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Do, 10:06 Uhr
18.06.2026
Ein Blick in die Statistik

Höhere Steuereinnahmen in 2025

Thüringens Gemeinden haben 2025 mehr Steuern eingenommen als je zuvor. Die Steuereinnahmekraft der 605 Kommunen stieg auf 2,261 Milliarden Euro, ein Plus von 100 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr...

Bild:
Steuereinnahmen im Jahr 2025 nach Gemeinden. (Foto: Quelle: Statistisches Landesamt)
Im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs wird die Steuereinnahmekraft der Gemeinden ermittelt: aus Realsteuern, Gewerbesteuerumlage und den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug die Steuereinnahmekraft der 605 Thüringer Gemeinden im Jahr 2025 insgesamt 2,261 Milliarden Euro. Das waren 100 Millionen Euro beziehungsweise 4,6 Prozent mehr als im Jahr 2024. Dies entsprach einem Anstieg um 57 Euro auf nunmehr 1.083 Euro pro Kopf.
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Seit dem 1. Januar 2025 wird die Grundsteuer auf Basis reformierter Regeln erhoben. In der Folge erhöhten sich die landesdurchschnittlichen Hebesätze für das Jahr 2025 deutlich. Für die Grundsteuer A bedeutete dies einen Anstieg von 304 Prozent auf 344 Prozent und für die Grundsteuer B von 440 Prozent auf 474 Prozent. Von der Möglichkeit, einen separaten erhöhten Hebesatz C für unbebaute, baureife Grundstücke festzulegen und eine Grundsteuer C zu erheben, hat in Thüringen bisher keine Gemeinde Gebrauch gemacht. Der landesdurchschnittliche Hebesatz für die Gewerbesteuer änderte sich nur minimal um einen Prozentpunkt auf 415 Prozent.

Die Thüringer Gemeinden nahmen 1,377 Milliarden Euro an Realsteuern ein, davon 1,137 Milliarden Euro an Gewerbesteuer (brutto) und 240 Millionen Euro an Grundsteuern. Das waren 47 Millionen Euro beziehungsweise 4,0 Prozent mehr Realsteuern als im Jahr 2024.

Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stiegen gegenüber dem Vorjahr um 49 Millionen Euro beziehungsweise 6,6 Prozent auf 799 Millionen Euro. Aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer hatten die Gemeinden mit insgesamt 181 Millionen Euro Mehreinnahmen in Höhe von 8 Millionen Euro (+4,9 Prozent) gegenüber dem Jahr 2024.

Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz bei 35 Prozent lag, belief sich im Jahr 2025 auf 96 Millionen Euro. Im Jahr 2024 waren es 91 Millionen Euro (+5,2 Prozent) bei einem Umlagesatz von ebenfalls 35 Prozent.

Regional fiel die Steuereinnahmekraft 2025 in Thüringen sehr unterschiedlich aus. Sie betrug bei den kreisfreien Städten 1.129 Euro je Einwohner (+47 Euro gegenüber 2024). Die Steuereinnahmekraft der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 1.067 Euro je Einwohner (+61 Euro gegenüber 2024).

Unter den kreisfreien Städten lag der Pro-Kopf-Wert der Steuereinnahmekraft in Erfurt (1.254 Euro) am höchsten, gefolgt von Jena (1.232 Euro), Suhl (999 Euro), Weimar (977 Euro) und Gera (873 Euro). Die kreisfreien Städte Erfurt, Weimar und Suhl konnten eine Erhöhung ihrer Steuereinnahmekraft verzeichnen.

Kreisangehörige Gemeinden wie Marth im Landkreis Eichsfeld (32.970 Euro je Einwohner) und Großheringen im Landkreis Weimarer Land (28.698 Euro je Einwohner) erzielten bei den Pro-Kopf-Werten ein Mehrfaches des Landesdurchschnitts. Sie lagen 2025 zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, konnten aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur gering beeinflussen.

