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Fr, 07:00 Uhr
31.10.2025
Entstehungsgeschichte des Combino Duo

Wie die Straßenbahn nach Ilfeld kam

Am Ilfelder Heimatmuseum blickt Gerhard Hoßbach dieser Tage auf die Schiene. In den Fokus rückt dabei aber einmal nicht die alte Dampflok, sondern die moderne Straßenbahn, die auf der schmalen Spur von Nordhausen bis nach Ilfeld rollt...

Die Hybrid - Stadtbahn ist das Ergebnis interdisziplinärer Teamarbeit der Verkehrsbetriebe Nordhausen VBN, der Harzer Schmalspurbahnen HSB und des Nordhäuser Unternehmens IMG Electronic & Power Systems mit Siemens Transportations (heute Siemens Mobility), dem Hersteller der Combino – Baureihe.

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Der Combino-Duo zeichnet sich durch einen einzigartigen Antrieb aus, der den Fahrbetrieb sowohl mit als auch ohne Oberleitung ermöglicht Das Projekt ist, obwohl seinerzeit umstritten, ein lebendiges Beispiel für erfolgreiches Miteinander unterschiedlicher Partner. Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit und positivem Abschluss der Testphase wurde im Rahmen einer Festveranstaltung 2004 der Combino- Duo der Öffentlichkeit vorgestellt und ist seitdem mehr als 20 Jahre in Betrieb.

Der Duo an der Haltestelle in Ilfeld (Foto: Klaus Liebenrodt) Der Duo an der Haltestelle in Ilfeld (Foto: Klaus Liebenrodt)

Er verbindet mit der Linie 10 die Stadt Nordhausen mit den Orten Niedersachswerfen und Ilfeld (Gemeinde Harztor) und ist zum bedeutenden Mobilitäts- und Tourismusfaktor für die Nordthüringer Harzregion geworden. Als Initiatoren des Projektes können Horst Raber, damals Geschäftsführer der Stadtwerke Nordhausen und Otto Brandt, Gründer/Geschäftsführer IMG und früherer Direktor des IFA Motorenwerkes, genannt werden. Die Projektidee entstand schon früher, da die Spurweite der HSB mit 1000 mm identisch mit der des Stadtbahn – Schienennetzes der VBN ist und beste Voraussetzungen für ein solches Projekt bietet.

Federführend für die einzigartige technische Antriebslösung war im IMG Josef Jahn (ehemals Geschäftsführer der Nordhäuser Fahrradwerke und bekannter Radsportler) mit Sven Gebhardt und Gunther Schmidt Da Horst Raber die Stadtwerke verließ, trat Arndt Forberger (ehemals Technischer Direktor im Fernmeldewerk und bekannt als Fußballer von Wacker Nordhausen) an seine Stelle, und sicherte vor allem die Zusammenarbeit mit Siemens Transportations, mit der HSB und gemeinsam mit Fritz Keilholz die operative Projektarbeit.
Gerhard Hoßbach, ehrenamtlich für das „Ilfelder Heimatmuseum“ tätig
Autor: red

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