Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L3080 zwischen Nordhausen und Bielen ist am Donnerstagabend ein 25-jähriger Autofahrer schwer verletzt worden...
Kaum zu glauben, dass der Fahrer aus diesem Wrack lebend gerettet werden konnte. (Foto: Silvio Dietzel)Nach ersten Informationen der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 22.05 Uhr im Bereich der Einmündung zum Gewerbegebiet Im Krug. Demnach wollte ein 54 Jahre alter Fahrer eines Silosattelzuges, der mit Öl beladen war, von der Alten Leipziger Straße kommend in das Gewerbegebiet einfahren. Dafür musste der Fahrer die Landstraße queren.
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Nach bisherigen Erkenntnissen hielt der Lkw-Fahrer zunächst am Stoppschild an und vergewisserte sich, dass die Fahrbahn frei war. Als sich der Sattelzug bereits mittig auf der Straße befand, prallte ein aus Richtung Nordhausen kommender Audi unter den Auflieger.
Zeugen zufolge soll der 25-jährige Audi-Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Bielen unterwegs gewesen sein. Etwa 100 Meter vor der Kreuzung habe er mehrere Fahrzeuge überholt, bevor es kurz darauf zum Zusammenstoß kam.
Der Aufprall war so heftig, dass sich der Audi unter den Sattelauflieger schob. Der Fahrer wurde in dem völlig zerstörten Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Anschließend wurde der 25-Jährige schwer verletzt ins Südharz Klinikum gebracht.
Der Fahrer des Sattelzuges erlitt einen schweren Schock. Auch Unfallzeugen und Ersthelfer wurden seelsorgerisch betreut.
Der entstandene Sachschaden wird ersten Schätzungen zufolge auf rund 80.000 Euro beziffert. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die L3080 war für mehrere Stunden voll gesperrt. Silvio Dietzel
Hohe Geschwindigkeit hin oder her,
an der Stelle gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50km/h.
Die hat man aber schnell überschritten.
Diese Kreuzung ist sehr übersichtlich. Um einen LKW zu übersehen, der die Straße kreuzt wären an dieser Stelle aber über 300km/h notwendig. Es sind auch keine Bremsspuren zu sehen.
Die Spurenlage spricht dafür, dass das Fahrzeug mit maximal mit 100km/h (zu schnell nach aktueller Rechtslage) unter den Auflieger geraten ist, vielleicht noch weniger. Ungebremst. Die Form des Trailers bremst den Audi nicht abrupt. Darum kam der so weit.
Wenn der Audi-Fahrer nicht unter Drogen oder Alkohol stand, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass der LKW-Fahrer einfach nur vergessen hat das Licht einzuschalten, als er den Parkplatz wechseln wollte.
Ich denke, man sollte nicht voreilig mit dem Finger nur auf den Audi-Fahrer zeigen.
Woher wollen Sie wissen ob es Bremsspuren gibt? Man kann das auf den Bildern ja nicht sehen ob Spuren vorhanden sind. Außerdem haben mehrere Zeuge angegeben das sie schnell überholt wurden. Und jetzt die Schuld dem Lkw Fahrer zuzuschieben finde ich schon sehr frech.
Zwar mag man die 50 km/h schnell erreichen, das hat aber nix damit zu tun. Die Begrenzung gilt ob man sie schnell oder langsam erreicht. Aber das sowas kommt von einem BMW Fahrer...Naja egal.
Sie können auf den Bildern sehr gut erkennen, dass es keine Bremsspuren gibt. Außerdem kenne ich diese Stelle sehr gut, ich fahre da mehrmals wöchentlich dran vorbei.
Zu Ihrer Vorverurteilung, für die ich mich ganz herzlich bedanke: Ja ich fahre BMW, aber ich bin im innerstädtischen Verkehr der wahrscheinlich langsamste BMW-Fahrer. Und ständig muss ich mich dafür rechtfertigen, wenn ich mich an die 10er oder 30er-Beschränkungen halte...
Und: Wir wissen nicht, wo der Zeuge überholt wurde, aber kurz vor der Kreuzung kann es nicht gewesen sein, sonst wäre der LKW-Fahrer wohl kaum rausgefahren. Denn wenn er sich, wie angegeben an das Stop-Schild gehalten hat, dann schleicht der über die Kreuzung. Das ist Physik und das weiß jeder LKW-Fahrer.