Den stärksten Rückgang der Steuereinnahmekraft je Einwohner gegenüber 2024 gab es in der Gemeinde Ritschenhausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (um 3.766 Euro auf 2.141 Euro). Dagegen konnten die Gemeinden Marth im Landkreis Eichsfeld (+31.219 Euro auf 32.970 Euro) und Korbußen im Landkreis Greiz (+8.592 Euro auf 21.736 Euro) das größte Einnahmeplus ihrer Pro-Kopf-Steuern gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Insgesamt erreichten 30 der 605 Thüringer Gemeinden beziehungsweise 5,0 Prozent eine Steuereinnahmekraft von über 2.000 Euro pro Kopf. Eine Steuereinnahmekraft zwischen 1.000 und 2.000 Euro pro Kopf konnten 156 Gemeinden beziehungsweise 25,8 Prozent verzeichnen. Weitere 386 Gemeinden beziehungsweise 63,8 Prozent hatten eine Steuereinnahmekraft zwischen 500 und 1.000 Euro pro Kopf. Unter 500 Euro pro Kopf lagen 33 Gemeinden beziehungsweise 5,5 Prozent.

Insgesamt 141 Gemeinden beziehungsweise 23,3 Prozent lagen über dem Landesdurchschnitt von 1.083 Euro pro Kopf.
Autor: red

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Kommentare
Euphrasia
18.06.2026, 10:36 Uhr
Okay (!?)
Und das bei so viele gewerbliche Insolvenz Meldungen, Kündigungen usw. Bin mal neugierig wie das Verhältnis zur Einkommen der Menschen steht.
P.Burkhardt
18.06.2026, 13:06 Uhr
bevor jetzt jemand auf die Idee kommt,
dass jeder Einwohner die entsprechende Summe an die Gemeinde zahlt: NEIN ! Den weitaus größten Teil (40%-50%) dürften Gewerbesteuern ausmachen, die sich aus dem Gewinn (modifiziert um Hinzurechnungen und Kürzungen) und dem Hebesatz ergeben. Der Hebesatz (sollte) die Attraktivität des Standortes widerspiegeln, da er sonst eher bremsend auf die Ansiedlung von Gewerbe wirkt.

Wie es dem Haushalt einer Gemeinde ergehen kann, wenn die Einnahmen nicht passen können wir vor der eigenen Haustür sehen. Deswegen: Wirtschaft stärken, die Arbeitsplätze schafft, dann geht's den Gemeinden gut (schicke Plätze, Sauberkeit, Infrastruktur, Freizeitangebote, Feste, Vereinsförderung, Bäder, usw.) was Arbeitskräfte anzieht. Das kann man endlos fortführen.. am Ende kommt heraus, dass eine funktionierende, starke, regionale Wirtschaft gut für jeden Einzelnen in der Region ist.
emmerssen
18.06.2026, 14:39 Uhr
Wieder mal
Ein ganz schlauer überflüssiger Kommentar vom Erklärbär. Von den höheren Steuereinnahmen bleibt dank hoher Energiepreise, höheren Lohnkosten und höheren Nebenkosten rein gar nichts in der Kasse der Kommunen übrig.
Tom der ungläubige
18.06.2026, 16:02 Uhr
Nun, der Erklär Bär hat auch wieder gesprochen und eigentlich ist ja alles gut, oder doch nicht?
Höhere Steuereinnahmen klingen für den Staat erst mal gut und es mag sein, dass es suggeriert, dass es aufwärtsgeht. Tut es aber nicht. Jeder, der selbstständig ist, weiß, wenn er einen Steuerberater hat, dass man bestimmte Dinge schieben kann, bei unseren perversen Steuersystem manchmal für selbstständige Überleben wichtig! Und das was in dem Artikel jetzt beschrieben wird, sind eigentlich Jahres Abschlüsse, die vielleicht in der Regel 2-3 Jahre vorher abgegeben worden sind.Auf keinen Fall sind sie ein Spiegel der aktuellen wirtschaftlichen Realität in Deutschland. wie es der Erklärbär uns immer wieder sagen möchte. Ich weiß auch nicht was ihn dazu antreibt. Also die Zahlen mögen jetzt noch relativ stabil sein aber das wird sich in ein oder zwei Jahren massiv ändern. Ganz einfach, weil die deIndustrialisierung Deutschlands, die auch nicht vor Nordhausen halt macht, undsich bahn brechen wird, fast nicht mehr aufzuhalten ist! Und das war gewollt, und das haben wir wirklich, den Grünen und den roten zu verdanken, die bis heute nichts aus diesem Disarstar gelernt haben. Ich bin der letzte als ehemalig, selbstständiger, der so etwas gutheißt! Ich weiß, was es bedeutet, wenn man 25 jahre seines Lebens im Spitzensteuersatz gearbeitet hat und sich vielleicht heute noch von irgendwelchen Frösis sagen lassen muss, dass man ein ganz schlimmer Kapitalist ist, wo man doch eigentlich 12 Leuten über diese 25 eine Arbeit gegeben hat. Nein das vergangene, bereue ich nicht. Es war eine schöne Zeit, ich bin rechtzeitig ausgestiegen aber ich habe keine Idee mehr für dieses Land anders als unser Erklärbär, deshalb sollte er Worten, taten folgen lassen. Also Burkhard, raus ins Leben! Setzen Sie Ihre Realität, die sehen und beschreiben in Taten um! Ehrlich gesagt, mir fehlt mittlerweile dafür nach einem langen Kampf die Lust, und die negative Antwort, die ich mir selber gebe. Für das warum, sollte ich noch? Wenn doch Leistung in diesem Land keine Rolle mehr spielt!
P.Burkhardt
18.06.2026, 16:19 Uhr
jo, emmerssen...
...hier ging es aber ausnahmsweise um die Einnahmen und nicht um die Ausgaben...und auch nicht darum, was übrig bleibt. Gerne, bitte....

