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Sa, 10:10 Uhr
09.05.2026
Erdüberlastungstag

Wenn alle so leben würden wie wir

Am 10. Mai ist in diesem Jahr der Erdüberlastungstag, der „Earth Overshoot Day“, für Deutschland. Das bedeutet: Würden alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften wie in Deutschland, wären die natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann, bereits an diesem Tag verbraucht...

Deutschland erreicht diesen Wert damit fast drei Monate früher als der weltweite Durchschnitt. Der Tag markiert den Zeitpunkt, ab dem wir global betrachtet auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Würden alle Menschen weltweit so leben wie hierzulande, wären knapp 3 Erden notwendig.

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NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger erklärt: „Der frühe Erdüberlastungstag in Deutschland zeigt, dass unser Ressourcenverbrauch viel zu hoch ist und auf Kosten von Klima, Natur und künftigen Generationen geht. Während der weltweite Erdüberlastungstag erst Ende Juli erreicht wird, lebt Deutschland schon im Mai über seine ökologischen Verhältnisse. Wir verbrauchen unsere natürlichen Lebensgrundlagen immer schneller und verschärfen damit die Klima- und Biodiversitätskrise. Die Überlastung zentraler Ökosysteme wie Wälder, Böden, Gewässer und der Atmosphäre ist Realität und ihre Fähigkeit, Belastungen abzufedern, nimmt kontinuierlich ab.“

Entscheidend ist eine deutliche Senkung des absoluten Ressourcenverbrauchs. Zentrale Handlungsfelder sind eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik, eine naturverträgliche Landwirtschaft und Ernährung sowie eine konsequente Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig sind der Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen entscheidend, etwa durch mehr Flächenschutz, weniger Versiegelung sowie die Renaturierung von Mooren, Wäldern und Auen. Der Umgang mit natürlichen Ressourcen muss insgesamt deutlich naturverträglicher werden, um die sinkende Resilienz der Ökosysteme zu stabilisieren.

Ein nachhaltiges Leben innerhalb der planetaren Grenzen ist nicht Verzicht, sondern Voraussetzung für Lebensqualität, Gerechtigkeit und eine sichere Zukunft.

Der Erdüberlastungstag wird jährlich vom Global Footprint Network berechnet. Für einzelne Länder zeigt er, an welchem Datum der globale Erdüberlastungstag läge, wenn die gesamte Weltbevölkerung so leben und wirtschaften würde wie die Bevölkerung des jeweiligen Landes. Der Tag macht deutlich, wann die Nachfrage nach natürlichen Ressourcen die Fähigkeit der Erde übersteigt, diese im selben Zeitraum zu erneuern.
Autor: red

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Kommentare
Marino50
09.05.2026, 13:22 Uhr
Leben
Will man uns schon wieder ein schlechtes Gewissen bereiten?
Beendet die Kriege! Dann geht es auch der Welt besser. Schiebt das nicht schon wieder alles auf die deutsche Bevölkerung!
Begehen wir lieber am Sonntag den Muttertag. Dann geht es uns auch besser. Frauen bzw. Müttern und Kindern. Natürlich auch den Männern. Aber dafür gibt es dann den Donnerstag
Leser X
09.05.2026, 18:39 Uhr
Das wundert mich nicht
Da genügt ein beliebiger Blick in meine Umgebung. Jedenfalls in die mit den entsprechenden Mitteln. Warum nur drei mal im Jahr weit weg fliegen, fahren oder kreuzfahrer? Warum sich nicht vor jeder Jahreszeit neu einkleiden? Warum nicht nach zwei Jahren einen noch größeren Fernseher kaufen, auch wenn er gerade noch so in das reichlich bemessene Wohnzimmer passt? Warum nicht nach zwei Jahren das neueste Smartphone kaufen? Und warum nicht zum Trost für irgendeine Widrigkeit mit der Freundin shoppen gehen. Einfach so. Warum nicht mit dem Verein spontan zum Ballermann düsen?

Es gäbe noch viele Beispiele mehr für exzessives Leben, als gäbe es kein Morgen oder könnte man irgendwas verpassen. Ich nenne es einfach nur Wohlstandsverwarlosung, hinter der eine fragwürdige Lebenseinstellung steht.
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