Nordhausen ist die am meisten versiegelte Stadt Thüringens. Das erzeugt Lebensgefahr für ihre Bewohner. Wieder werden europaweit tausende Menschen durch die aktuelle Hitzewelle versterben. Wie gut schützt die Stadt ihre Bewohner? Bodo Schwarzberg mit seiner (etwas längeren) Kolumne...
Fast nur Beton und Steine: Hinter dem 2017 mit dem "2. Platz des Thüringer Staatspreises für Ingenieurleistungen" ausgezeichneten Bürgerhaus. (Foto: B. Schwarzberg)
In Paris wurden in den vergangenen Tagen deutlich über 40 Grad im Schatten gemessen. Es gab Berichte über kollabierende Schüler und Lehrer, über Busfahrer, die hitzebedingt die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und über Menschen, die in Kellern und Tiefgaragen übernachten, um der Hitzehölle ihrer Wohnungen zu entgehen. Und über zahlreiche Hitzetote. Das und künftig immer mehr, glaubt man der Forschung, kommt auch zu uns. Die Hitzeglocken, stationären Omega-Wetterlagen und Hitzedome werden uns nicht verschonen, der kollektiven Verdrängung zum Trotz.
Eindeutiger Temperaturtrend
Heute und morgen bekommen wir einen nur kleinen Vorgeschmack auf das, wonach Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber seinen Bestseller benannt hat: Selbstverbrennung; in den Nachrichten hört man plötzlich Höchstwerte von bis zu 42 Grad. Völlig undenkbar war das noch vor wenigen Jahren im als eigentlich überwiegend kühl und nass bekannten Deutschland.
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Der Nordhäuser Lehrer und Wetterkundler Josef Tauchmann hatte in seiner Heimatstadt gemeinsam mit Schülern über Jahrzehnte das Wetter beobachtet und dem Wetterdienst der DDR Daten zur Verfügung gestellt: Zwischen 1955 und 1980 gab es pro Jahr durchschnittlich sieben Tropentage, also Tage mit 30 Grad und mehr. Der Deutsche Wetterdienst ermittelte für die letzten zehn Jahre 11,1 bis knapp 13 Tropentage. Allein 2018 waren es 20 und auch aktuell sind die für 1961 bis 1990 ermittelten durchschnittlich 4-5 Tropentage wieder einmal weit überschritten
Bereits am Freitag wurde in Saarbrücken mit 41,3 Grad ein neuer deutscher Allzeit-Temperaturrekord gemessen, und das nicht einmal im Hochsommermonat August, sondern bereits im Juni. Heute, am Sonnabend, kommt eventuell schon der nächste, neue Allzeitrekord. Und das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Jahren noch auf uns zukommen dürfte.
Hitze: die stille Katastrophe
Hitzeperioden mit Temperaturen jenseits der 30 oder 35 Grad sind menschgemachte Umweltkatastrophen, die im Gegensatz beispielsweise zur Hochwasserkatastrophe im Ahrtal keine Sensationsbilder erzeugen und daher auch viel leichter verdrängt und vergessen werden: Durch Hitze aber sterben in Mitteleuropa alljährlich Tausende, und das ist meist ein stilles Sterben in den eigenen vier Wänden, die ja nach dem Tod ihrer Bewohner nicht fotogen von einer Hochwasserwelle hinweggefegt werden, sondern auch nach dem Kollabieren ihrer Bewohner noch schön anzusehen sind.
In vielen Städten sind die Krankenhäuser längst am Limit, man rechnet auch aktuell, wie schon in früheren Jahren, mit vielen hitzebedingten Notfällen und Toten. Aber nächste Woche wird es wieder kühler. Dann geben die Wetterdienste Entwarnung und alles ist mal wieder der kognitiven Dissonanz zum Opfer gefallen.
Deswegen schreibe ich diese Kolumne auch heute, wenn Nordhausen mit 38 Grad rechnen muss und nicht am Dienstag, wo sie angesichts von vorausgesagten 27 Grad vielleicht nicht mehr gelesen wird.