Warum muss das nur immer so kompliziert sein, sich mal ans Thema zu halten, bzw. Kommentare im Kontext zum Artikel zu lesen...

Ich wollte nur dem gängigen Narrativ ("der kleine Bürger wird ja nur geschröpft") vorbeugen, welches hier ja immer gerne bemüht wird, wenn es um Hebesätze, Steuern oder sonst etwas geht, was uns Allen zu Gute kommt...

Im Übrigen steigen Steuereinnahmen auch allein durch die Inflation (also steigende Energiepreise und Lohnkosten)...aber das muss ich ja nicht erklären...so als Bär 😉 - das ist Ihnen ja absolut klar...

und bevor das kommt: "Ja, wenn die Unternehmen mehr steuern zahlen müssen, dann steigen die Preise, die wir als ausgebeutete Kunden dann bezahlen müssen"... Ja, das ist richtig, aber darum geht es nicht im Artikel ! Es geht um die Steuereinnahmen der Kommunen... und die kommen zum größten Teil aus der Gewerbesteuer... wenn wir etwas einkaufen, zahlen wir einen Kaufpreis, in den die Gewerbesteuer einkalkuliert sein sollte - aber in dem Moment in dem wir bezahlen - da ist es noch keine Steuer ! Wir kennen die Aufschläge und Abzugspositionen des Unternehmers nicht, weswegen wir nicht seriös behaupten können, dass wir die Steuer bezahlen...

