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Mi, 16:49 Uhr
01.10.2025
Sonderausstellung "Dienstverpflichtet" in der Flohburg

Neue Einblicke und letzte Fragen

Die Sonderausstellung „Dienstverpflichtet in Nordhausen 1943 - 1945“ in der Flohburg geht ihrem Ende entgegen, am 12. Oktober schließen sich ihre Türen. Doch zuvor gibt es noch einmal eine besondere Gelegenheit ins Gespräch zu kommen...

Am Donnerstag, den 9. Oktober, um 18:30 Uhr, lädt die Flohburg zu einem besonderen Abend ein, bei dem Interessierte mit dem Kurator der Ausstellung, Nico Schluter, ins Gespräch kommen können.

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Der Kurator wird Einblicke in Themen geben, die in der Ausstellung bislang nur am Rand oder gar nicht behandelt wurden. Damit wird eine tiefere und persönlichere „Begegnung“ mit den jungen Protagonisten der Ausstellung möglich. Gäste haben die Chance eigene Fragen an den Kurator zu richten.

Kurator Nico Schluter (Foto: Stadt Nordhausen) Kurator Nico Schluter (Foto: Stadt Nordhausen)

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung stehen die Schicksale von vier jungen Niederländern aus Amsterdam – George, Bert, Jaap und Ton – die während des Zweiten Weltkriegs als „Fremdarbeiter“ zur Arbeit in der reichsdeutschen Rüstungsproduktion in Nordhausen verpflichtet wurden. Zwei Jahre lang lebten und arbeiteten sie zwischen Zwang, Angst, Freundschaft und der Suche nach Normalität in Nordhausen. Alle vier schrieben Tagebücher, die die Basis der Ausstellung bilden. Für Nico Schluter ist das Thema persönlich: Er ist selbst ein Sohn von George, einem der vier Niederländer.

Spannende Fragen, auf die der Kurator an diesem Abend eingehen wird, sind zum
Beispiel:
  • Welche Themen haben die jungen Männer in ihren Tagebüchern immer wieder aufgegriffen – und welche haben sie vielleicht ganz bewusst ausgelassen?
  • Wie blickten sie auf die Amerikaner, die am 11. April in Nordhausen einrückten?
  • Was war das Angsteinflößendste, das sie in Nordhausen erlebt haben?
  • Und: Fühlten sie sich in Nordhausen jemals wirklich zuhause?


Auch der Blick auf die Arbeit des Kurators ist Teil des Abends, beispielweise die Frage: Mit welchen Dilemmata wurde der Kurator konfrontiert, als er 1500 Tagebuchseiten in eine übersichtliche Ausstellung überführen musste? Ein besonderer Abschluss, der neue Perspektiven eröffnet und vielleicht Fragen beantwortet, die Sie sich schon lange gestellt haben.
Autor: red

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