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So, 11:59 Uhr
20.10.2024
forum:

Asyl-Politik überdenken

Eine These unserer aktuellen Bundesregierung besagt, dass die Asyl-Zuwanderung ein wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel darstellt. Aber entspricht das wirklich der Tatsache? Achit Tölle mit dem Versuch einer Antwort...


Unser Grundgesetz sichert bekanntlich jedem politisch Verfolgten Schutz in Deutschland
zu und wir wissen natürlich auch, dass unser Wohlstand nur durch eine florierende Wirtschaft aufrechterhalten werden kann. Genau aus diesem Grund suchen wir seit vielen Jahren händeringend Fachkräfte. Man könnte daraus schließen, diese zwei Sachverhalte würden sich ideal ergänzen. Jedoch zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ein völlig anderes Bild.

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So besagt die aktuelle Statistik (September 2024) „Arbeitsmarktsituation von Staatsangehörigen der TOP 8 Asylherkunftsländer“ nach Anforderungsniveau des Zielberufes, dass 70% der Arbeitslosen lediglich Helfertätigkeiten suchen und 9% sogar ohne jegliche Angaben gemeldet sind.

Lediglich 15% sind als Fachkräfte und 5% als Spezialisten auf der Suche nach offenen Stellen. Somit stellen praktisch nur diese 20 % möglicherweise wirklich Fachkräfte dar.

Diese ernüchternde Statistik besagt also, dass mehr als drei Viertel der Zuwanderer unqualifizierte Helfer sind und uns somit bei der Beseitigung des Fachkräftemangels definitiv nicht weiterhelfen.

Gebetsmühlenartig propagiert unsere Regierung nicht nur den tatsächlich vorhandenen Bedarf an Fachkräften, sondern rechtfertigt damit auch den ungesteuerten Zuzug nach Deutschland, allerdings ohne zwischen der Asyl-Zuwanderung sowie der Zuwanderung von Fachkräften zu unterscheiden. Sie unterstellt praktisch, alle Zuwanderer seien Fachkräfte oder wären zumindest so motiviert und geeignet, eine Ausbildung zu absolvieren. Die Praxis ergibt ein deutlich anderes Bild.

Da wir offensichtlich mit den falschen Anreizen unsere Sozialkassen immer stärker belasten, ist es nicht verwunderlich, dass potentielle Fachkräfte lieber einen großen Bogen um Deutschland machen. Daher sollten wir meines Erachtens unsere Zuwanderungspolitik schnellstmöglich überdenken.
Achit Tölle
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Marino50
20.10.2024, 12:47 Uhr
Asyl-Politik ...
...ja Herr Tölle, Sie haben meine volle Zustimmung. Aber ändern wird sich nichts. Im Gegenteil, ab Januar 25 wird wieder in unseren Geldbeutel gegriffen und die so schon schmale Rente nochmals gekürzt . Alles für die sogenannten Fachkräfte, damit sie gratis behandelt und hier leben können.
Ossiflüsterer
20.10.2024, 13:49 Uhr
Buchempfehlung: Statistik in Theorie und Praxis
Der Fachkräftemangel und weshalb man Asylsuchenden verwehrt, am Arbeitsleben teilzunehmen, sind ja Quell unendlicher Diskussionen. Schaut man auf den Thüringer Ärztemangel, ist es zum Beispiel völlig unverständlich, dass 1.400 nach Deutschland geflohene ukrainische Ärzte auf eine Zulassung warten und stattdessen als Putzkräfte arbeiten müssen. Andererseits würden die auch nicht ins Land der AFD und Zarenknechtschen Russlandversteher ziehen wollen...

Seriöse Parteien unterscheiden sehr wohl zwischen "Asyl-Zuwanderung sowie der Zuwanderung von Fachkräften". Diese Unterscheidung unterbleibt normalerweise aus der populistischen Schmuddelecke. Ich weiß es wirklich zu schätzen, wenn der Versuch unternommen wird Argumentationen auf Grundlage etwaiger empirischer Fakten zu bauen. Leider scheitert dies hier, Herr Tölle.