Unwissenheit ist ein Segen ...das nächste Mal will ich auch die blaue Pille....
Franz Haarkamm
18.06.2026, 16:50 Uhr
Welch entlarvender Kommentar @emmerssen
Ich zitiere mal einen Kommentar von emmerssen zum Thema Tanken vom 12.2.25: „Und der Staat verdient über die Mehrwertsteuer kräftig mit.“ Da dürfte nach emmerssens Logik ja eigentlich dasselbe passieren. Es bleibt nichts übrig. Bemerkt emmerssen diesen Widerspruch seiner Äusserungen nicht. Oder funktioniert sein Intellekt nur dann, wenn es um das Schimpfen auf den Staat oder das Beschimpfen von Leuten mit einer anderen Meinung geht.
Kobold2
18.06.2026, 18:13 Uhr
Interessante
Entwicklung im Landkreis Sonneberg.
Vielleicht ist man auf dem Weg zum Steuerparadies?
P.Burkhardt
18.06.2026, 19:01 Uhr
31.7. des Folgejahres
...ist der Abgabetermin, ungläubiger Tom. Sie können eine Verlängerung beantragen (i.d.R. 2 Monate)... das wird das Finanzamt aber nicht endlos mitmachen. Ich weiß ja nicht, wie das bei Ihnen so ist, oder ob Sie unter der Gewerbesteuergrenze liegen (für den Fall, dass es stimmt, dass Sie selbstständig sind) ... also 2-3 Jahre aus der Vergangenheit ist wohl eher die Ausnahme. Hinzukommt, dass Sie bei entsprechendem Gewinn (also über Freibetrag + X) i.d.R. Abschlagszahlungen vornehmen müssen, die das FA festlegt. Also sind die Zahlen schon recht aktuell, da offenbar das Zuflussprinzip zugrunde liegt. Das ich das hier wieder erklären muss, liegt wohl daran, dass hier wieder irgendwie etwas erzählt wird, was im Normalfall unzutreffend ist...

Freuen wir uns doch, dass die Steuereinnahmen (insb. Gewerbesteuer) gestiegen sind...bedeutet es doch, dass die Unternehmen Gewinne machen.
emmerssen
18.06.2026, 23:06 Uhr
DDR 2026?
Welch entlarvender Kommentar Herr
@ Franz Haarkam. Meine Meinung vom 12.2.2025 wird hier begutachtet. Werden Kommentare die Ihnen nicht passen etwa abgespeichert um als Beweis aus der Mottenkiste geholt zu werden? Da hatten wir in der DDR doch ein großes Vorbild was genauso agiert hat, nannte sich Stasie. Herzlichen Glückwunsch. Und nein ich bin kein Fan dieser Regierung, die nur Almosen für ihr eigenes Land übrig hat und sonst für Krieg und jede Menge Projekte woanders und für Menschen die nie in das System eingezahlt haben mit vollen Händen ausgibt. Ich bin aber ein großer Fan für Gerechtigkeit und ein Deutschland was wir schon einmal hatten. Leider wurde es uns in den letzten Jahren immer mehr kaputt gemacht und der Trend geht immer weiter in diese Richtung. Wenn Sie und einige andere Leute hier, die uns bei jedem streithaften Thema die Welt erklären möchten, das nicht erkennen wollen dann tun Sie mir eigentlich nur leid. Aber es muss ja auch Nutznießer dieser Politik geben. Die finden natürlich alles super.
Tom der ungläubige
19.06.2026, 09:05 Uhr
Burkhard, es ist unredlich!
Meine geschilderte berufliche Vita anzweifeln! Das tue ich bei Ihnen auch nicht. Und finde es ziemlich unverschämt! Und danke für Ihren Wikipedia Schnipsel. Das mag im Standardfalle alles so sein ist es aber nicht im Besonderen. Und da gibt es schon Möglichkeiten, in unserem perversen Steuersystem, Fristen zu schieben, Rückstellungen geltend zu machen, teilweise über Jahr und so weiter. Also, Burkhard, gehen Sie in sich und werden sie nicht persönlich! Schlimm genug, dass ich Ihnen das sagen muss, einem erwachsenen Menschen!
P.Burkhardt
19.06.2026, 09:34 Uhr
lieber emmerssen...
...Ihnen wurde doch schon die Welt erklärt - nur blöderweise von Leuten, die Ziele verfolgen, die unserem Land und unserem Zusammenleben mehr schaden als nutzen.

Die "Lösungen" dieser Leute erscheinen Ihnen plausibel, weswegen Sie diese als Ihre eigene Überzeugung angenommen haben. Leider ist die Welt aber nicht so simpel gebaut, als das diese einfachen Lösungen irgendwelche Probleme lösen könnten - und genau das, versuche ich (und auch einige andere) hier zu erklären (Brumm).

