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So, 08:45 Uhr
17.05.2026
Diese Steuer-Apps empfiehlt Finanztip

Steuererklärung mit KI

Mehr als jeder Dritte in Deutschland ist offen für Künstliche Intelligenz (KI) bei seiner Steuererklärung. Gleichzeitig lehnt rund ein Viertel diese Hilfe ab, knapp jeder Fünfte ist unentschlossen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Finanztip...

Symbolbild Geld und Steuern (Foto: nnz-Archiv) Symbolbild Geld und Steuern (Foto: nnz-Archiv)
Rund 80 Prozent der Menschen wollen in diesem Jahr eine Steuererklärung abgeben. Der unabhängige Geldratgeber empfiehlt sieben leistungsstarke Steuer-Apps – und warnt vor der „Ein-Klick-Steuer“ der Finanzverwaltung: Wer seine Steuererklärung per Klick abgibt, verschenkt oft mehrere hundert Euro.
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Viele Deutsche setzen bereits auf kommerzielle Steuer-Helfer: 15 Prozent nutzen klassische Steuersoftware, 14 Prozent browserbasierte Lösungen am Computer und 13 Prozent Apps auf dem Smartphone. Gleichzeitig greifen viele auf Elster zurück – 27 Prozent nutzen das kostenlose Angebot der Finanzverwaltung und damit mehr als jede andere Einzeloption. „Viele machen ihre Steuer ohne Unterstützung und schöpfen ihr Sparpotenzial nicht aus“, sagt Jörg Leine, Finanztip-Steuerexperte. „Ohne Hinweise zum Steuersparen bleiben wichtige Angaben oft unberücksichtigt.“ Rund 22 Prozent lassen ihre Steuererklärung von einem Steuerberater erstellen.

Sieben Steuer-Apps sind empfehlenswert – eine ist sogar kostenlos
Finanztip hat für das Steuerjahr 2025 insgesamt zwölf Steuer-Apps und browserbasierte Lösungen untersucht. Bewertet wurden unter anderem Rechengenauigkeit, Bedienung, Funktionsumfang und Automatisierung. Das Ergebnis: Sieben Anwendungen sind empfehlenswert.

Am besten schneiden Wiso Steuer (9,53 von 10 Punkten) und Check24 Steuer (9,49 Punkte) ab. Beide Programme überzeugen in zentralen Kategorien wie Berechnung und Automatisierung. Unterschiede zeigen sich vor allem bei den getesteten Musterfällen – hier liefert Wiso insgesamt leicht bessere Ergebnisse. Der größte Unterschied jedoch liegt im Preis: Check24 ist komplett kostenlos, Wiso kostet regulär 45,99 Euro, ist aber häufig rabattiert erhältlich. „Erstmals gibt es mit Check24 Steuer eine komplett kostenlose Steuer-App, die bei Leistung und Bedienung fast auf Augenhöhe mit Wiso liegt“, sagt Leine.

Außerdem überzeugen Smartsteuer (9 Punkte, 39,99 Euro), SteuerGo (8,6 Punkte, 34,95 Euro), Lohnsteuer kompakt (8,6 Punkte, 34,95 Euro), Taxfix (8,3 Punkte, 49,99 Euro; für Paare 69,99 Euro) sowie Steuerbot (8,1 Punkte, 39,99 Euro).

Steuer per Klick vom Finanzamt verschenkt oft Geld
Parallel baut die Finanzverwaltung ihre eigenen Angebote aus: Rund 11,5 Millionen Steuerpflichtige können seit diesem Jahr mit MeinElster+ eine vorausgefüllte Steuererklärung mit nur einem Klick abgeben. In fünf Bundesländern verschicken Finanzämter sogar sogenannte Festsetzungsvorschläge zur Zustimmung.

Finanztip mahnt zur Vorsicht: „Die Idee einer solchen staatlichen Hilfe ist verständlich. Das klingt nach dem alten Traum von der Steuererklärung auf dem Bierdeckel, kann aber zu schmerzhaften Nachteilen führen“, sagt Leine. „Das Finanzamt kann viele absetzbare Kosten nicht kennen – etwa für Job, Handwerker oder Spenden. Wer einfach bestätigt, verschenkt schnell mehrere hundert Euro.“ Leistungsstarke Steuer-Apps dagegen geben Hinweise zum Steuersparen, prüfen die Eingaben und führen Schritt für Schritt durch die Erklärung.

KI hält Einzug in Steuer-Apps
Im aktuellen Finanztip-Test zeigt sich: Viele Anbieter setzen zunehmend auf KI. Funktionen wie Steuer-GPT (Wiso), TaxGPT (Check24) oder Alma (SteuerSparErklärung) helfen beim Ausfüllen, geben Tipps oder beantworten Fragen. „KI kann die Steuererklärung einfacher machen“, sagt Leine. „Aber sie ersetzt nicht die eigene Prüfung – gerade in komplexeren Fällen.“

Kosten für Steuer-Helfer absetzbar
Die meisten Steuer-Apps lassen sich vor der Abgabe kostenlos testen. Bezahlt wird in der Regel erst beim Versand der Steuererklärung – und bis zu 100 Euro lassen sich steuerlich absetzen.

Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung endet für viele Steuerpflichtige am 31. Juli 2026. Laut Statistischem Bundesamt erhalten Steuerzahler im Schnitt 1.172 Euro zurück.
Autor: red

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