Ein kleiner Gang durch Nordhausens Innenstadt
Wie reagieren die Verantwortlichen, die Politiker und die Behörden? Viel zu langsam, meine ich, oder aber der katastrophalen Situation nicht angemessen:
Heute warnte der Deutsche Städte- und Gemeindebund in einer aktuellen Stellungnahme davor, dass die meisten Kommunen auf die hohen Temperaturen, insbesondere mangels Verschattung und Begrünung, schlecht eingestellt seien.
Keine Luft zum Atmen, zu wenig Versickerungssfläche. Bäume mit Minibaumscheiben und Eisenrosten in der Nordhäuser Bahnhofstraße. (Foto: B. Schwarzberg)Wo steht Nordhausen? Schützen Rathaus und Landratsamt die von ihnen verwalteten Bürger? – Gehen Sie durch die Kreisstadt, dann sehen Sie nur wenige positive Antworten: In der Arnoldstraße wurden vor dem Werksgelände von Nordbrand noch vor wenigen Monaten mehrere große Bäume für einen Parkplatz abgesägt, es waren fast die einzigen großen Bäume in diesem Teil der Straße.
Was interessiert da die Entscheider und Zustimmer, dass sie damit Anwohnern und Passanten eine kleine Oase der Kühle entzogen haben? Eine nur zehn Meter hohe Linde beispielsweise verdunstet an heißen Tagen über 300 Liter Wasser und erzeugt je nach Luftbewegung zwischen 3 und 10 Grad Abkühlung unter ihrem Blätterdach. Geschenkt und egal.
Geht man dann in Richtung Rautenstraße und Rathaus, so sieht man in enge Korsetts gepresste Bäume mit Minibaumscheiben. Nicht einmal offener Boden wird zugelassen: Gitterroste überdecken das lästige Stück Natur.
Stellen Sie sich vor, jemand würde ihren Hals über Jahrzehnte leicht zusammendrücken, während Sie nach Luft schnappen. So etwa dürfte es so manchem Baum zwischen HO-Kreuzung und Kino gehen. Viele Bäume zeigen ihr nicht vorhandenes Wohlbefinden deutlich mit kahlen Ästen und nicht mehr frisch grün erscheinenden Blättern.
Im Netz finden man unterschiedliche Angaben zur notwendigen Baumscheibengröße. Ich fand aber keine, die so minimale Maße, wie im angegebenen Bereich gesehen, rechtfertigen würden: Die Stadt Halle (Saale) zum Beispiel nennt offene Baumscheiben von mindestens 6 m², also ca. 2,45 m x 2,45 m. Das ist in den besagten Straßen kaum mal realisiert. Viele wurden mit Gitterrosten versehen, die den Wurzelraum gewiss noch zusätzlich aufheizen.
Wie aber sollen die Bäume so ihre stadtklimatisch wirksamen und unter Umständen für die Menschen überlebenswichtigen Möglichkeiten entfalten?
Schauen sie sich den Bereich um das Bürgerhaus an. Warum hat man hinter dem Bürgerhaus so gut wie alles zubetoniert, statt in dieser baumarmen Zone einen Minipark mit Linden zu schaffen, unter denen sich die Menschen bei extrem hohen Temperaturen eine Auszeit gönnen können? Wer setzt sich denn an den dort befindlichen Pool und steckt seine Füße ins Wasser, wenn sein Oberkörper 50 Grad in der Sonne aushalten muss?
Es fehlt an begrünten Fassaden und Dächern in Nordhausen, die in den Innenräumen Temperaturabsenkungen von 1 bis 5 Grad erzeugen können. Das kann in einer alternden Gesellschaft über Leben und Tod entscheiden, liebe Verantwortliche.
Und nur an wenigen Bäumen sah ich überhaupt Aktivitäten zu deren überlebenswichtigen Bewässerung. Hat die Stadt, wie andere Kommunen zu Baumpatenschaften zwecks Gießens aufgerufen? Bitte korrigieren Sie mich gern, wenn ich etwas überlesen haben sollte.
