Fr, 10:10 Uhr
17.04.2026
Verkehrsunfallbilanz 2025
Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote
Die Thüringer Polizei hat 2025 insgesamt 51.939 Verkehrsunfälle registriert (2024: 50.574). Das sind 1.365 Unfälle mehr als 2024 und entspricht einem Plus von 2,7 Prozent. Trotzdem bleibt das Unfallniveau weiterhin deutlich unter dem Stand des Vorpandemiejahres 2019...
Damals registrierte man 55.790 Unfälle. Positiv ist die Entwicklung bei den schwersten Folgen: Die Zahl der Verkehrstoten ist auf 93 gesunken (2024: 96) und damit leicht rückläufig. (Bundesweit wurden 44 Todesopfer mehr als im Vorjahr verzeichnet. Quelle: DESTATIS, Pressemitteilung vom 25.02.2026.) Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging geringfügig auf 5.897 (2024: 5.936) zurück.
Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild: Weniger Menschen verlieren ihr Leben auf Thüringens Straßen – das ist eine wichtige und ermutigende Entwicklung", unterstreicht Innenminister Georg Maier, "Gleichzeitig dürfen wir den Anstieg der Gesamtunfälle nicht ausblenden. Besonders junge Fahrerinnen und Fahrer sowie ältere Verkehrsteilnehmende geraten stärker in den Fokus. Hier müssen wir mit Prävention, Aufklärung und Kontrollen gezielt gegensteuern.
Auffällig ist: Sowohl junge Fahrerinnen und Fahrer als auch Menschen ab 65 Jahren sind zunehmend an Verkehrsunfällen beteiligt. Bei den jungen Fahrerinnen und Fahrern stieg die Zahl der Unfälle auf 8.263 (2024: 7.837), bei den über 65-Jährigen auf 13.394 (2024: 12.613). Bei etwa der Hälfte der Verkehrsunfälle waren die Unfallbeteiligten 75 Jahre oder älter. Der Anteil der durch ab 65jährige verursachten Verkehrsunfälle lag bei 71,3% und erhöhte sich erneut zum Vorjahr (2024: 70,6%).
Auch bei einzelnen Unfallarten zeigen sich Verschiebungen: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern stieg auf 1.901 (2024: 1.737). Unfälle mit E-Scootern nahmen auf 141 Fälle zu (2024: 111). Dagegen ging die Zahl der Unfälle mit Radfahrenden auf 1.855 (2024: 1.940) zurück. Auch bei Fußgängerunfällen ist ein Rückgang zu verzeichnen: 673 Fälle (2024: 733). Allerdings wurden dabei 14 Menschen getötet (2024: 9). Bei den Schulwegunfällen wurde ein Anstieg auf 48 Fälle registriert (2024: 45), davon 42 mit Personenschaden (2024: 36). Erstmals nach zehn Jahren wurde 2025 bei einem Schulwegunfall ein Schulkind getötet.
Die Zahl der Alkoholunfälle lag im vergangenen Jahr bei 803 (2024: 871), wobei in 788 Fällen der Hauptverursacher unter Alkoholeinfluss stand. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfälle unter Einfluss anderer berauschender Mittel auf 261 (2024: 235). Als häufigste Unfallursachen nennt die Statistik weiterhin überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtsverstöße, zu geringen Sicherheitsabstand sowie Fehler beim Abbiegen oder Wenden. Auch Alkohol und Drogen spielen eine zentrale Rolle bei schweren Verkehrsunfällen.
Die Verkehrsunfallbilanz 2025 zeigt: Während sich bei den schwersten Unfallfolgen leichte Verbesserungen abzeichnen, bleibt die Gesamtentwicklung angespannt. Neue Risiken und veränderte Mobilität stellen die Verkehrssicherheitsarbeit vor zusätzliche Herausforderungen., sagt Maier.
Die Thüringer Polizei fokussiert sich daher auf die festgestellten Schwerpunkte. Sie führt intensive Kontrollen durch und sensibilisiert die Verkehrsteilnehmenden. Zum Beginn der Zweiradsaison 2026 wird sie sich am 28. April am bundesweiten Kontrolltag sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick beteiligen. Außerdem ist sie beim aktuellen ROADPOL-Speedmarathon (13.-19. April) mit gezielten Geschwindigkeitskontrollen dabei. Darüber hinaus wird die Thüringer Polizei ein besonderes Augenmerk auf Fahrtüchtigkeits-Kontrollen legen.
Wer Alkohol und Drogen konsumiert und unter deren Einwirkung am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, muss sich im Klaren darüber sein, dass er für sich und andere ein erhebliches Verkehrsrisiko darstellt. Verhalten Sie sich deshalb umsichtig und rücksichtsvoll! Lassen Sie Ihr Fahrzeug lieber einmal mehr als einmal weniger stehen. Besonders appellieren möchte ich auch an die älteren Verkehrsteilnehmenden. Die Teilnahme am Verkehr wird durch neue Technik und Mobilitätsformen immer komplexer. Machen Sie sich regelmäßig damit vertraut. Fahren Sie nur selbst, wenn Sie sich körperlich und gesundheitlich dazu in der Lage fühlen. Bei Zweifeln oder Fragen nutzen Sie Verkehrssicherheitsangebote der Landesverkehrswacht oder der Automobil- und Fahrradclubs. So können Sie auch im höheren Lebensalter sicher und mit Freude am Straßenverkehr teilnehmen., schließt Innenminister Maier.