Die von Ihnen herangeführte Statistik ist eine sogenannte deskriptive Statistik, demnach eine beschreibende Statistik. Als solche entzieht sie sich allerdings der Möglichkeit zur Überprüfung von Hypothesen. Alles, was man daraus abzuleiten vermag, ist, dass die Bundesagentur für Arbeit versucht, ihren Job zu machen. Darüberhinaus sind auf Grundlage dieser Daten keine induktiven Aussagen möglich und es verbietet sich damit Politik zu machen. Ihren Versuch hierzu führe ich auf Unkenntnis bzgl. des Umgangs mit quantitativen Daten zurück, solange Ihr nächster Kommentar nicht ähnlich mit der PKS umzugehen versucht.
Tinki
20.10.2024, 14:26 Uhr
Genau Herr Tölle!
Dem kann ich nur zustimmen!
Von den Bürgergeldempfängern sind 60 Prozent nicht Deutsche.
Von den 40 Prozent muss man noch die ca 20 Prozent abziehen, die in Dritter Generation mit Doppel-Pass im Bürgergeldbezug sind, von den übrigen 20 Prozent nochmals 15 Prozent die gesundheitlich im Grunde in die EU Rente gehören, aber oft eine Ablehnung erhalten. Hatte einige in meinem Büro sitzen, die unter Tränen mir gesagt haben, dass sie nicht in der Lage sind die 3Stunden täglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Denn diese 3Stunden sind Voraussetzung um Bürgergeld zu erhalten.
Jeder der über Kürzungen vom Bürgergeld spricht,will eigentlich für nicht Deutsche das Geld kürzen. Diese Sozialleistungen sind mit der Grundrente gleichgeschaltet, d.h. sollte das Bürgergeld gekürzt werden, wird auch die Grundrente der Altersrentner gekürzt, das sollte man dabei nicht außer Acht lassen. Es ist ja auch schon so, dass Rentner mit Pflegestufe, ihr Pflegegeld nicht für die Pflege ,die eigentlich für Körperhygiene oder Haushaltshilfe usw. gedacht ist, ablehnen oder kürzen, weil sie das Pflegegeld für ihren täglichen Bedarf brauchen ( lieber Butter aufs Brot), weil die Rente zu gering ist!
Auf der anderen Seite bekommen Menschen staatliche Unterstützung, die nie was für Deutschland getan haben! Das ist eigentlich das Problem was keiner mehr versteht! Mit Flaschensammeln ist es nicht getan, um von Altersarmut betroffener über die Runden zukommen.
Wer Fachkräfte braucht, soll sie ausbilden! Was ich damit meine ist, z. B. wenn ein Busfahrer mit 60 Jahren seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, muss ihm eine Umschulung angeboten werden und nicht erst mit 60 ,sondern dann schon mit spätestens 50 Jahren.
Um es kurz zu machen Fachkräfte kommen nicht mit dem Schlauchboot.
diskobolos
20.10.2024, 17:49 Uhr
Ach Herr Tölle,
Anfangs machen Sie einen Unterschied zwischen Menschen, die wegen politischer Verfolgung oder Krieg nach D kommen und solchen, die ihre Heimat wegen Hunger, Elend und fehlender Perspektive verlassen haben. Das halte ich auch für richtig.

Beide Gruppen sollten getrennt betrachtet werden. Warum machen Sie das dann nicht? Bei Ihren Prozentrechnungen werden offensichtlich beide Gruppen zusammengeworfen.

