So, 08:17 Uhr
25.04.2010
Kopflos, herzlos, gedankenlos
Die nnz hatte in den zurückliegenden Wochen mehrfach über die Treppenkäfer-Aktion des Jugendsozialwerks berichtet. Jetzt haben sich die ortsüblichen Vandalen dieser niedlichen Viecher angenommen...
Dieser Käfer steht jetzt woanders...
Wen stören diese kleinen Wesen im Stadtbild? Wer beansprucht für sich, sich allein an ihnen zu freuen? Wer meint mit diesem Akt Stärke demonstrieren zu können? