Aller guten(?) Dinge sollen drei sein. Heute hatte dieser uralte Spruch vielleicht wieder Gültigkeit. Denn im dritten Anlauf verpassten die Mitglieder des FSV Wacker 90 Nordhausen sich und dem aufmerksamen Rest der Nordhäuser Fußballwelt ein neues Präsidium...
Wollen das Wacker-Schiff wieder auf den richtigen Kurs bringen: Von links: Sebastian Watterodt, Mario Goldberg, Michael Meier, Julia Adam und Dr. Mihai Mociran. (Foto: privat)
Der abgewählte Vorstand unter Führung von Torsten Klaus hatte noch einmal dafür gesorgt, dass die Presse nicht teilnehmen sollte. Also hieß es abwarten.
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Rund zwei Stunden brauchten die anwesenden Mitglieder, unter ihnen Landrat Matthias Jendricke, um die Brücke des Wacker-Schiffes neu zu besetzen. Im Mittelpunkt der Informationen stand der Bericht der Kassenprüfer, dem eine angespannte Diskussion, mit genau den richtigen Fragen folgte.
Letztlich wurde das neue Präsidium gewählt und das sind die Namen: Mit Sebastian Watterodt und Mario Goldberg könnte es erstmals in der Geschichte des Vereins eine Art Doppelspitze geben. Eine baldige Satzungsänderung soll das möglich machen. Ebenfalls im Präsidium Michael Meier als Schatzmeister sowie die Beisitzer Julia Adam und Dr. Mihai Mocrian.
Im Gespräch mit der nnz stecke Vize-Präsident Watterodt die ersten Ziele der kommenden Arbeit ab. So war es den "Neuen" immer noch nicht möglich, seriöse finanziellen Aussagen zu erhalten. Schwierig wird dadurch die Budgetplanung für die 1. Männermannschaft. Nachlässig sei leider auch die Zahlungsmoral der Mitglieder des Vereins. Hier wolle man die säumigen Mitglieder persönlich anschreiben und mittelfristig auf ein Einzugssystem der Mitgliedsbeiträge umstellen.
Im Allgemeinen habe man als neuer Vorstand eine 100-Tage-Frist, um Veränderungen herbeizuführen. Im Fall von Wacker ist das laut Sebastian Watterodt viel zu lang. "Wir müssen dringend an die Kaderplanung für die "Erste" ran, leider stehen auch unsere A-Junioren vor dem Aus. Doch wir wären nicht angetreten, wenn wir nicht überzeugt wären, dass die Region einen Fußballverein wie Wacker Nordhausen wieder verdient hätte. Das betrifft nicht nur die 1. Männermannschaft, das betrifft auch und gerade unsere Nachwuchsmannschaften, für die wir nun auch Verantwortung übernommen haben.". Peter-Stefan Greiner
@NDH734
Man darf nicht vergessen, dass sich Klaus und Co 2020 einer ganz anderen Situation gestellt haben, der Verein hatte 11mio€ Schulden, da war keiner da der dem neuen Vorstand geholfen hat. Klar die letzten Jahre waren sehr schwierig, aber man darf nicht vergessen das diejenigen die sich damals der Unwissenheit gestellt haben und die Eier in der Hose hatten, der Grund sind warum heute neue Gesichter den Verein in einem noch vernünftigen Rahmen übernehmen konnten. Ich stimme dir zu, viele Dinge waren weiß Gott nicht gut, aber man darf nicht unbeachtet lassen, wer dem Verein in der schwierigen Lage gerettet hat.