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Di, 08:20 Uhr
05.12.2023
48. Harzer Hunderter

Über Schnee und Eis

Der Glühwein auf dem halleschen Weihnachtsmarkt wurde nicht mehr angesteuert: Aber der 48. Südharz-Hunderter wird als einer der wenigen Südharzer Schnee- und Eishunderter in Erinnerung bleiben...

100 Kilometer schlittern, stapfen durch Schneewehen und rutschen, aber das Ganze garniert mit tanzenden Schneeflocken und Sonnenglitzern in frisch gefallenem Schnee, das gibt die wetterbedingte Vielfalt der jüngsten Langstreckenwanderung gut wieder.

Im Alten Stolberg erschwerten umgestürzte Bäume zeitweise das Vorankommen (Foto: Bodo Schwarzberg) Im Alten Stolberg erschwerten umgestürzte Bäume zeitweise das Vorankommen (Foto: Bodo Schwarzberg)


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Die insgesamt sieben Teilnehmenden zeigen trotz dieser Verhältnisse und aufwändig zu umgehender, frisch umgestürzter Bäume im Alten Stolberg auf den Fotos fast immer ein sportliches Lächeln. Dass wir die geplanten Zeiten würden einhalten können, das war wegen des Schneebruchs zunächst nicht absehbar. Aber dank der Kondition der Starter und der bei den Südharz-Hundertern recht großzügigen Pufferzeiten konnte der Wanderplan fast durchweg erfüllt werden.

Dabei unterschied sich das Gehen mitunter deutlich vom Gewohnten: Ständig wurde unser Gleichgewichtssinn gefordert, was auf dem mit nur einer dünnen Schneedecke bedeckten Eis mitunter zu akrobatischen Körperhaltungen führte. - Die aber, gepaart mit Reaktionsschnelligkeit, letztlich größere Stürze ebenso verhinderten, wie lethargisches Vorsichhindämmern in der 14 Stunden währenden Dezemberdunkelheit. An Abschalten war nicht zu denken.

Abschalten konnte man aber durchaus die Taschenlampen. Denn der Schnee reflektierte das nächtliche Himmelsleuchten oft ausreichend, um den Weg erkennen zu können.

Kein Glühwein auf dem Eisleber Weinachtsmarkt am Sonntagmorgen gegen fünf Uhr. (Foto: Bodo Schwarzberg) Kein Glühwein auf dem Eisleber Weinachtsmarkt am Sonntagmorgen gegen fünf Uhr. (Foto: Bodo Schwarzberg)


Der Advends-Hunderter nach Halle war aber natürlich auch wegen der zahlreichen weihnachtlich geschmückten Häuser und Gärten wieder ein besonderes Erlebnis, wobei der große, Elektrokerzenbehangene Hergisdorfer Weihnachtsbaum besonders positiv auffiel.

Und natürlich auch der geschmückte, einzige von uns passierte Weihnachtsmarkt der Tour in Eisleben, auf dem wir früh um 5 ohne Wartezeit hätten einen Glühwein bekommen können. Theoretisch.

In Erinnerung wird uns gewiss auch die nächtliche Pause bei einem Wanderfreund in Hergisdorf zuvor gegen drei Uhr bleiben, da es uns die dortige Gemütlichkeit und die liebevolle Bewirtung besonders schwer machte, wieder in die winterliche Kälte aufzubrechen.

Die sportliche Truppe war altersmäßig und geografisch breit gefächert: Heiko Schilling aus der Nähe von Mainz hatte die weiteste Anreise zum Start am Sonnabend um 11.30 in Nordhausen. Und Kay Schaare aus Eisleben war mit 34 Jahren der jüngste Teilnehmer.

Fünf der sechs Nordhausen-Starter vor dem Bahnhof (Foto: Bodo Schwarzberg) Fünf der sechs Nordhausen-Starter vor dem Bahnhof (Foto: Bodo Schwarzberg)


Fünf der insgesamt sieben Starter erreichten zwischen 12:15 und 12:45 das 100 km-Ziel am S-Bahnhof Halle-Nietleben, ein Wanderer hatte sich für die 69 Kilometer nach Eisleben entschieden und ein weiterer kam uns nachts ganz allein im Wald zwischen Grillenberg und Hergisdorf entgegen, um mit uns gemeinsam dann zurück nach Eisleben zu gehen.

Der 48. Südharz-Hunderter war rundherum erfolgreich. Selbst die Bahn soll diesmal nach den mir vorliegenden Rückmeldungen diesmal mitgespielt haben und tatsächlich gefahren sein. Den 49. Südharz-Hunderter gibt es am 10. Februar 2024.

Anmeldungen bitte unter bodo_schwarzberg@yahoo.de.
Bodo Schwarzberg
Autor: red

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