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Mi, 18:00 Uhr
17.06.2026
Nordhausen erinnert an vergessenen Aufständischen

Otto Reckstat und der 17. Juni

Bei der heutigen zentralen Thüringer Gedenkveranstaltung zum 17. Juni erinnerte das Land erstmals in Nordhausen an die Opfer des SED-Unrechts und die mutigen Aufständischen von 1953. Dabei wurde deutlich: Die Stadt spielte damals eine wichtige Rolle beim Volksaufstand, doch bis heute fehlt ein sichtbarer Erinnerungsort...
Bild: Die zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer des SED-Unrechts fand in diesem Jahr in Nordhausen statt.
Die Gedenkveranstaltung fand erstmals in Nordhausen statt. OB Buchmann erwähnte in seiner Rede, dass es in Nordhausen bislang keinen Gedenkort für den 17. Juni gibt. (Foto: ssc)

Jedes Jahr richtet das Land Thüringen die Veranstaltung in einer anderen Stadt aus. In diesem Jahr fiel die Wahl erstmals auf Nordhausen. „Mit dem Gedenken haben Sie etwas wachgerufen, das es bisher in unserer Stadt nicht gibt“, sagte Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) bei der Kranzniederlegung vor dem Rathaus in Richtung Landtagspräsidenten Thadeus König und Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU).

Tatsächlich prägen die Erinnerung an die Bombardierung Nordhausens, die Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora sowie die an das Kriegsende bis heute die lokale Gedenkkultur. Der 17. und 18. Juni hingegen blieben bislang weitgehend ein blinder Fleck. Dabei gibt es auch über diese Tage in Nordhausen viel zu erzählen.

In über 700 Städten und Gemeinden gab es am 17. Juni 1953 Volksaufstände. In Berlin wurden sie mit "sowjetischen Panzern niedergewalzt", sagte Voigt. Und Nordhausen gehörte zu den „Streikzentren in der ländlichen DDR“, wie der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Peter Wurschi, sagte. In den großen Betrieben der Stadt, darunter dem IFA-Schlepperwerk, dem Fernmeldewerk und Abus Maschinenbau, legten Männer und Frauen die Arbeit nieder. Am 18. Juni beteiligten sich nach Schätzungen rund 1600 Menschen an den Protesten gegen die politischen und wirtschaftlichen Vorgaben der SED-Führung. An ihrer Spitze stand Otto Reckstat.

Bild:
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sprach im Ratsaal vom freiheitlichsten Thüringen, in dem wir je gelebt haben. (Foto: ssc)

Die Behörden reagierten auf die Streiks in Nordhausen mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Polizei und Staatssicherheit bewachten vorsorglich das Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerk, die Post sowie die Talsperre Neustadt. Zudem wurde in Nordhausen der Ausnahmezustand verhängt. „Jegliche Zusammenrottung wurde untersagt. Alle Gaststätten mussten zwischen 21 und 5 Uhr schließen“, beschrieb Wurschi die damalige Situation. In der gesamten Stadt wurden Plakate des sowjetischen Garnisonskommandeurs angeschlagen, die den Ausnahmezustand bekannt machten.

Gut drei Wochen nach den Aufständen veröffentlichte Reckstat am 8. Juli einen 16-Punkte-Plan. Darin forderte er unter anderem die Beseitigung der Zonengrenze, die Wiedereinführung von Betriebsräten, den Achtstundentag sowie eine realistischere Planwirtschaft. „Damit stand damals schon die deutsche Einheit im Fokus“, sagte Landtagspräsident Thadäus König.

Bild: Die Gedenkveranstaltung fand erstmals in Nordhausen statt. OB Buchmann, erwähnte in seiner Rede, dass es in bislang keinen Gedenkort für den 17. Juni gibt.
Die Gedenkveranstaltung fand erstmals in Nordhausen statt. OB Buchmann erwähnte in seiner Rede, dass es in Nordhausen bislang keinen Gedenkort für den 17. Juni gibt. (Foto: ssc)

Wie lebendig die Erinnerung an den Volksaufstand heute sein kann, zeigten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Humboldt-Gymnasiums. Sie beschäftigten sich intensiv mit Otto Reckstat und den Ereignissen des 17. Juni in Nordhausen. „Wir haben unter anderem gelernt, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind“, sagte Schüler Hannes Enzenberg.