Ihre Einschätzung, dass in Deutschland nur Almosen für die ("Bio")-Deutschen vorhanden wären, ist einfach falsch !

Sozialleistungen, wie
- Grundsicherung, Aufstockung
- Zuschüsse zur gesetzliche Krankenversorgung
- Wohngeld
- Kindergeld
- Zuschüsse zur gesetzliche Rentenversicherung
- Unterstützung auf Antrag
- Freibeträge
- Zuschüsse zur gesetzlichen Pflegeversicherung
- ect.
gibt es in anderen Ländern gar nicht und machen in Deutschland den weitaus größten Teil des Staatshaushaltes aus.

Und ja: Niemand wird davon reich – aber jeder hat Anspruch auf Wohnraum, medizinische Versorgung und die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse. Das ist kein Almosen, das ist ein verdammt hohes Niveau an staatlich finanzierter sozialer Sicherheit.

Schauen Sie mal über den Tellerrand: Werden Sie in Russland Rentner, in den USA krank, in GB zahnlos oder können Ihre Miete nicht mehr zahlen… dann haben Sie ein echtes Problem. Hier wird auf sehr hohem Niveau gejammert.

Die Debatte über „die, die nie eingezahlt haben“ wurde bewusst losgetreten – von Leuten, die ein Feindbild brauchen, um Menschen wie Sie emotional zu binden. Dieses Muster ist uralt: Heiden, Hexen, Juden, Sinti, Roma… immer ging es darum, eine Gesellschaft zu spalten, um die eigene Macht zu stärken. Und genau diese Leute schieben dann der Regierung die Verantwortung für angebliche „Sozialgeschenke“ zu, um selbst an die Macht zu kommen. Sie sind diesem Bauernfang leider aufgesessen.

Finden Sie es wirklich ungerecht, Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen ...und glauben Sie tatsächlich, dass es Ihnen besser ginge, wenn wir das nicht täten ? Nicht die Hilfe für Schwache schadet uns, sondern der Neid darauf.
P.Burkhardt
19.06.2026, 11:51 Uhr
Asche auf mein Haupt @Tom...
...ja, ich habe Ihre Aussage angezweifelt...ich bin eben etwas vorsichtig geworden, nach dem hier manche sich als "Wissender" verkaufen. Kommt nicht wieder vor.

Sie schreiben ja selbst: Im "Besonderen Fall" ist es möglich. Wenn Sie meinen vorherigen Beitrag richtig lesen: Dem habe ich auch nicht widersprochen.

Aber wieso bezeichnen Sie ein Steuersystem als "pervers", welches Ihnen in Ihrem besonderen Fall solche Möglichkeiten einräumt ?

Sie meinen sicher, unser Steuerrecht ist ausgeufert. Das liegt aber daran, dass es versucht weitgehend gerecht zu sein: Wer viel verdient, soll mehr beitragen, als derjenige der wenig verdient. (weswegen eine Flat-Tax z.B. nicht nur teuer, sondern extrem ungerecht wäre). Aufwende, die der Einkommenserzielung dienen sollen absetzbar sein. Deswegen gibt es Einkommensgrenzen, Freibeträge und eine Steuerprogression, Abschreibungs- und Rückstellungsmöglichkeiten... das ist komplex aber dient uns Allen.... und funktioniert ja auch, wenn ich das dem Artikel richtig entnehme.

Sicher wäre manches einfacher möglich und manche Ungerechtigkeit gibt es auch noch (Bsp.: Besteuerung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung vs. Einkünfte aus Kapitalvermögen). Aber das wissen Sie ja.