Spitzenreiter der Versiegelung
Die VdS Schadensverhütung hatte 2023 den Versiegelungsgrad von 134 deutschen Städten im Auftrag der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) untersucht. Mit einem Versiegelungsgrad von 55 Prozent ist die Stadt an der Zorge die am meisten zubetonierte, asphaltierte und zugepflasterte Stadt Thüringens: Versiegelte Flächen verhindern das Versickern des Regenwassers. Dies kann bei extremen Regenfällen zu Überschwemmungen mit erheblichen Schäden führen, so der damalige GDV-Geschäftsführer.
Durch ihren erheblichen Versiegelungsgrad dürfte Nordhausen damit auch einen kleinen Anteil an den schlimmen Auswirkungen des Helme-Hochwassers vom Dezember 2023 in Windehausen und nachgelagerten Dörfern gehabt haben. Zudem kann das abgeflossene, nicht im Boden gespeicherte Wasser die Stadt selbst und damit die Menschen nicht mehr vor unter Umständen lebensgefährlicher Hitze bewahren. Allein das Wasser aber, das ein einzelner Baum verdunstet, sorgt für eine Abkühlung wie sie mehrere teure Klimaanlagen erzeugt.
Bekanntlich werden in zubetonierten Innenstädten wie in Nordhausen 5 bis 10 Grad höhere Temperaturen erreicht, als außerhalb. Das aber müsste nicht so sein, wenn die Stadt mehr gegen ihr Negativimage als Betonstadt tun würde. Und welcher Tourist würde sich bei 35 Grad schon in ein Nordhäuser Café setzen, das nicht von Grün, sondern von 70 Grad heißen Steinen umgeben ist? Apropos Cafés: Auch die Kletterkiefer vor dem Blasii-Pfarrhaus und mehreren nahegelegenen Cafés steht ja nun auf der Abschussliste.
Was ist mit den Parks?
Und es gäbe weitere Stellschrauben: Stellen Sie sich an einem heißen Sommerabend mal vor das Kutscherhaus im Park Hohenrode: Sie spüren einen leichten, aber kühlen Luftzug: Der dürfte aus den beiden oberhalb liegenden, mit mehr als einem Meter hohem Gras bestandenen Wiesen kommen, die nur einmal oder zweimal statt fünf oder siebenmal im Jahr gemäht werden. Langrasige Wiesen durchwurzeln den Boden stärker als kurz gehaltene, sie können daher mehr Wasser aufnehmen und sie geben es langsam über die viel größere Laubfläche ab, was wiederum Kühle erzeugt. Und zudem den gebeutelten Insektenpolulationen mitten in der Stadt einen Rückzugsraum bieten. Der Park Hohenrode machts vor.
Andernorts in der Stadt, so im Stadtpark, betreibt man einen erheblichen und teuren Aufwand, um die Wiesen permanent kurz zu halten, und man beraubt sie so ihren ökologischen und stadtklimatischen Möglichkeiten. Sucht man im Internet nach Maßnahmen der Stadt Nordhausen bezüglich einer Veränderung dieser Situation, so ist die Ausbeute nicht all zu groß, dafür aber überwiegend energielastig, ohne das Kleinreden zu wollen:
Was steht im Internet zum Thema Nordhausen und Hitzeanpassung?
Zwar gibt es ein Klimaschutzkonzept 2050, in dem es aber kaum Passagen zum Thema Stadtbegrünung, Wasserspeicherung oder Entsiegelung gibt. Es geht überwiegend um die so genannten erneuerbaren Energien und um Energieeffizienz. Das aber sorgt zunächst nicht für menschenverträglichere Temperaturen.
Bereits 1997 verpflichtete sich die Stadt Nordhausen zudem zur Umsetzung der Leitlinien der Lokalen Agenda 21. Ziel ist die Gestaltung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung für heutige und nachfolgende Generationen in Nordhausen. Aus der Agenda 21 wurde die Agenda 2030. Eines ihrer Ziele beinhaltet
Sofortmaßnahmen,…um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen.
Welche Sofortmaßnahmen ergriff die Stadt in den vergangenen 29 Jahren?
