Beim Harzer Hexenreich wurde heute ordentlich Walpurgis gefeiert, was etwas zurückhaltend begann, mündete in einem eindrucksvollen Spektakel vor lodernden Flammen…
Am Harzer Hexenbesen wurde am Abend das erste Mal Walpurgis gefeiert (Foto: agl)
Eine Schar Hexen, ein großes, prasselndes Feuer und reichhaltige Verköstigung - am Hex - dem Harzer Hexenreich bei Rothesütte wurde heute der Reigen der Walpurgisfeierlichkeiten feurig eröffnet. Während die Parkplätze rund um den Turm am Vorabend voll belegt waren, verlief sich das Publikum zunächst auf dem Gelände. In der Scheune wurde Theater gespielt, der Turm stand samt Rutsche zur freien Verfügung, darunter der Spielplatz, ein Karussel und eine Reihe Stände. Nicht fehlen durften die Hexen von Baba Yaga bis zur Nordhäuser Oberhax’n.
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Ein paar Kinderkrankheiten fanden sich noch - der Einzug der Hexen kommt verspätet weil es bei der Musik klemmt, die Fackeln wollen nicht so recht brennen und auch der große Reisighaufen geht nicht ohne zutun der Feuerwehr in Flammen auf. Mit dem Einbruch der Dämmerung und den dann doch noch hoch schlagenden Flammen sammelte es sich aber schließlich um den zentralen Platz für das Highlight des Abends: eine eindrucksvolle Pyroshow, die vom Platz als auch von der Turmspitze aus abgebrannt wurde.
Walpurgis am Harzer Hexenreich
Da das Feuer am Hexenbesen heute bei weitem nicht die einzige Walpurgisfeier war, wird man am Hex auch an den kommenden zwei Tagen feiern, prasselndes Feuer und die Show am Abend wird am 1. Mai auch noch einmal wiederholt. Übrigens: wer etwas Geduld mit bringt, muss nicht das eigene Auto bemühen, sondern kann auch mit dem Bus nach Rothesütte und zurück reisen. Angelo Glashagel
und ich finde das zu großen Teilen eher inhaltslose Gebashe auf ihn ziemlich daneben. Ich begrüße auch jede Veranstaltung, die dort stattfindet, um auch überregional auf ihn aufmerksam zu machen.
Was ich jedoch nicht gut finde ist mitten in der Nacht, mitten im Wald, mitten in der Brutzeit ein Feuerwerk veranstalten zu müssen.
Ich nehme mal an, dass die einheimische Tierwelt widerstandsfähiger ist, als die durchziehenden Kraniche. Wegen denen wird ja alljährlich ein riesiger Aufstand gemacht und der Stausee kilometerweit abgesperrt.
Meine Damen und Herren, welche sich gerade dort oben richtig feiern, ich habe nichts gegen Feuerwerk, aber mitten im Wald, zur Brutzeit und dann noch zwei Tage hintereinander. Für den schnöden Mammon verkauft Ihr doch alles, Hauptsache nicht vor Eurer Haustür und wenn der Wind von der anderen Seite weht, wird der Naturschutz groß gefeiert. Ich höre schon Eure Lobesreden auf den Natur- und Umweltschutz bei der Großveranstaltung wegen der Flehmüller Eiche.
Was ist nur aus Deutschland geworden, nur noch Gejammer und Gedöns. Was ist nur in den ca. 40 Jahren passiert das sich über jedes Feuerwerk, Osterfeuer und Lagerfeuer aufgeregt wird, aber Hauptsache der Grill brennt den ganzen Sommer lang.
Aber wenn für Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen Büsche und Bäume weg rationalisiert werden in der Brutzeit interessiert es keinen.
Millioneninvestition: Hexenbesen muss jetzt liefern
Das ungeliebte Ding ist nunmal auf Wunsch einiger weniger Millionenverschleuderer in schwierigen Zeiten in den Harz gesetzt worden. Kein Feuerwerk und keine noch so schön gemachte Reklamebeleuchtung des
" Windrads mit Rutsche" sollte über die Hilflosigkeit der verantwortlichen Politiker und Investoren hinwegtäuschen, die für die Lösung der zahlreichen Probleme im Land, nur noch stählerne Hexenbesen aufbieten können.
Und ich beglückwünsche meine Vorkommentatoren, die das Feuerwerk in einer nächtlichen eigentlich der natürlichen Ruhe vorbehalten Zeit kritisieren.
Es ist tief traurig, welche Blüten wirtschaftlich und politisch unsichere Zeiten treiben. Ich persönlich hoffe weiterhin auf eine realistische Einordnung solcher Investitionen, von denen es ja leider einige gibt, die die Politiker der Bevölkerung erstmal erklären müssen.
Feuerwerk vor einem als schön geforderten Konstrukt? Das sind Potemkinsche Dörfer wie wir sie auch aus der DDR kennen.
Und was die Flehmüller Eiche angeht (siehe ein Kommentar): Das Bundesumweltministerium wird von mir persönlich auf die diesbezüglichen Unterlassungen der Nordhäuser Behörden in der jüngeren Vergangenheit rechtzeitig vor dem Ministerbesuch in Wort und Bild hingewiesen werden. Dazu schrieb ich eine nnz-Kolumne.