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Fr, 10:05 Uhr
17.04.2026
Urbane Biodiversität an der Hochschule Nordhausen

Klimawald auf dem Campus

Im Rahmen des Verbundprojekts „KLIMA-N“ hat die Hochschule Nordhausen einen sogenannten Klimawald fertiggestellt. Mit der Realisierung eines „Tiny Forests“ und der Verknüpfung technischer Mikroprojekte zeigt die Hochschule, wie urbane Biodiversität und erneuerbare Energien Hand in Hand gehen...

Ziel ist es, durch die gezielte Anwendung externer Best-Practice-Methoden ein wartungsarmes und klimaresilientes Ökosystem direkt auf dem Campus zu etablieren.



Der Klimawald
Mit dem Klimawald setzt die Hochschule auf ein bewährtes Konzept zur natürlichen Campusgestaltung. Auf kleiner Fläche wurden heimische Gehölze so dicht gepflanzt, dass in kürzester Zeit ein echtes Ökosystem entsteht. Das Besondere: Nach einer kurzen Anwuchsphase reguliert sich der Wald selbst. Er braucht kaum Wasser und Pflege und bietet Vögeln sowie Insekten mitten auf dem Campus einen wertvollen Rückzugsraum.

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„Unser Campus ist schon grün, muss aber noch besser an den Klimawandel, mehr Trockenheit, extremere Wetterereignisse und höhere Temperaturen angepasst werden“ beschreibt der Projektleiter Dr. Pascal Leibbrandt die Maßnahmen.
 
Für die Hochschule Nordhausen stehen die Vorteile im Alltag im Fokus:
Natürliche Klimaanlage: An heißen Sommertagen sorgt der Wald durch Verdunstung für spürbare Kühlung in dem Bereich.
Wohlfühloase: Der grüne Bereich wertet das Campusbild auf und schafft einen neuen Ort zum Durchatmen zwischen den Vorlesungen.
„Wartungsfrei“: Durch die dichte Bepflanzung wird Unkraut unterdrückt, was die Gärtner der Hochschule langfristig entlastet.

Die Kinder aus der hochschuleigenen Kindertageseinrichtung „Campus Kinder“ unterstützten die Pflanzaktion mit großem Eifer. (Foto: HSN) Die Kinder aus der hochschuleigenen Kindertageseinrichtung „Campus Kinder“ unterstützten die Pflanzaktion mit großem Eifer. (Foto: HSN)

Aktiver Klimabeitrag: Die ökologische Leistung der Fläche ist beachtlich. Während ein typischer Mischwald pro 1.000 m² jährlich etwa eine Tonne CO₂ bindet, leistet der Nordhäuser Klimawald auf seiner Fläche bereits einen messbaren Beitrag: Mit einer Einbindung von rund 400 kg CO₂ pro Jahr kompensiert das Areal rechnerisch den Emissionswert von etwa 200 Litern Diesel
 
Generationenübergreifendes Engagement: „Campus Kinder“ packen mit an
Ein besonderes Highlight der Realisierung war die aktive Beteiligung der jüngsten Campus-Bewohner. Die Kinder aus der hochschuleigenen Kindertageseinrichtung „Campus Kinder“ unterstützten die Pflanzaktion mit großem Eifer. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten setzten sie die Jungbäume in die Erde und lernten dabei spielerisch, wie aus kleinen Setzlingen ein schützender Wald wächst.
 
Ganzheitliche Campus-Transformation
Der Klimawald ist Teil der Strategie der Hochschule Nordhausen, im Teilprojekt „Energie und Betrieb“ des Netzwerks KLIMA-N Ressourcenflüsse zu optimieren. Flankiert wird der Wald durch technische Mikroprojekte. Der Klimawald ist eingebettet in eine Reihe praktischer Mikroprojekte. Dabei setzt die Hochschule vor allem auf das Prinzip „Erhalten und Nutzen“. Diese Entwicklungen und Zielsetzungen gehen Hand in Hand mit einer klimagerechten Campusgestaltung an der Hochschule Nordhausen.
 
  • Synergie aus PV und Mobilität: Eine reaktivierte Photovoltaikanlage liefert regenerativen Strom für eine neue Fahrradwerkstatt im ehemaligen Gewächshaus, in dem künftig E-Bikes geladen und gewartet werden können.
  • Windkraft als Lehrmittel: Die Windkraftanlage auf dem Campus wurde nach einem Defekt demontiert und einer Wartung unterzogen. Sie dient primär als Anschauungsobjekt für die Lehre, um Studierenden Windkrafttechnik direkt vor Ort begreifbar zu machen

 
Das Projekt „KLIMA-Netzwerk für mehr Nachhaltigkeit in Thüringen“ (KLIMA-N) vereint vier Thüringer Hochschulen, um nachhaltige Transformation direkt im Campus-Alltag erlebbar zu machen. Dabei bringt jede Partnerinstitution ihre spezifische Expertise in den Verbund ein: Während die Hochschule Nordhausen ihren Schwerpunkt auf praktische Lösungen für Energie, Betrieb und eine klimagerechte Campusgestaltung legt, konzentriert sich die Universität Erfurt auf die Entwicklung innovativer Wege in der Lehre und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Fachhochschule Erfurt erarbeitet zukunftsweisende Konzepte für klimafreundliche Mobilität und die Stärkung der biologischen Vielfalt. Die TU Ilmenau schließt den Kreis, indem sie die Vernetzung der verschiedenen Projekte übernimmt und die Kommunikation der Ergebnisse in die gesamte Region sicherstellt. Das Verbundprojekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Autor: red

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Kommentare
GN24
17.04.2026, 18:44 Uhr
...Klimawald
...gab es seit tausenden Jahren. Bloß damals nannte man das halt nur Wald.
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