Was tat die Stadt Nordhausen bisher, um in diesem Sinne mit nachprüfbaren Ergebnissen zu handeln, vor allem in Bezug auf Wasserspeicherung, Verhinderung von Wasserabflüssen, Verschattung durch mehr Bäume, Fassadenbegrünung usw..? Alles Maßnahmen also, die extreme Temperaturen senken und Leben und Gesundheit der Bewohner schützen können? Inwieweit konnte sie die Auswirkung der Hitze für uns Bewohner also messbar verringern?
Allein das Industriegebiet Goldene Aue aber wird irgendwann bis zu 100 Hektar neue Versiegelungsfläche produzieren und für noch mehr Hitze und geringeren Wasserabfluss sorgen, - wenn hier nicht neue Wege beschritten werden. Das Industriegebiet könnte hier neue Maßstäbe setzen und Nordhausen als eine Stadt bekannt machen, die ihr Negativimage als zubetonierteste Stadt Thüringens abschütteln will.
Und auch das im Klimaschutzkonzept hochgelobte Klimagerechtes Quartier Nordhausen-Nord, enthält nur wenige Informationen zur Stadtbegrünung. Auch hier geht es etwas einseitig um Suffizienz, Effizienz und Konsistenz bezogen auf Infrastruktur und Energie, wie die Seite IBA Thüringen informiert. Das Stadtumbauprojekt Stadtloop in Nordhausen Nord, bei dem u.a. 80 Bäume gepflanzt wurden ist allenfalls ein Anfang, wenn man sich zum Beispiel die leidenden Bäume zwischen Bahnhof und Kino ansieht, die vielen wenig oder unbepflanzten Straßen, die rund 70 seit Jahren freien Baumscheiben in der Straße An der Bleiche, die Fällung großer, alter Bäume in der Arnoldstraße und auch im Park Hohenrode.
Man sollte sich mehr Mühe geben, die alten Bäume zu erhalten und deren Fällung nicht immer sogleich mit der Verkehrssicherungspflicht begründen. Ein wenig mehr Einsatz, die alten Bäume zu erhalten, wäre auf Grund ihrer großen stadtklimatischen Bedeutung angebracht.
Andere Städte sind da längst viel weiter: Leipzig hat sich zur künftigen Schwammstadt erklärt: Flächen werden entsiegelt, um das schnelle Abfließen des Niederschlagswassers zu verhindern. Durch mehr Grünflächen und unterirdische Zisternen soll es in der Stadt gehalten und nur langsam, also kühlend, an die Stadtluft abgegeben werden, und das nicht nur in einzelnen Stadtteilen.
In anderen Städten wurden Tiny-Forests zum Programm erklärt: In Ingelheim am Rhein, in Herford, Eberswalde und Kassel beispielsweise: Das Prinzip: Auf mehreren hundert Quadratmetern werden dichte Baumpflanzungen mit heimischen Arten angelegt: Die Bäume wachsen konkurrenzbedingt sehr schnell und brauchen schon nach kurzer Zeit nicht mehr gegossen zu werden. Sie sind natürliche Klimaanlagen, speichern Wasser und kühlen ihre Umgebung ab.
Bei 38 Grad im Schatten leiden die Nordhäuser Innenstadtbewohner und ein großer Teil weiterer Bürger weiter extrem unter dem sich immer weiter verschärfenden Klimawandel und den weithin fehlenden Maßnahmen. Die Stadt Nordhausen läuft der Entwicklung hinterher. Offenbar ohne Chance auf Besserung. Bodo Schwarzberg
Jahrzehntelang wurde das Thema Hitze in Deutschland vernachlässigt. Und das, obwohl die Klimaerwärmung zu Recht ständiges Thema in den Medien ist. Doch dem folgt... nichts.
Ein Blick in die Nachrichten allein am heutigen Tag zeigt, dass längst viele Menschen auch hierzulande sterben, weil die Politik wieder nur schwadroniert und ansonsten alles aussitzt.
Und gerade die Jüngsten und Ältesten werden zunehmend Opfer dieses Generalversagens. Wenn es um Hitzeschutz geht es, ist Deutschland ein Entwicklungsland. Klimatisierung von öffentlichen Gebäuden ist hier eine absolute Ausnahme. Und so müssen Kinder und Senioren wohl weiterhin in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen leiden.