Falls es Sie beruhigt: Wikipedia ist ein Nachschlagewerk, welches ich tatsächlich gelegentlich nutze (da es i.d.R. frei von Falschdarstellungen und Wertungen ist), wenn ich mir nicht sicher bin - in diesem Fall jedoch... 😉 Ich bin da in dieses Thema (und ein paar andere) ein bisschen involviert...
Euphrasia
19.06.2026, 12:27 Uhr
WhatsApp Gruppe
Meine gute, könnt Ihr nicht eine WhatsApp Gruppe bilden, wo ihr über einander herziehen könnt? Ich dachte immer, Mann kann seine Meinung geben. Aber es geht hier eher darum der Meinung der anderen (und sogar die Personen) schlecht zu machen. Da kann die Politik noch so viel Steuergeld umher schmeißen mit anti Hass Kampagnen, leider kann man hier lesen das das nichts bringt.
Tom der ungläubige
19.06.2026, 14:51 Uhr
Burkhard, Entschuldigung, angenommen
Etwas anderes hätte ich auch nicht erwartet. Warum ich unser Steuersystem als pervers bezeichne, ist unter anderem, dass keiner mehr durch steigt. Jeder der selbstständig ist, und in einer etwas höheren Verdienst Gruppe braucht heutzutage ein Steuerberater. Was tut er? Er berät seine Mandanten damit ermöglicht im besten Falle gut rauskommt aus der Maximalbesteuerung in Deutschland. Das ist einfach so, und das wird Ihnen auch jeder selbstständige bestätigen. Ich kann mich ein früherer Schiffsbeteiligungen und Ähnliches erinnern, was es schon lange nicht mehr gibt. Und deshalb bin ich tatsächlich jemand, der für eine Flat Tax ist ich bin dafür, dass 36.000 bruttoim Jahr steuerfrei sind. Das würde etwa 30-40 % der Bevölkerung abdecken. Unter anderem auch die meisten der Rentner bis auf ein paar Beamte. Den Einkommensteuer Tarif würde ich auf 30 % setzen für alles was da drüber ist. Also von jemanden der 40.000 verdient und bis zur Familie Quandt von BMW. Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel weg aber Verbrauchsteuern eventuell anpassen. Das kann heißen, dass zum Beispiel die Mehrwertsteuer etwas ansteigt. Und das ist nicht ganz aber ähnlich dem amerikanischen Modell und das ist auch gar nicht so schlecht. Was würden wir sparen wir würden eine riesige Finanzverwaltung einsparen. Bis auf Rudimente, natürlich würden die Steuerberater nicht mehr allzu viel zu tun haben und müssen sich nach neuen Dingen umsehen. Für die Bürger wäre es einfach, das wäre dann wirklich auf dem Bierdeckel beziehungsweise Handy möglich. Wir verbrennen Geld, Steuergeld durch ein unnützen, riesigen Verwaltungsapparat, der aber dazu führt, dass der Staat immer mehr Geld braucht, um diesen Apparat am Leben zu halten. Und das ist einfach ungesund. Es muss sowohl für den Kleinen als auch für den Unternehmer einfach sein, möglichst digital möglichst ohne große Ausnahme. Tatbestände etc. PP ohne Steuerberater und so weiter. Natürlich werden mich die Steuerberater dafür steinigen. Aber so sehe ich das. Weil das meiste Geld wird verbrannt um unsere Steuergesetze durchzusetzen (Verwaltungsapparat). Das hat nichts mehr mit Effizienz zu tun. Was noch klappt, ist Dosenpfand, Finanzamt und Mülltrennung.🤣, meine Meinung! Viele
P.Burkhardt
19.06.2026, 15:45 Uhr
wir sollten das hier nicht ausweiten @Tom... geht am Thema etwas vorbei...
...nur soviel: Ich wäre ein Profiteur der Flat-Tax und finde sie unter Anderem aus diesem Grund ungerecht. 36.000 EUR Freibetrag (3k brutto im Monat ?)... da läge bei Steuerklasse 1 die SteuerErsparnis bei etwa 280 EUR... also (Brutto-abzügl. Grundfreibetrag, AN-Pauschbetr., Vorsorgepauschale und Sonderausgaben-Pauschale)... macht das den Kohl wirklich fett ? Zumal AN und/oder Pendler, die dann ggf. keine Steuer mehr zahlen auch keine Fahrtkosten mehr gegenrechnen könnten, keine Arbeitsmittel, keine Gesundheitsausgaben, etc....es wäre einfacher... aber nicht fair.