Bild: Der alte Aushang zeigt an, dass in  Nordhausen  am 17. Juni der Ausnahmezustand verhängt wurde..
Diesen alten Aushang zeigten die Schüler in ihrem Video. (Foto: ssc)

Die Jugendlichen präsentierten während der Feierstunde ein Videoprojekt und interviewten dafür die frühere Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). „Von Otto Reckstat habe ich erst nach der Wende etwas gehört“, sagte Rinke. Das macht deutlich, wie sehr die DDR-Führung bemüht war, die Erinnerung an den Volksaufstand, an den faschistischen Putsch, wie es damals offiziell hieß, klein zu halten. Während der 17. Juni in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1954 und 1990 als Feiertag begangen wurde, spielte er in der DDR offiziell keine Rolle.

Bild: Frederike Nummer (links) und Marlena Hoche (rechts) im Gespräch mit der früheren Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zum 17. Juni.
Fredericke Nummer (links) und Clara Busse (rechts) im Gespräch mit der früheren Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zum 17. Juni. (Foto: ssc)

„Der 17. Juni 1953 war kein Tag der Niederlage, sondern ein Tag des Mutes. Das erste laute Nein gegen eine weitere Diktatur“, sagte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Nur acht Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hätten Menschen in der DDR den Mut gefunden, für Freiheit, Demokratie und bessere Lebensbedingungen einzutreten. Die Repressionen in der DDR seien oft „im Flüsterton“ erfolgt. „Da wurden Karrieren verhindert, Familien getrennt“, sagte Voigt. Zugleich warnte er davor, dass es wieder Kräfte gebe, die die Erinnerung an den 17. Juni politisch instrumentalisieren. „Wir leben im freiheitlichsten Thüringen, das es je gegeben hat“, so Voigt.

Denn anders als Otto Reckstat könne heute jeder seine Meinung frei äußern, ohne Verhaftung oder politische Verfolgung befürchten zu müssen. Reckstat hingegen wurde von der DDR-Regierung wegen seiner Forderungen verhaftet und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kam jedoch vorzeitig frei und floh 1957 in die Bundesrepublik Deutschland. 1983 starb er in Bremen.

An Reckstat erinnert in Nordhausen seit dem 13. Oktober 1998 die Brücke zwischen der Barbarossastraße und der Halleschen Straße. Seither heißt sie Otto-Reckstat-Brücke, auch eine Gedenktafel erinnert an den Streikführer. „Die Brücke verbindet jene beiden großen Werke, in denen die Streiks im Juni 1953 ihren Ausgang nahmen“, berichtete Rinke, warum damals die Wahl auf die Brücke fiel.

Ob dies auch der Ort sein könnte, an dem künftig jedes Jahr an die Ereignisse des 17. Juni erinnert wird? Diese Frage steht im Raum. „Wir suchen noch einen entsprechenden Platz in der Stadt“, sagte Buchmann in seiner Rede. Denn bislang fehlt in Nordhausen ein sichtbarer Ort des Gedenkens an die Männer und Frauen, die sich im Juni 1953 gegen das SED-Regime stellten.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
18.06.2026, 00:23 Uhr
Richtig und Falsch: Heute haben wir Freiheit
Ja, Voigt hat recht. Ich kann hier diesen kritischen Kommentar schreiben und werde morgen deswegen keine Nachteile haben oder gar verhaftet werden. Trotz Klarnamen.
Aber gerade deswegen darf man auch etwas zurechtrücken. Ich liebe die 1990 gewonnene Presse- und Meinungsfreiheit:

Die "Zone" und damit die im Text erwähnte Zonengrenze wurde zunächst vom Westen ausgerufen, erst durch die Erklärung des "Eisernen Vorhanges" durch Churchhill und dann durch die Bildung der westdeutschen Bi- und Trizone. Erstere wurde bereits zum 1.1.1947 ausgerufen. Selbst KI verrät, dass das ein entscheidender Schritt zur Gründung der Bundesrepublik und zur "wirtschaftlichen Teilung Europas" war. - Und bekanntlich wurde die BRD bereits am 23.5.49, die DDR aber erst am 7.10. 1949 gegründet.