Während die Schüler wenigstens noch hitzefrei bekommen, gibt es gerade für unsere schutzbedürftigen Senioren kein Entrinnen. Will unsere Gesellschaft es also weiterhin zulassen, dass betagte Bürger am Ende ihres Lebens Gefahr laufen, an einem Wetterextrem zu versterben?
Herr Schwarzberg jetzt mal ernsthaft: den Rasen weniger mähen, das geht gar nicht. Haben Sie das Gejammer hier in der nnz nicht wahrgenommen, wenn das Gras mal irgendwo etwas höher steht? Und Flächen entsiegeln? Was ist mit Parkplätzen für unsere Verbrenner?
Und zum Stadtloop gibts einen schönen Artikel von PSG (Von Stadtloop bis zu fehlendem Strom, 9.5.2023), dessen Spitzensatz lautet:
Nun muss nur noch das Klima sich so dramatisch verändern, wie vom Klima-Parteitag in Deutschland beschlossen werden soll.
(Schämt er sich - an Tagen wie diesem - eigentlich für seine damalige Polemik, oder ist ihm dieses Gefühl völlig fremd?)
Entschuldigung für den Sarkasmus, aber anscheinend wollen die Nordhäuser dieses Klimagedöns nicht. Und wie bestellt, so geliefert!
Und auch Dank an die NNZ, dass sie diesen ausgiebigen und notwendigen Kommentar veröffentlichen.
Joseph Tauchmann habe ich noch als Schüler erlebt und habe leider seine Leidenschaft für Meteorologie niemals teilen wollen.
Zur Versiegelung.....Die Stalinisten benötigten damals ganz viel Wohnfläche für die Arbeiter in der Industriestadt NDH. Ein Baum war da eben nur lästig. Es entstanden ....Zuckerweg, Birkenweg, Hardenbergstrasse, Ost, Nord ....usw.....
Seit der Wende fand in einigen Städten ein Umdenken statt und ich hoffe....nach Ihrem Beitrag auch in NDH !
Zu DDRzeiten hatte die Straßenreinigung einen SKODA Tanklaster und damit wurden viele Straßen gesprengt bei erhöhten Temperaturen(den damaligen Fahrer könnte ich heute noch benennen) wurde Wasser aus den Kiesteichen genommen.
Heute könnte mann mit dem Landhandel Kontakt aufnehmen da diese Tankfahrzeuge zum Ausbringen von Gülle haben.Werden diese gespült könnten diese geutzt werden um die Straßen.in den Nachtstunden zu befeuchten
Eine kleine Veränderung am Ablaufstutzen ohne großen Aufwand würde dies ermöglichen
Noch gäbe es Gelegenheit, den Blasii Kirchpatz nicht nur vor der Kirche grün zu lassen, sondern auch die anderen Bäume (Kletterkiefer, und Birke) zu erhalten und junge Bäume zu pflanzen. Und das nicht nur in der Kranichstraße! Der Platz ist nun wirklich groß genug und es fänden sich sicher Möglichkeiten, die seine Nutzung nicht einschränken. Aus Fehlern kann man lernen! Wenn mann will!
Oder man baut halt nach einem Konzept das über 20 Jahre alt ist und für unantastbar ausgegeben wird.
Ja, die Hitze drückt schon ordentlich. Aber ab Montag soll schon wieder "normales Wetter" sein. Und wenn man sich auf die Lauer legt, wird man noch zahlreiche Hitzerekorde melden können. Bei Corona haben sich die Leute schließlich auch in den Inzidenzwahn getestet.
Dennoch möchte ich auch mal in die Kerbe von Herrn Schwarzberg hauen und bei der Gelegenheit erneut auf die unglaubliche architektonische Fehlleistung Bahnhofsplatz hinweisen. Dieser nahezu vollständig versiegelte Platz dürfte dieser Tage wie eine Flächenheizung wirken.
Frau Rinkes und Frau Klaans Granit-Hitze-Insel ...