Ja es tut mir leid, dass ich stur bin, aber Unfälle wie diese sind meist auf fehlende Seitenbegrenzungsleuchten zurückzuführen. Darum wurden die ja auch eingeführt. Ist schon lange her.
Ich möchte nur Möglichkeiten ausführen. Zum Glück leben wir noch in einem Rechtsstaat. Das entscheiden andere, Sie nicht und ich auch nicht, und auch nicht der Schreiber des Artikels. Die DDR-Jahre waren mir genug. Ja, ich bin schon etwas älter.
Der Beitrag wurde deaktiviert von ssc Anmerkung der Redaktion: Gehört nicht zum Thema.
Schlaubert
08.05.2026, 15:59 Uhr
@BMW-Fahrer
sie haben zu diesem Unfall vom Unfallhergang, Zeugenaussagen, Gutachter usw. mal rein gar keine Ahnung.
Deswegen sollten sie sich mit ihrem Halbwissen zurückhalten.
Ihre Privaten Erkenntnisse decken sich in keinster Weise mit den Ermittlungsergebnissen.
Das war nur Frage der Zeit.
Jeden Abend die Poser und Raser dort.
Die Nationalität weiß jeder.
Und der LKW Fahrer wurde auch noch bedroht.
Bisher kannte man das aus Berlin und Hannover und jetzt haben wir auch diese Zustände.
Sorry aber dies geschieht ihm Recht man kann die raser in dieser Richtung schon in der halleschen Straße in der 30er Zone beobachten.. ob krad oder PKW. Auf Höhe Ampel bei der fh wird abgebremst und ab Toom wird bis bielen durch geballert... Die Polizei steht leider immer viel zu offensichtlich und immer an den selben Stellen .... Mehr Präsenz würde ich mir wünschen..... Dem LKW Fahrer alles gute
Auch wenn der LKW die Vorfahrt missachtet hat, so gebe ich doch den Pkw-Fahrer die Hauptschuld, wie kann man doppelt so schnell fahren wie es erlaubt ist, ganz einfach weil man cool sein will und auf Gesetze 💩, aber er hat schmerzlich fahren müssen das ist besser als wenn man sich an Gesetze hält, kaum fahrpraxis aber einen auf "dicke Hose"machen. Zum Glück wurden keine unbeteiligten Personen verletzt.
sie glauben gar nicht was man alles an so einer Unfallstelle an Spuren findet. Auch das eingreifen des ABS Systems lässt Bremsspuren auf dem Asphalt entstehen. Also "Normalo" schaut man da wie ein Schwein ins Uhrwerk. So ein Unfallgutachter erkennt sogar kleinste Details auf dem Asphalt. ICh habe schon bei mehreren Unfällen aller Art den gestern vor Ort gewesenen Gutachter begleiten dürfen. Es ist erstaunlich was er aus so einem Trümmerhaufen für Informationen rauszieht.
Wenn sich soetwas häuft muss man eben mehr Blitzer aufstellen
Ganz einfach. Und hier hat KeinKreisverkehr natürlich Recht. Verkehrsdelikte werden noch immer als Kavaliersdelikt angesehen. Abbiegevorgänge dauern bei LKW länger und nehmen mehr Platz Anspruch. Wenn man mit 50 Fährt fährt kann man auch vorausschauend fahren. Und den LKW vielleicht mal durchlassen...
.... wie sie mir gefällt.
@BMW-Fahrer: Ihre Kommentare zeigen eigentlich, dass sie trotz des häufigen Passierens dieser Verbindung von Nordhausen nach Bielen diese Strecke immer noch nicht richtig kennen und auch so eventuell die Bilder falsch interpretieren.
Ich bin die Strecke die letzten 8 Jahre fast täglich frühs auf Arbeit gefahren und nachmittags wieder zurück.
Das Ortsschild Nordhausen steht Höhe Opel-Autohaus/toom-Baumarkt und es folgt gleich die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h. Diese gilt bis zu der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h im Bereich der Kreuzung. Nach der Kreuzung geht es weiter mit 70km/h und einem Überholverbot.