Autor: redDamals registrierte man 55.790 Unfälle. Positiv ist die Entwicklung bei den schwersten Folgen: Die Zahl der Verkehrstoten ist auf 93 gesunken (2024: 96) und damit leicht rückläufig. (Bundesweit wurden 44 Todesopfer mehr als im Vorjahr verzeichnet. Quelle: DESTATIS, Pressemitteilung vom 25.02.2026.) Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging geringfügig auf 5.897 (2024: 5.936) zurück.
Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild: Weniger Menschen verlieren ihr Leben auf Thüringens Straßen – das ist eine wichtige und ermutigende Entwicklung", unterstreicht Innenminister Georg Maier, "Gleichzeitig dürfen wir den Anstieg der Gesamtunfälle nicht ausblenden. Besonders junge Fahrerinnen und Fahrer sowie ältere Verkehrsteilnehmende geraten stärker in den Fokus. Hier müssen wir mit Prävention, Aufklärung und Kontrollen gezielt gegensteuern.
Auffällig ist: Sowohl junge Fahrerinnen und Fahrer als auch Menschen ab 65 Jahren sind zunehmend an Verkehrsunfällen beteiligt. Bei den jungen Fahrerinnen und Fahrern stieg die Zahl der Unfälle auf 8.263 (2024: 7.837), bei den über 65-Jährigen auf 13.394 (2024: 12.613). Bei etwa der Hälfte der Verkehrsunfälle waren die Unfallbeteiligten 75 Jahre oder älter. Der Anteil der durch ab 65jährige verursachten Verkehrsunfälle lag bei 71,3% und erhöhte sich erneut zum Vorjahr (2024: 70,6%).
Auch bei einzelnen Unfallarten zeigen sich Verschiebungen: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern stieg auf 1.901 (2024: 1.737). Unfälle mit E-Scootern nahmen auf 141 Fälle zu (2024: 111). Dagegen ging die Zahl der Unfälle mit Radfahrenden auf 1.855 (2024: 1.940) zurück. Auch bei Fußgängerunfällen ist ein Rückgang zu verzeichnen: 673 Fälle (2024: 733). Allerdings wurden dabei 14 Menschen getötet (2024: 9). Bei den Schulwegunfällen wurde ein Anstieg auf 48 Fälle registriert (2024: 45), davon 42 mit Personenschaden (2024: 36). Erstmals nach zehn Jahren wurde 2025 bei einem Schulwegunfall ein Schulkind getötet.
Die Zahl der Alkoholunfälle lag im vergangenen Jahr bei 803 (2024: 871), wobei in 788 Fällen der Hauptverursacher unter Alkoholeinfluss stand. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfälle unter Einfluss anderer berauschender Mittel auf 261 (2024: 235). Als häufigste Unfallursachen nennt die Statistik weiterhin überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtsverstöße, zu geringen Sicherheitsabstand sowie Fehler beim Abbiegen oder Wenden. Auch Alkohol und Drogen spielen eine zentrale Rolle bei schweren Verkehrsunfällen.
Die Verkehrsunfallbilanz 2025 zeigt: Während sich bei den schwersten Unfallfolgen leichte Verbesserungen abzeichnen, bleibt die Gesamtentwicklung angespannt. Neue Risiken und veränderte Mobilität stellen die Verkehrssicherheitsarbeit vor zusätzliche Herausforderungen., sagt Maier.
Die Thüringer Polizei fokussiert sich daher auf die festgestellten Schwerpunkte. Sie führt intensive Kontrollen durch und sensibilisiert die Verkehrsteilnehmenden. Zum Beginn der Zweiradsaison 2026 wird sie sich am 28. April am bundesweiten Kontrolltag sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick beteiligen. Außerdem ist sie beim aktuellen ROADPOL-Speedmarathon (13.-19. April) mit gezielten Geschwindigkeitskontrollen dabei. Darüber hinaus wird die Thüringer Polizei ein besonderes Augenmerk auf Fahrtüchtigkeits-Kontrollen legen.
Wer Alkohol und Drogen konsumiert und unter deren Einwirkung am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, muss sich im Klaren darüber sein, dass er für sich und andere ein erhebliches Verkehrsrisiko darstellt. Verhalten Sie sich deshalb umsichtig und rücksichtsvoll! Lassen Sie Ihr Fahrzeug lieber einmal mehr als einmal weniger stehen. Besonders appellieren möchte ich auch an die älteren Verkehrsteilnehmenden. Die Teilnahme am Verkehr wird durch neue Technik und Mobilitätsformen immer komplexer. Machen Sie sich regelmäßig damit vertraut. Fahren Sie nur selbst, wenn Sie sich körperlich und gesundheitlich dazu in der Lage fühlen. Bei Zweifeln oder Fragen nutzen Sie Verkehrssicherheitsangebote der Landesverkehrswacht oder der Automobil- und Fahrradclubs. So können Sie auch im höheren Lebensalter sicher und mit Freude am Straßenverkehr teilnehmen., schließt Innenminister Maier.



