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So, 18:08 Uhr
25.04.2010

Offen für Alle

Wenn einem am Samstag Nachmittag im Radio statt Hits aus den 80ern und 90ern Hardrock engegendröhnt, dann haben sie wahrscheinlich den Offenen Kanal Nordhausen eingeschaltet. 10 Jahre gibt es ihn schon, und da die Türen des Senders, wie der Name schon sagt, jedem offen stehen, lud man am gestrigen Samstag zum "Tag des offenen Studios." Die nnz hat natürlich auch einmal hineingeschaut.

Olaf Schulze zeigt den Besuchern den Sender (Foto: Angelo Glashagel) Olaf Schulze zeigt den Besuchern den Sender (Foto: Angelo Glashagel)

Von 10 bis 17 Uhr konnten die Besucher das Studio und die Mannschaft kennen lernen, und zusehen wie eine richtige Live-Sendung funktioniert. Studioleiter Olaf Schulze und der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Zeh beantworteten Fragen rund um den Sender, seine Geschichte, die Ausstattung und Organisation des Offenen Kanals und gaben eine kleine Führung durch den Sender.

Das Konzept des Offenen Kanals ist eben das: offen. Jeder, der eine Idee hat und die eigene Radiosendung moderieren möchte, ist herzlich willkommen. Was für Themen behandelt werden und welche Musik gespielt wird, liegt einzig und allein beim Nutzer. Nur den Boden des Grundgesetzes darf man nicht verlassen.

Die Nutzer des Kanals, also die Personen, die Sendungen produzieren und so das Programm gestalten, sind größtenteils Laien. Gerade das fasziniert Studioleiter Olaf Schulze: "Die Leute kommen hierher und machen im Grunde fast alles alleine. Sie konzipieren, produzieren und moderieren ihre Sendungen immer wieder selbst, weil sie Spaß daran haben."

Falls ein Neuling doch mal Probleme mit der Technik haben sollte, ist das Studio mit drei festen Mitarbeitern besetzt, die den Nutzern bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Unter der Woche ist von 9 Uhr morgens bis 8 Uhr abends immer ein Mitarbeiter im Haus.

Alles andere als Neulinge sind die Moderatoren der Sendung "Rock and More" Helmut Michel und Rigo Fromm. Sie waren mit ihrem Rockprogramm von Anfang an dabei. Das besondere am Offenen Kanal für sie ist, das er eine Alternative zu den kommerziellen Radiosendern bietet. "Wir können hier die Sachen spielen die wir mögen, und die im kommerziellen Radio selten oder gar nicht zu hören sind. Und auch junge Bands aus der Region haben in unserer Sendung so die Chance, einmal im Radio auf sich aufmerksam zu machen."

Und das kommt an in Nordhausen. "Wir haben zwar keine offiziellen Einschaltquoten, aber wir kriegen viele E-Mails, Musikwünsche, Anregungen und ab und an auch mal einen Live-Anruf", sagt Helmut Michel.

Ein kleiner Teil der GEZ-Gebühren, die von der Landesmedienanstalt verteilt werden, sichert das finanzielle überleben des Senders. Außerdem bietet der Sender auch eine Stelle für ein freiwilliges, soziales Jahr in der Kultur. Die hat Momentan Laura Huß inne und moderiert den täglichen Nachrichtenüberblick "Der Tag auf die Ohren", der auch fester Bestandteil der nnz ist.

Eine zweite freiwillige Stelle wird es leider nur noch dieses Jahr geben. Im Rahmen des LAP (Lokaler Aktionsplan), einer Bundesinitiative gegen Rechts und für Toleranz, ist Isabell Naperkowski als "Rasende Reporterin" unterwegs gewesen. Das Bundesprojekt läuft dieses Jahr unglücklicherweise aus, somit fällt diese Stelle weg.

Beim OKN geht es aber trotzdem weiter, und auch die Geburtstagsfeierlichkeiten sind noch nicht beendet. Am 29.Mai wird es für Hörer, Nutzer und Freunde des Kanals eine große OKN-Liveparty in der Destille geben. Und auch beim diesjährigen Rolandsfest wird der Offene Kanal wieder präsent sein.
Angelo Glashagel
Autor: agl

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