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Fr, 09:07 Uhr
27.03.2026
Kaufkraft:

Für einen Fernseher arbeiten Deutsche heute 59 Stunden weniger als 1991

Zwar ist vieles teurer geworden, doch die Löhne haben stärker zugelegt als die Preise. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Für viele Alltagsgüter müssen Deutsche heute kürzer arbeiten als 1991...

Fernseher (Foto: StockSnap auf Pixabay) Fernseher (Foto: StockSnap auf Pixabay)
Das Gefühl, dass alles teurer wird, ist weit verbreitet – erst recht, wenn Kriege und Krisen die Preise treiben. Doch entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern wie lange Beschäftigte dafür arbeiten müssen. Das IW hat die Preise ins Verhältnis zum durchschnittlichen Nettolohn je Stunde gesetzt: Umgerechnet 10,21 Euro verdienten Beschäftigte im Jahr 1991, 25,56 Euro im Jahr 2025. Weil die Löhne stärker gestiegen sind als die Preise der meisten Güter, hat die Kaufkraft der Lohnminute in den letzten 35 Jahren zugelegt.

Grafik (Foto: IW) Grafik (Foto: IW)
Wo die Kaufkraft gestiegen ist, wo nicht
Besonders stark ist die Kaufkraft dort gestiegen, wo der technische Fortschritt die Preise drückt. Das zeigt sich am Fernseher: Musste man 1991 für ein einfaches TV-Gerät noch mehr als 78 Stunden arbeiten, bekommt man heute für den Einsatz von 19 Stunden und 30 Minuten einen Smart-TV mit hochauflösendem Bildschirm – das sind fast zwei Arbeitswochen weniger als noch vor 35 Jahren.

Auch bei der Kleidung hat sich die Kaufkraft deutlich verbessert: Für einen Herrenanzug reichen heute gut zehn Arbeitsstunden – 1991 waren es noch etwa doppelt so viele.

Bei Lebensmitteln zeigt sich dasselbe Muster: Am stärksten fällt der Unterschied beim Weinbrand aus – wer heute eine Flasche kauft, arbeitet dafür 24 Minuten, 1991 brauchte man 44. Etwas erschwinglicher wurde auch das tägliche Brot: Zwar ist der Preis für einen Roggenlaib seit der Wende um 134 Prozent gestiegen. Weil die Deutschen aber immer mehr verdienen, müssen sie für ihn knapp eine Minute weniger arbeiten.


Teurer geworden sind vor allem Produkte mit hohem Personaleinsatz – eben weil die Löhne heute so hoch sind. Dazu zählen vor allem Dienstleistungen: Für einen Damenhaarschnitt müssen Beschäftigte heute knapp acht Minuten länger arbeiten als 1991, für eine Tageszeitung sogar fast eine Stunde.

Folgen des Irankonflikts auf die Kaufkraft
Mit dem Irankrieg wachsen die Sorgen vor einer neuen Inflationswelle – abhängig davon, wie lange der Konflikt dauert. Besonders sichtbar ist das an der Tanksäule. Bleibt der Benzinpreis kriegsbedingt bei etwa zwei Euro je Liter, wären dafür fast fünf Arbeitsminuten fällig – etwa eine Minute mehr als noch 1991. Die langfristige Datenlage zeigt jedoch: Trotz der Teuerungswellen der vergangenen Jahre leben die Deutschen heute deutlich komfortabler als zu Beginn der 1990er Jahre.
Autor: psg

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