... vor der Bibliothek ist ein weiteres Zeichen, wie rückwärtsgewandt und großmannssüchtig in dieser Stadt geplant und gebaut wird und wurde. Noch dazu preisgekrönt und millionenteuer für die Bürger.
Ich stimme Herrn Schwarzberg und auch den Kommentaren zu. Auch ich kann mich noch an die "Sprengwagen" erinnern. Die sind auch tagsüber gefahren. Selbst bei Feldbränden wurden sie mit eingesetzt.
Nur glaube ich weniger daran, dass in den Büros unsere Wünsche und Bitten gehört werden. Dort wird es auch Klimaanlagen geben oder die Herrschaften machen home Office. Kinder kühlen sich am Brunnen in der Rautenstraße ab und laufen in der Wasserrinne. Vielleicht könnten ja auch an einigen viel ausgesuchten Orten Trinkwasserstellen erbaut werden. In anderen Städten gibt es so etwas.
Der Platz der Gewerkschaften wird das nächste Objekt der Umgestaltung sein. Aber bei dem Blasiiplatz ist es sicher zu spät. Schade.
...die Bausünden der Vergangenheit rächen sich jetzt ,,,und da wir ja in Zukunft immer häufiger mit solchen Wetterlagen rechnen dürfen, sollte die Stadt auch ihre Planungen daran ausrichten. Ein wahres Fest für die Beratungsindustrie, welches sich aber für uns alle lohnen könnte. Ich hoffe, die Stadt erkennt den Wert von Grünanlagen in der Innenstadt und misst sie nicht nur am damit verbundenen Aufwand. Den CO2-Ausstoss zu reduzieren ist wichtig.... aber die EU-Taxonomie definiert unter Anderem auch die "Anpassung an den Klimawandel" als Umweltziel... Schritte in diese Richtung würden also auch auf die reportingpflichtige (ich meine, auch öff. Verwaltungen müssen Ihre Berichte abliefern, wie jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe auch - bin mir aber nicht sicher) Umweltbilanz der Stadt einzahlen. Das Kind liegt doch bereits bis zur Hüfte im Brunnen...vielleicht auch schon bis zum Hals...also wird es wirklich Zeit, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.
Es gibt in NDH nicht nur den Landhandel sondern auch die Straßenmeisterei in Werther die auf dem Gelände Aufsetzer für LKW's aufgebockt stehen haben Mit diesen werden im Winter Lauge auf Straßen ausgebracht ,damit könnte auch Wasser auf Flächen verbracht werden zur Abkühlung.
Außerdem würden Hitzeschäden am Asphalt gemindert.
Was für Kälte gut ist,ist auch für Wärme gut
Nordhausen (eigentlich ganz Deutschland) hat ein Lernwiderstand andere Länder gegenüber. Schau mal nach andere Städten in Europa, sogar die die im 2en Weltkrieg komplett bombardiert sind. Fast alle sind grüner und klimafreundlicher als die meisten Deutschen Städten. Nordhausen und Deutschland hat ein Problem mit das annehmen von gute Lösungen anderer Städten und Länder. Nimm mal das von der heutigen Regierung in den Himmel gelobten neue Rentenpaket. Es soll nach schwedischen Modell sein. Die Schweden haben das aber schon seit 1999. Das sind fast 30 Jahre! Leider ist das nicht nur mit den Rentenpaket so. Die Lernwiderstand Deutschlands streckt sich leider über mehrere Themen. Von Grünflächen über Rentenversicherung zur Krankenhausreform.
ein Hitzetag: 431 Mio. Schaden täglich für die deutsche Wirtschaft
Dass die Politik alles für die Wirtschaft tut, ist nicht selten Heuchelei. Ein einziger Hitzetag mit über 30 Grad kostet die deutsche Wirtschaft kaut der Zeitung Merkur TÄGLICH 431 Mio. Euro.
Durch die geringere Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer, durch hitzebedingte Krankheitsfälle, durch die Belastung des Gesundheitswesens und durch weitere Folgen, wie (wir sehen es gerade wieder) den Ausfall von Autobahnen durch Aufwölbungen, den Ausfall von Güterzügen durch das Streiken der Bahntechnik, durch das Zurückfahren von Kühlsystemen u.s.w.
