In Nordhausen ist man etwas aus dem Thüringer Tritt, zumindest wenn es um die Wahlen für den Landrats-Posten geht. Der nächste Urnengang steht im kommenden Jahr an, der Amtsinhaber hat jetzt, wenig überraschend, angekündigt wieder anzutreten…
Landrat Matthias Jendricke, Archivbild (Foto: agl)
Seit Birgit Pommer (damals noch Keller) 2014 den Posten als Landrätin aufgab, um als Ministerin nach Erfurt zu gehen, sind die Nordhäuser Wahlgänge durch die notwendige Neubesetzung aus dem Rhtythmus des restlichen Freistaates geraten und somit ist 2027 für den Landkreis auch ein Wahljahr. Ein Termin für den Urnengang muss vom Landesverwaltungsamt noch festgelegt werden, traditionell finden die Wahlen auf kommunaler Ebene aber meist im Frühjahr statt.
Einer, von dem zu erwarten war das er wieder antreten würde, hat die Sache heute offiziell gemacht: Amtsinhaber Matthias Jendricke möchte auch die kommenden sechs Jahre weiter an der Spitze der Kreisverwaltung stehen. Ich werde antreten und tue das mit Selbstbewusstsein. Wir haben in den letzten Jahren gute Ergebnisse erzielt, auch mit der Unterstützung durch Freistaates und konnten solide Beziehungen aufbauen. Beziehungen die es braucht, wenn man Entscheidungsträger auf Landesebene in die Pflicht nehmen will. Ich bin gesund und munter, liebe meine Arbeit und gehe meinen Aufgaben mit Einsatz und Erfahrung an und will auch in Zukunft Landrat für alle bleiben., so Jendricke heute Vormittag im Pressegespräch.
Angebote in die Landespolitik zu wechseln habe es gegeben, diese hätten ihn aber nie gereizt, es sei besser die Menschen vor Ort zu kennen, im Guten wie im Schlechten, als sich tagtäglich nach Erfurt zu verabschieden, sagt Jendricke. Auch reine SPD Partei-Politik habe es mit ihm nie gegeben, für Parteifreunde in Erfurt und Berlin habe er, wenn nötig, stets auch kritische Worte gefunden und ist bei Bedarf eigene Wege gegangen.
Gerade unter den jüngeren SPD-Genossen ist Jendricke deswegen nicht nur wohlgelitten, eine ordentliche Nominierung durch die noch durchzuführende Aufstellungsversammlung der Nordhäuser SPD dürfte aber wohl keine größere Hürde darstellen.
Herr Jendricke sollte eseinfach lassen. Es ist Zeit für jemand Neues, der eingefahrene und falsche Wege neu beschreitet.
Die Leistung von Herrn Jendricke: Schulden, Schulden und noch mehr Schulden!
Millionenschwere Verbindlichkeiten bei der Service GmbH… unvollendete und nicht fertig gestellte Großprojekte.
Es ist Zeit für ein Neuanfang!
Mann sollte ja bekanntlich am Höhepunkt aufhören. Dies hätte der Manuel Neuer auch lieber beherzigen sollen. Die letzten Jahre hat Jendricke im Großen und Ganzen einen guten Job gemacht. Muss ich sagen, obwohl ich wahrlich kein großer Freund von ihm war und immer noch nicht bin. In einer weiteren Legislaturperiode könnte es aber zum Platzen der großen Serviceblase kommen und auch ihn zu einem unrühmlichen Abgang verhelfen, was er denn letztlich auch nicht verdienen würde. Aber das muss ja nicht sein. Viel Glück Herr Jendricke!
Hat er sich ja schon. Die riesige Klobürste in Rotesütte, wo mit Sicherheit irgendwann die Insolvenz kommt, war ja sein großer Wurf. Die Millionen dafür hätte der Kreis Nordhausen an anderen Stellen weit aus besser gebrauchen können.
...würde ich sofort wieder wählen. Da wissen wir wenigstens was wir haben. Wen wir dann kriegen würden, ist offen. Seine Arbeit ist gut und jeder macht mal Fehler. Er würde sicher aus heutiger Sicht einiges anders machen.
Aber die Nörgler sollen es erst einmal besser machen.
Er ist wahrscheinlich schon ein streitbarer Typ , aber er ist ein Macher , der auch gegen seine Partei schießt. Und auch unangenehme Themen anspricht und umsetzt ! Cool wäre doch wenn er als OB - Kandidat antritt , da würde endlich wieder was gescheites in unserer Stadt passieren!!
Ja er hat auch was positives erreicht aber was man in letzter Zeit beobachtet. Das Geld was im Hexenbesen investiert wurde, Gelder dem Parteigenossen (Horizont) zu gespielt und die angeschafften Feuerwehrfahrzeuge gehen auch nur zu bestimmten Feuerwehren und somit eine Bevorzugung. Wäre definitiv für einen anderen Landrat.
Ich bin wirklich neugierig, ob jemand sich als überfälliger Gegenkandidat positioniert. Oder soll die Servicegesellschaft weiter der nordhäuser Handwerkerschaft die Sargnägel einschlagen? Oder soll nun doch noch die völlig sinnlose Wendeschleife im Stadtpark gebaut werden? Wie lange soll denn noch Öl in das Feuer des Kleinkrieges mit den OB Buchmann fließen ? Dessen Projekte sind übrigens für alle Nordhäuser. Wie lange wird die Entpersonalisierung im Krankenhaus noch weggelächelt? Wann wird eigentlich mal abgerechnet mit den ach so tollen Projekten? Und immer stellt sich die Frage dabei. Wurde für den Souverän also die Menschen aus Nordhausen gebaut oder für das Ego oder ein paar Kumpels ? Er will es noch einmal wissen. Es wäre schön, wenn es ihm jemand sagen würde. Es reicht !!
...hat aus meiner Sicht, keine schlechte Politik in unserem Landkreis gemacht. Dass einige, bei denen in aller Frühe an der Haustür die Glocke schellte, ihn nicht mehr mögen und ihm ihre Stimme verweigern , wird er verschmerzen.
Was mich betrifft, muss ich hier nicht unbedingt breittreten....
kann man gut an den Zukunftschancen des Landkreises ablesen: Platz 396 von 400 (400 ist ganz schlecht) im Prognos Atlas.
Das ist das Vermächtnis von Matthias Jendricke, Landrat von Nordhausen. Da muss man schon ein Brett vor dem Kopf haben, um da von Erfolgen zu reden. Wann gehen vor allem NNZ und TA einmal kritisch mit der Person um? Wann merken die Menschen, das Matthias Jendricke das Problem des Landkreises ist, nicht dessen Lösung. Oder profitieren zu viele von seinem System?