lassen wir das... hier ging es um Steuereinnahmen der Gemeinden, die wesentlich aus Gewerbesteuern bestehen. Ein weiterer großer Posten ist die Grundsteuer. Hier sehe ich (gerade im strukturschwachen Thüringer Norden) eigentlich viel eher Anpassungsbedarf. Wer langfristig Wohlstand schaffen will, Abwanderung vermeiden will, der sollte es den Bürgern leichter machen, Vermögen aufzubauen - u.a. mit der eigenen Immobilien. kurz: Die Hebesätze bei der Grundsteuer finde ich im LK und in der Stadt zu hoch. (GS A: 385% in NDH vs. 230% in Potsdam). Gleiches gilt für die Grunderwerbssteuer, die ist in Thüringen mit 6,5% zusammen mit ein paar anderen Bundesländern (NRW, S-H, Brandenburg und Saarland) bundesweite Spitze ! - Bayern und Sachsn liegen da bei 3,5%.

Aber insgesamt ist es wichtig, dass die Kommunen und auch das Land genügend finanziellen Spielraum haben, um die Region nicht nur zu erhalten, sondern auch voran zu bringen.
Tom der ungläubige
19.06.2026, 17:14 Uhr
Doch, natürlich sollten wir hier ausweiten, denn das…
.. Ist das was wehtut. Alle, ob links oder rechts sind sich einig, das Geld da sein muss. Geld kommt nicht vom Staat, es kommt von denjenigen, die ihre Steuern abgeben. Das sind zu 30-40 % Arbeitnehmer und der Rest sind die so genannten bösen Buben, nämlich die Reichen. Dass diejenigen aber genau die das Klientel sind, dass die letzten 70 Jahre in Deutschland investiert hat, Arbeitsplätze geschaffen hat, und den Arbeitnehmern eine Zukunft bereitet hat natürlich für wertschöpfende Arbeit, versteht sich von selbst. Anders würde es nicht funktionieren. Es ist nun mal Kapitalismus, und wir hatten eine Marktwirtschaft, die gerade jetzt von den linken komplett auf den Kopf gestellt wird und deshalb geht in Deutschland das Licht aus. Wenn sie es nicht glauben, noch ein bisschen warten ein oder zwei Jahre, dann ist hier Pflaum Pfingsten! Entschuldigung, meine drastischen Worte! Da hilft kein Wikipedia da hilft auch kein schönreden, das ist Realität! Und wer bitteschön soll diesen super Sozialstaat dann noch bezahlen.? An die einzigen, die man sich noch halten kann, ist diejenigen, die noch am Ende des Monats etwas Gewinn haben und das sind die Unternehmer vermutlich der Mittelstand. Die Großen fliehen ja gerade weg. Also wir müssen uns nicht streiten. Wir brauchen nur abwarten. Ich werde nicht mehr abwarten. Ich habe meine Conclusio gezogen. Aber sie können gerne noch bis zum Schluss beten, dass alles gut wird. Ich würde mir wünschen, dass das, was ich voraussehe für dieses Land nicht eintritt und ich würde mir wünschen, dass sie Recht haben! In diesem Sinne einen schönen Nachmittag!
P.Burkhardt
20.06.2026, 18:59 Uhr
Okay, okay @Tom...
Wir können endlos darüber diskutieren... das gehört hier aber nicht hin. Ich bin bei Ihnen: starke Wirtschaft bedeutet ein starkes Land. Ich halte das Sozialsystem in Deutschland für umfassend, ja. Ist es zu viel ? Ein wenig vielleicht... da bekommen Sie bei jedem den Sie fragen, eine andere Meinung, je nach sozialer Stellung. Ich kenne Ihre Motive nicht. Ich versuche mich dem Thema gesamtwirtschaftlich zu nähern... und da ist es so, dass nahezu jeder Euro, der an sozial Bedürftige bezahlt wird, verkonsumiert wird... also bei Unternehmern (je nach Branche) für Umsatz und Gewinn sorgt...

Wir drehen uns hier im Kreis... und ich hab wirklich besseres zu tun...
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