Nordhausen sollte sich, wenigstens in Bezug auf den erstgenannten Punkt mehr um das Wohl seiner Bürger an Hitzetagen kümmern. Und zwar durch eine Umgestaltung Nordhausens in eine lebenswertere Stadt. Die Arbeitnehmer schaffen die Werte für ihre Unternehmen, für die Stadt Steuereinnahmen, und ihren hunderten Bediensteten das Gehalt. Das sollte sie nicht vergessen.
Die Zubetonierung der Stadt, ob nun am "Bürger"haus oder am Bahnhof ist eine rückwärtsgewannte kurzsichtige Politik.
Man muss sich das mal vorstellen: Der Bahnhofsvorplatz war zu DDR-Zeiten schöner und beliebter, da grüner als heute. Dabei sollte doch nach 1989 alles besser werden?
Der langjährige nnz-Journalist Kurt Frank schrieb erst vor einigen Monaten einen tollen Artikel zum Thema Bahnhofsvorplatz mit vergleichenden Fotos. Bitte unbedingt mal lesen.
Hier sollte man nicht nachlassen und die Stadt zwingen, den derzeitigen Zustand zu ändern. Symbolisch könnte die einst so beliebte Linde an der Straßenbahnhaltestelle zunächst durch eine neue ersetzt werden.
Auch fehlender Hitzeschutz untergräbt ja auch das Vertrauen in die Herrschenden. Denn für den Menschen ist sein Wohlfühlgefühl ein entscheidender Gradmesser für sein Wahlverhalten. Das sollten die Parteien nicht vergessen.
Ich mache zur Zeit Urlaub in Ungarn und habe bei ARD gesehen was in Deutschland zur Zeit mit den Autobahnen und anderer Straßen passiert.
Der Beton reist auf und die Schwarzdecke ( Bitumen) wird flüssig. Wo ich jetzt bin haben die Straßen den gleichen oberen Abschluss und die Temperaturen sind auch von 38 bis 40 Grad, aber mit den Straßen passiert nichts. Es scheint wohl doch zu stimmen das in Deutschland vieles hergestellt wird unter dem Spruch, was lange hält bringt kein Geld.
...in den zurückliegenden Jahren für die Bevölkerung getan und was ist davon übrig geblieben?
Ein Freibad gab es, mit großen Liegewiesen, 10m Sprungturm. Zugegeben, es war schwierig mit der Getränkeversorgung, aber da war ja noch die Gaststätte am Ende der Zeppelin Brücke, mit der schmackhaften Fassbrause für 15 Pfennig. Wer kennt ihn noch, den Getränkehandel Bellinghausen? Die vielen grünen Holzhäuser in der Stadt, wo es Getränke gab. Eisdielen gab es auch. In der Gartenstrasse, den Stolberger Garten, Barfüsserstrasse, An der Gehegetreppe, im Alten Tor. Die Gaststätte gegenüber dem Theater. Was allerdings fehlte, waren die Ganoven, welche heute im Kiosk am Stadtpark regelmäßig einbrechen und sonstigen Handelseinrichtungen. Da muss leider Verständnis haben, dass es für die heutigen Betreiber nicht ganz einfach geworden ist. Nur will ich nicht verstehen, weshalb man das Freibad "Ernst Thählmann" zugeschüttet hat, aber unzählige Euro für den Fußballplatz am Stadtpark verschleudert wurden. Zumal im Stadion ein Fußballplatz vorhanden war. Das Theater lasse ich aussen vor, da eine Sanierung eines Altbaus Geld und Zeit verschlingt. Es wurde viel Geld investiert, als wir die Gartenbauausstellung hatten. Da wurden Grünanlagen geschaffen, aber leider keine Bewässerungsanlagen verbaut. Der Rasen in der Töpfer und Rautenstrasse verbrennt jeden Sommer. Die Bäume der Rautenstrasse wachsen durch die Drahtseile der Straßenbahn in den Himmel, aber Schatten spenden die nicht. Selbst die grüne Lunge Promenade, wird nicht bewässert. Das Verteilen des Giesswassers mit dem Mulicar ist eine Lachnummer. Die Baumscheiben der Töpferstrasse erwecken den Eindruck, als würde in Nordhausen demnächst wieder die Tabakindustrie erwachen. In anderen Städten, dreht man in den Abendstunden den Hahn auf und die Pflanze und Bäume erhalten Wasser aus den verlegten Anlagen. Werder die Pflanzen, noch die Bürger haben ausreichend Gelegenheit, um diese heißen Tage zu verbringen. Den einzigen Baustoff den unsere Stadt kennt, ist Beton aller Orten. Wo bitte gibt's Trinkstellen in der Stadt, ausser im Handel u der Gastronomie? Aber da ist wieder das Problem mit den Ganoven. Haben Polizei u Ordnungshüter die Stadt im Griff?
