwelt- und Naturschutzvereinigung mit den damit verbundenen Mit- wirkungs- und Klagerechte anerkannt hatte.

Daher fordert der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) (AHA) nun- mehr und mit Nachdruck den Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD) auf, den Verein bei Fortsetzung bzw. Neuauflage zum Runden Tisch -Talsperre Kelbra einzuladen und somit die bisherige inakzeptable Ausgrenzungspraxis und Hinhaltepolitik zu beenden.

Darüber hinaus möchte der AHA auf folgende Fahrradexkursion hinweisen, zu welchen alle Interessenten und Verantwortlichen recht herzlich eingeladen sind:

Samstag, den 29.10., um 10.00 Uhr
Fahrradrundexkursion zur Helme, zum Helmestausee bei Berga-Kelbra und zur Thyra
Treff : Bahnhof Berga-Kelbra
Ende: Bahnhof Berga-Kelbra
Dauer: ca. 4 Stunden
Hinweis: Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Auf Grund der vielfältigen, sehr bedeutsamen Aufgaben zum Schutz, Erhalt und Entwicklung der Helme, ihrer Aue, ihres Einzugsgebietes, Nebengewässer und angrenzen- den Gebiete beabsichtigt der AHA eine länderübergreifende Arbeitsgruppe Helme bzw. Regionalgruppe Nordhausen-Sangerhausen zu bilden, welche ehrenamtlich Interessierten die Möglichkeit eröffnet, sich im Interesse des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes einbringen zu können.

Wer Interesse hat, wende sich bitte an folgende zentrale Anschrift:

Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. – (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)
E-Mail AHA: aha_halle@yahoo.de
Internet: https://www.web-conzept-mn.de/
Autor: red

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Kommentare
Fönix
23.10.2022, 12:49 Uhr
Nun ja, diskobolos, schwarz auf weiß lesen Sie hier, wie die DUNKELGRÜNE Mafia
im politischen Tagesgeschäft tatsächlich agiert und die Zusammenarbeit mit jedem ablehnt, der nicht 100-prozentig auf ihrer Linie liegt. Dabei kämpft der renommierte AHA fachlich kompetent für den Erhalt und die Entwicklung natürlicher Strukturen im Einzugsgebiet der Helme, länderübergreifend und seit vielen Jahren, egal, welche politische Partei gerade das Zepter schwingt.

Aber das in der letzten Legislaturperiode von der TIEFDUNKELGRÜNEN Dalbert geführte Umweltministerium in Magdeburg hat, um aufkommende Diskussionen im Keim zu ersticken, gemeinsam mit dem ebenso TIEFDUNKELGRÜNEN NABU den Runden Tisch zum Stausee Kelbra in’s Leben gerufen und vorrangig mit Erfüllungsgehilfen besetzt. Auch einzelne kritische Stimmen wurden zugelassen, aber nur auf Plätzen in der letzten Reihe, wo sie ihre Interessen natürlich nicht zur Geltung bringen konnten. Ein fataler Fehler, denn mit der von Dalbert nach Gutsherrenart angewiesenen Totalentleerung des Stausees wurden tausende Tonnen (!) Schlamm mobilisiert, die das ablaufende Wasser in die Helme gespült hat. Dieser Schlamm hat sich u.a. über die Kiesbänke gelegt und dort jegliches Leben im Keim erstickt.

Dies ist umso tragischer, weil in der Helme kurz zuvor lange Jahre verschollene, in ganz Deutschland seltene geschützte Molluskenarten nachgewiesen werden konnten, deren Existenz durch das verantwortungslose Handeln der DUNKELGRÜNEN Umweltfrevler nun wieder hochgradig gefährdet ist. Genauso wie viele andere seltene und schützenswerte Tierarten auch, dabei haben die Helmebiotope in der Goldenen Aue unterhalb ebenso wie die Stauseeregion einen hohen Schutzstatus. Ich habe in der nnz mehrfach im Detail auf alle Zusammenhänge hingewiesen.

Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich freue ich mich auch über die majestätischen Kraniche in der Goldenen Aue. Aber sie sind mittlerweile so häufig, dass sie aktuell deutschlandweit nicht mehr geschützt sind. Die DUNKELGRÜNE Mafia will trotzdem einen Kranichzoo, weil er sich politisch vermarkten lässt und nimmt dafür dramatische Kollateralschäden in Kauf. In meinen Augen kriminell, traurig und armselig zugleich. Vielleicht können Sie meine abgrundtiefe Verachtung jetzt etwas besser verstehen …
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