Wer also hat zuerst die Zonengrenze hochgezogen bzw. die Grundlagen dafür geschaffen? - Haben Sie das gelesen? Wie ist das mit den Grundlagen der "Teilung"?

Nicht zuletzt beruht "Freiheit" immer auch auf dem Empfinden des Bürgers. Damit können die Politiker überhaupt nicht umgehen. : Was nützt es dem Bürger dann, seine Meinung frei äußern zu können, wenn sie oft genug in Berlin oder Erfurt ungehört verhallt? - Was sich dann in den Sonntagsfragen niederschlägt. Bezüglich der zahllosen Probleme in Sachen Infrastruktur, Bildung, ÖPNV, dem Verlust des früher selbstverständlichen Gemeinschaftsgefühls, der massiven Ungleichheit des materiellen Besitzes in der heutigen Zeit, über das die Politik einfach so hinweggeht? - Das, was politisch nur sehr schwer zu beeinflussen ist: das Empfinden, das Stimmmen der Chemie zwischen Herrschenden und Bürger!

Die Freiheit ist nicht nur die Freiheit des Andersdenkenden, sondern auch Desjenigen, der nicht "anders denkt" aber nicht gehört oder übergangen wird mit seinen Wünschen und Problemen.
Das gabs aber schon vor 1990 und das wird heute genauso wieder ignoriert. Frühere Opfer am 17. Juni und die Täter dazu zu würdigen bzw. zu brandmarken ist immer leichter, als sich mit den eigenen Schwächen, den bestehenden Widersprüchen und auch den internationalen Verbrechen und deren mit zu verantwortenden Opfern des eigenen Systems zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.
Straßenfeger
18.06.2026, 06:51 Uhr
Gedenken ohne Bürger☝🏻
Ich seh hier nur eine lange Reihe Berufspolitiker. Bürger eher nicht. Kein Wunder - wer das Gedenken auf die Tagesmitte legt, hat sie wohl auch nicht dabei haben wollen.🤷
P.Burkhardt
18.06.2026, 08:46 Uhr
Stimmt, Herr Schwarzberg...
Es kommt eben auf die persönliche Perspektive an... von daher gibt es hier (wie eigentlich überall) kein schwarz oder weiß.

Einige von uns empfanden die allgegenwärtige Staatsgewalt in der DDR als "kuschelig" andere als "erdrückend". Wieder andere sahen es differenzierter...

Es ist eben eine subjektive Sicht, je nach Einstellung und ..naja nennen wir es "Lebensträume" der Menschen vor bald 40 Jahren. In der DDR gab es eben Träume, die gar nicht geträumt werden brauchten...

Wir sollten das machen, was die Meisten auch in der DDR hervorragend gemacht haben: Die Gegebenheiten nutzen...

Heute sind die Chancen nur ungleich größer, wenn man es richtig anstellt.

Allerdings: Die Verwaltungsteilung entstand durch die Siegermächte. Das spätere "Abdichten" der Grenze erfolgte dann eindeutig durch die DDR – zwei verschiedene Schritte.

Ein wesentlicher Unterschied zu damals fällt mir noch gerade ein: Heute liegt Erfolg darin, dass was man (gerne und gut) tut möglichst sichtbar zu machen. In der DDR war man erfolgreich, wenn man am besten nicht auffiel, also unsichtbar war.

Noch kurz zum Anders- oder Gleichdenkende:
Wir leben in einer parlamentarischen Demokratie, so dass eine Vielzahl von auf Meinungen basierenden Ideen in eine Entscheidungsfindung einfließen können. Dazu werden Kompromisse gefunden. Wer keine Kompromisse schließen kann, nimmt sich dabei selbst aus dem Spiel. ...und selbstverständlich, wird keine Idee im gefundenen Kompromiss zu 100 Prozent wiedergefunden werden können.