Man kann sich noch nicht einmal in eine Haltstelle setzen. Um sich auszuruhen und etwas trinken. Alles aus Glas Hitze von Oben unten und der Seite. Das Glas Heizt noch mehr ein. Nirgends ein Schutz. vor Sonne. Schade . Wir sagen 24 Bäume ab, damit der RWE grösser wird. Ein Baum brauch Jahre um Groß zu werden.
Die nach der Wende erfolgte Versiegelung der Stadt haben wir zum größten Teil der ehemaligen Bürgermeisterin zu verdanken, denn mit Bäumen kann man sich kein Denkmal setzen.
Leider wurde es auch versäumt, auf dem Ehrenfriedhof Bäume zu pflanzen, aber das könnte sicherlich jederzeit nachgeholt werden. Die mit viel Aufwand zu pflegenden Rabatten bieten meiner Meinung nach nur selten einen schönen Anblick.
Ich erhielt auf Grundlage meines nnz-Artikels eine Nachricht von einem Nordhäuser Mieter. Auch er beklagte sich über "kurzgeschorene Wiesen" in seinem Wohngebiet. Was aber noch schwerer wiegt, ist die Aufforderung der SWG an den Absender der Nachricht, einen von ihm gepflanzten Baum wieder zu entfernen. Einem Nachbarn sei es ebenso ergangen. Ein anderer habe sich für Blumenwiesen engagiert, aber auch er habe schließlich resigniert. -Was ich persönlich garantiert nicht getan hätte. Ich werde weiter recherchieren.
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf Dann wäre das ein Fall für das Ordnungsamt. Oder?
Wanderwölfin
29.06.2026, 10:35 Uhr
Wild Bäume pflanzen
Die SWG hat Recht. Es kann nicht jeder wo er denkt etwas Pflanzen. Irgend so ein Spezialist hat in Salza vor einem Balkon einer Erdgeschosswohnung eine Hecke gepflanzt.Sie wächst jedes Jahr so hoch, dass die jetzige Mieterin nicht mehr vom Balkon gucken kann.Es gibt dadurch auch viele Spinnen in der Wohnung. Sie muss jedesmal anrufen und bitten,dass die Hecke beschnitten wird.Die Kosten trägt die Wohnungsverwaltung.
Das Fällen von Bäumen ist auch im Kleingartenverein angekommen.
Es werden gesunde Obstbäume radikal zurück geschnitten oder verschwinden ganz. Wahrscheinlich wird die Arbeit in der Erntezeit gescheut. Wichtig sind Pools welche Unmengen an Wasser verschwenden.
Mehr Eigenverantwortung würde uns Allen gut tun und die persönliche Lebensqualität
verbessern und einen Beitrag für mehr Grün in der Stadt leisten. Zum Beitrag SWG behindert Bürgerengagemant glaube ich ,das keine Genehmigung des Vermieters vorlag einen Baum zu pflanzen.
Aber auch ich kann bestätigen, das die SWG Bäume fällt und Keine pflanzt. In unserem Wohnumfeld warten die Mieter schon Jahre gefällte Bäume endlich zuersetzen.
Auf Nachfrage heist es, das Projekt ist in Arbeit, was immer diese Aussage bedeutet.