Jetzt gehen wir mal davon aus, dass die anderen Verkehrsteilnehmer sich an die StVO gehalten haben und ihre 70 km/h gefahren sind. Wenn ich da jetzt mehrere Autos überholen möchte, muss ich selbst das Auto stark beschleunigen und die Geschwindigkeit stark überziehen, selbst mit 100 km/h habe ich da nicht viel Spielraum auf dem kurzen Stück. Erschwert wird die Sicht auf den Gegenverkehr noch durch den ganz leichten rechtsbogen im Bereich Ortsausgang. Da sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, dass ein Überholmanöver dort ziemlich sinnlos ist.
Wenn mehrere Zeugen berichteten, dass sie zu vor überholt wurden, dann braucht man auch nicht mehr debattieren, über die Geschwindigkeit und die Schuldfrage. Selbst wenn der LKW ohne Licht gefahren wäre, hätte man ihn mit den erlaubten 50 km/h sehen können und ggf reagieren können.
Der nächste Punkt ist der, dass sie keine Spuren sehen. Am Donnerstag hatte es geregnet und auf feuchter, bzw nasser Fahrbahn erkennt man nicht so einfach Spuren. Ein Indiz für die nasse Fahrbahn sind die Mengen an Bindemittel, die die Feuerwehr ausgebracht hat, den die austretenden Betriebsstoffe vom Audi werden schön in Pfützen bunt geschimmert haben.
Ich hoffe, dass der 25. Jährige Fahrer seine gerechte Strafe bekommt und aus diesem Fehler gelernt hat.
Hinterlässt Spuren auf dem Asphalt. Keine durchgehende, -zigmeterlange schwarze Gummispur, sondern abgehackte, morsecodeähnliche Stottermarkierungen.
Denn das ABS greift ein, WENN das Rad blockiert und lässt frei, wenn es nicht mehr blockiert: Das sieht dann aus wie eine gepunktete Markierung statt einer durchgehenden Bremsspur.
Zu behaupten, ABS würde auf dem Straßenbelag überhaupt keine Spuren hinterlassen ist schlichtweg falsch.
Ansonsten - mal wieder - die Frage: müssen Kommentare unter Verkehrsunfall-Meldungen sein?
zeigen hier z. T. eine Sammlung von Unwissen und Halbwahrheiten, gespickt mit dem Was man sehen möchte, um sich in seiner Welt bestätigt zu fühlen. Da fehlt es an mehr, als ein paar spekulativ ausgefallen Seitenmarkierungsleuchten. Die Kreuzung ist durch die Beleuchtung im Umfeld nicht völlig im Dunkeln, der Auflieger ist hell lackiert und hat vorschriftsmässig über die gesamte Länge noch einen Reflexionsstreifen. Alles im allem im Scheinwerferlicht auch ohne funktioniertenden Seitenmarkierungsleuchten gut zu erkennen. Dazu kommt, dass auch die Zugmaschine über solche Leuchten verfügt. Selbst wenn am Auflieger etwas nicht funktioniert haben sollte, wäre da auch noch etwas leuchtend Sichbares. Selbst die Alcoa Felgen reflektieren das Licht recht gut. Der Lastzug ist aus dem Stand angefahren. Wie lange braucht man, um soweit auf die Kreuzung zu fahren, dass der PKW an dieser Stelle unter den Auflieger gerät. Nach eigenem Gefühl, je nach Gesamtgewicht min 5s plus. Wie schnell war der PKW wirklich? Stark überhöhte Geschwindigkeit ist ein dehnbarer Begriff, allein100km/h bedeuten rd. 28m/s. Nun kann man sich grob ausrechnen, wie weit der PKW weg war, als der LKW am Stoppschild anfuhr.
Die Straße ist auch nicht die Ursache, wenn man die zulässige Höchstgeschwindigkeit dort schnell überschreitet. Da kann man nur hoffen, dass man in der Schleissheimer Str. nicht mitliest.
Eins vor weg , der LKW Fahrer hat nicht die Vorfahrt missachtet.
Aber trotzdem wird gegen ihn erst einmal ermittelt.
Der Audi Fahrer war mit überhöhter Geschwindigkeit in einem 50iger Bereich unterwegs, hat die Sperrlinie missachtet und überholt.
Die Zeugen die er überholt hat hatten mit ihrer gefahren Geschwindigkeit genug Abstand zum LKW so das dieser gefahrlos die Kreuzung hätte passieren können.