Zur Ungleichverteilung: sie ist der Antrieb, der Alles am Laufen hält. Wären Alle (im übertragenen Sinne) satt, gäbe es für "Macher" keine Motivation mehr, produktiver zu werden, Innovationen zu finden, sich und damit das Land weiter zu entwickeln...un ebrn dann auch auf der Sonnenseite zu stehen.

Es macht auch irgendwie keinen Sinn darüber nachzudenken: Die Würfel sind nun mal mit dem Fall des "antifaschistischen Schutzwalls" vor bald 40 Jahren so gefallen...wie wir das heute finden, spielt überhaupt keine Rolle...jeder sollte darüber nachdenken, wie er seine persönliche ZUKUNFT gestaltet, statt in der VERGANGENHEIT zu verharren. Aber: Erinnern beugt gleichen Fehlern vor ...ist deswegen sehr wichtig!
Lautaro
18.06.2026, 13:31 Uhr
Danke Herr Schwarzberg !
Diese ganzen Prozesse (Ilse Benjamin) habe ich ungläubig als Jungfacharbeiter (durch erzählungen älterer Kollegen ) wahrgenommen.
Die Stalinisten waren schon eine "fröhliche Bande"
Heute dagegen wird eine behinderte Frau ihres Smartphones beraubt, Pinoccio ist kriminell und Schwachkopf wird juristisch geahndet !
Und alles wegen des aufgehübschten Majestätsparagraphen !
(§ 103 StGB) :-(
Novize
18.06.2026, 16:56 Uhr
Der Ort verwundert
Warum werden Kränze vor der StadtInformation niedergelegt? Versteht das jemand?

Wer denkt sich so etwas im Rathaus aus?
RWE
18.06.2026, 17:01 Uhr
Weder Churchhill noch die westdeutsche Bi oder Tri Zone haben aber eine Mauer hochgezogen
und ihre Bürger eingesperrt. Im Kern war Churchhill ein Kämpfer für die Freiheit. Er bekämpfte die Nazis und war dann erbitterter Gegner des expansivern Sowjetkommunismus.
RWE
18.06.2026, 17:25 Uhr
@Lautaro Googlen sie mal §188 StGB
Die von ihnen angedeuteten Fälle, die im Ausland Erstauenen hervorgerufen haben, beruhen auf die von Nany Faeser eingeführte Verschärfung. Ja Frau Faeser... Selbst jetzt erleidet sie eine Niederlage nach der anderen vor Gericht.. In Verbindung mit sogenannten Portalen und Trusted Flaggern hatte allein Robert Habeck mehr als 700 (!!) Anzeigen gestellt. In der Ampel habe ich als gelernter Ossi den Geruch von Zensur wahrgenommen. Vor der Ampel hatten Politiker dickhäutiger zu sein. Trotz einzelner Stimmen von CDU Politikern nach Abschaffung macht Merz mit. Eine Schande für einen bürgerlichen Politiker. Dennoch ist für mich die derzeitige Regierung mit der blockierenden SPD um Längen besser bzw. weniger schlecht als die Ampel. Und das soll etwas heißen...
diskobolos
18.06.2026, 21:11 Uhr
" ... weniger schlecht als die Ampel." (RWE)
Da kann man aber auch anderer Meinung sein.
Herr Merz war offensichtlich der Meinung, dass die Wirtschaft schon anspringt, wenn er erst mal am Ruder ist. Vielleicht glaubte er selber, dass er als Cheflobby von Black Rock etwas von Wirtschaft versteht. Das Thema hat er dann verlassen um als "Außenkanzler" zu renomieren.
Jetzt geht es ihm darum, sich (mindestens) zweimal die Woche mit anderen Staatsführern zu treffen. Wer da eine führende Rolle anstrebt, muss vor allem eines mitbringen: viel Geld (stärkste konventionelle Armee, Ukraine-Hilfe, EU-Erweiterung usw.)

Dass Frau Reiche eine bessere Energiepolitik macht als Habeck, glauben nur die durch eine verlogene BILD-Kampagne („Heizungshammer“) Verblödeten.
Der Ersatz des GEG durch das GMG ist ein Paradebeispiel für eine Verschlimmbesserung . . .

