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Fr, 12:27 Uhr
06.10.2006

Sich international begegnen

Nordhausen (nnz). Einander friedlich begegnen und über Gespräche und Kunst Vorurteile abbauen, das sollen Jugendliche in der nächsten Woche tun können. 14 Gastschüler besuchen den Südharz und tanzen mit den Nordhäusern.

Sich international begegnen (Foto: nnz) Sich international begegnen (Foto: nnz)

Mit Begegnungen 2005 wurde ein internationaler Jugendaustausch initiiert. Christliche, jüdische und moslemische junge Menschen sollen sich näher kennenlernen und Vorurteile abbauen. Am 13. Oktober werden14 Schüler aus Sderot in Israel in die Rolandstadt kommen und bei Gastfamilien Aufnahme finden.

Bis zum 19. Oktober erwartet die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen und gemeinsamem Tanztraining. Neben den Schülern des Humboldt-Gymnasiums, die als Gastgeber fungieren, werden sich die Tanzgruppen des Schrankenlos e.V. und „Charme“, eine Gruppe von Aussiedlermädchen, beteiligen. Ein gemeinsames Programm wird am 18. Oktober im Nordhäuser Theater zu sehen sein. Dazu sind alle Schüler der Stadt eingeladen. Es wird Musik von jungen Jazz-Musikern aus der Region geben, und vom „Duo Rubin“ aus Israel. Der Film „Conversations“ der Bertelsmann Stiftung ist zu sehen. Das Jugendtheater zeigt einen „Dialog der Religionen“ Als Ehrengäste sind unter anderem der Israelische Botschafter Shimon Stein und Ministerpräsident Dieter Althaus eingeladen.

Das Projekt wurde organisiert von Malereimedizinmusik, einer Plattform von Künstlern, die sich sonst für die Krebsforschung einsetzt. Im vergangenen Jahr entstand daraus das Projekt Begegnungen 2005. Gründungsmitglieder sind die Schauspieler Iris Berben und Andreas Schmidt-Schaller. Der Zweck des Projektes ist die Verständigung der Juden und Christen, inzwischen auch auf Moslems ausgeweitet. Aus dem Grund engagieren sich die jüdische Gemeinde und die derzeit entstehende moslemische Gemeinschaft in Nordhausen. Projektleiter Michael Krebs sagte, dass Kunst und Musik bessere Mittel zur Verständigung sind, als nur zu diskutieren. Diese große Veranstaltung soll einen Anstoß geben für viele kleine, regionale Aktionen. Erste Früchte trägt sie schon vorher, denn durch die Planung haben sich Juden und Moslems besser kennengelernt. „Wir haben gute Kontakte zur moslemischen Gemeinschaft und wollen diese weiter ausbauen.“ Sagte Philip Egbune, als Vorsitzender des Integrationsbeirates des Landkreises.

Für das Projekt fanden sich viele Partner auf lokaler Ebene, die den Besuch der israelischen Tanzgruppe und das Kulturprogramm unterstützen. Dazu gehören der Lions Club und die Kreissparkasse, die Stadt Nordhausen, der Schrankenlos e.V. und viele andere ohne die ein Treffen in dieser Größe gar nicht denkbar wäre.

Das Treffen passt gut in die zur selben Zeit stattfindende interkulturelle Woche. In diesem Rahmen werden gemeinsame Gottesdienste, Diskussionsrunden und vieles mehr angeboten, wo sich Menschen treffen und kennenlernen können.
Autor: wf

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