„Fachkräfte“ im eigentlichen Sinne wird man darunter nur wenige finden, aber es gibt sie natürlich. Unter den übrigen sind viele junge Leute, die bei entsprechender Ausbildung für die Gesellschaft nützlich sein können. Z. B. sind unter den Studenten der FH Nordhausen nicht wenige, die aus arabischen Staaten oder Indien stammen. Wie es gelingt, diese in unsere Gesellschaft zu integrieren, hängt letztlich von uns allen ab.
Marino50
20.10.2024, 19:20 Uhr
Asyl-Politik...
...Es ist ja okay, dass hier Studenten aus aller Welt sind. Aber was und wem nützen diese Studenten gegenwärtig. Sie arbeiten nicht in Pflegeheimen oder Krankenhäusern. Und schon gar nicht in Firmen und Betrieben, wo sie dringend benötigt werden. Studenten gehen nach 5 oder noch mehr Jahren in die Chefetagen. Sie arbeiten nicht wie ein normaler Werktätiger in einem normalen Beruf. Letztendlich suchen sie sich dann einen hoch bezahlten Job, den es sicher nicht Thüringen gibt. Wir brauchen Personal für normale Berufe. Da fängt das Leben an. Natürlich brauchen wir Ärzte. Aber hier verhindert die Bürokratie eine schnelle Arbeit. Beamten-Mikado nenne ich diese Arbeitsweise.
Kobold2
20.10.2024, 20:21 Uhr
Die kleine Welt
des Herrn Tölle, unterstützt durch die eigene Interpretation der Statistik, in der man Migranten so sieht, wie man es gern in der abgehängten Provinz hätte, ungebildet und allenfalls für Hilfstätigkeiten tauglich. Da fühlt man sich gleich besser.
Es ist schwer vorstellbar, das Firmen nur mit Hilfstätigkeiten überleben. Nun kenne ich durch meinen Job eine Reihe Firmen, bei der man Arbeitnehmer ohne Migrastionshintergrund schon suchen muß, einschließlich der Firma in der ich angestellt bin. Nicht selten inhabergeführt. Da ist die Migrationquote locker über 70 Prozent.... alles Hilfsarbeiter, incl. Firmenleitung?
grobschmied56
21.10.2024, 02:43 Uhr
Jeden Tag kommen Massen ...
... von Nordafrikanischen 'Fachkräften' in D. an. Politisch verfolgte Journalisten, Menschenrechtler, Gewerkschafter ... Und natürlich alle hoch motiviert, hier in D. die Ärmel hochzukrempeln und ordentlich anzupacken...

'Nu mal im Ernst, glaubt Ihr das echt?'
'Ihr habt 'ne Meise!'
So hat Otto Waalkes mal ein Lied beendet,
in dem er ganz naive und verblödete Meinungen
seiner deutschen Landsleute auf die Schippe
genommen hat.

Otto, Volkes Stimme.
Ein gar nicht so blöder Ostfriese.
diskobolos
21.10.2024, 09:18 Uhr
Lieber Grobschmied,
"Und natürlich alle hoch motiviert, hier in D. die Ärmel hochzukrempeln"

Das kann man ja nicht mal allen Deutschen nachsagen. Außer natürlich den Rentnern. Die würden natürlich, aber können oder dürfen nicht mehr.

Sie unterstellen mal wieder Aussagen, die niemand gemacht hat. Aber tatsächlich treffe ichauf viele Migranten, die hier einer rechtschaffenden Arbeit nachgehen. Mein Wohnungsnachbar z. B. ist ein IT-Experte aus dem Iran. Leider plant er langfristig in die USA zu gehen.

Einfache und einigermaßen humane Lösungen scheint es in der Asylpolitik nicht zu geben. Die italienische Idee scheint ja auch nicht zu funktionieren. Wäre ja auch zu schön: Man gibt z. B. Albanien (genauer wohl den korrupten Herrschern dort) viel Geld, damit abgelehnte Asylbewerber erstmal hier weg sind. Was die Albaner dann mit ihnen machen, kümmert uns nicht mehr. Das erinnert mich irgendwie an unseren Umgang mit Müll . . .
Lautaro
22.10.2024, 16:48 Uhr
Tinki.....
Mein Gott, wie recht sie haben Tinki ! :-)
Lautaro
22.10.2024, 17:36 Uhr
@....abgehängten Provinz ?
Mach mal die Augen auf Ulli ! Die freundlichen Menschen sind schon lange in den Kleinstädten angekommen.
P.Burkhardt
22.10.2024, 22:04 Uhr
ja...abgehängt...
...aber das auf eigenen Wunsch...

wer sich den Realitäten verschließt, der hängt sich halt ab....

Liebe Mitnordhäuser, wann kommt ihr endlich in der Welt an, die eben nicht nur aus Gartenzwergen besteht, sondern aus verschiedensten Charakteren, aus Mensch verschiedener Herkunft und verschiedenen Glaubens... ob ihr es wollt oder nicht, in den allermeisten Gegenden dieses Globusses leben die alle ganz friedlich neben- und miteinander... ohne sich gegenseitig Stress zu machen. Das muss doch auch in unserer Heimatstadt möglich sein, mit ein bisschen gutem Willen und etwas Hirn. Aber sowohl das Eine, als auch das Andere... muss man offenbar mit der Lupe suchen... anders lassen sich die Thüringer Wahlergebnisse nicht erklären.
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