Die nötigen Sozialreformen (Rente, Pflege, GKV) werden weiter verschleppt. Wenn überhaupt, reicht die Kraft nöchstens um an ein paar Rädchen zu drehen (Beitragserhöhungen, Leistungskürzungen).Die eigentlichen Probleme bleiben uns erhalten.

Wer nun glaubt, dass D besonders schlecht regiert wird, sollte mal nach GB, F, USA sehen. Schlechter geht immer . . .
RWE
19.06.2026, 05:56 Uhr
In der grünen Gedankenwelt von Berlin Mitte ist jeder Hausbesitzer wohl Millionär
Die Realität sieht anders aus. Da hat nicht jeder mehrere 10000 Euro über, trotz Förderung. So einfach ist das. Dazu eine Außenministerin, die wohl unser ansehen im Ausland nicht erhöht hat und und eine Innenministrin, naja.
Das Problem der jetzigen Regierung ist eine blockierende SPD bzw. Teile davon ( Frau Bas) und ein dampfplaudernder Kanzler, der es seinen Gegnern viel zu leicht macht, ihn absichtlich falsch zu verstehen. Sehr fatal bei der deutshen Empörungsindustrie. Ja, schlimmer geht immer. Das sollte uns aber nicht trösten. Vielleicht reißen sich die Herrschaften ja noch zusammen.
Man kann es anders sehen, für mich war Ampel die schlechteste Regierung aller Zeiten. Und wenn ich sehe, dass sich ein Habeck schon wieder warm macht wird mir himmel Angst. Während der Ampelzeit fühlte man sich als arbeitender Mensch veralbert. Leider kommt die Nachfolgeregierung eben nicht aus den Knick.
diskobolos
19.06.2026, 10:09 Uhr
@ RWE
Nach ihren eigenen Aussagen ("25 Jahre im Höchststeuersatz gearbeitet") gehören Sie ja zu den Wohlhabenden. Da ist schon klar, dass Sie eine Politik von Union und FDP gut fanden. Die hat allerdings zu einer imer größeren Kluft zwischen Reich und Arm in D geführt.

Für die 90%, die nicht Teil der Vermögensoberschicht sind, ist die Lage objektiv anders. Dass diese Leute oft gegen ihre eigenen Interessen wählen, ist deren eigene Dummheit.

Wenn Sie schreiben, dass Sie Ihren Beschäftigten "Arbeit gaben", ist das eigentlich falsch: Sie haben Arbeitsstellen (zum eigenen Vorteil) zur Verfügung gestellt. Die Arbeit haben die anderen geleistet.
Ihre eigene Arbeit stelle ich dabei gar nicht in Abrede und Ihr Vermögen sei Ihnen auch gegönnt . . .
RWE
19.06.2026, 13:10 Uhr
Hä? Wo habe ich geschrieben, dass 25 Jahre im Höchststeuersatz gearbeitet habe???????
Auch war ich nie selbstständig... Da bringen sie etwas durcheinander.
Trotzdem fühle ich mich als als Steuerzahler und Arbeitnehmer vealbert. Und ja, damit Deutschland wieder wettbewerbsfähiger wird, müssen die Arbeitgeber (genau) entlastet werden. Ich habe schon für mehrere "böse" Kapitalisten gearbeitet. Und ich kann und konnte gut davon leben. Okay, Spitzensteuersatz habe ich nie zahlen müssen... Trotzdem habe ich dort mehr verdient als in irgendeinen Solawi Laden...☺☺☺
diskobolos
19.06.2026, 16:49 Uhr
Sorry RWE,
Dann muss ich Sie wohl verwechselt haben. Tut mir ehrlich leid. Aber da die Kommentare auch schnell verschwinden, kann ich es jetzt auch nicht mehr aufklären
Lautaro
19.06.2026, 17:56 Uhr
Allein für den Diskurs zwischen RWE und dem Diskuswerfer.....
dürfte den Inquisitoren der Pseudolinken ob der Verruchtheit die Augen aus den Höhlen quellen.
Danke an das letzte gallische Dorf (NNZ) ! :-)
diskobolos
20.06.2026, 09:58 Uhr
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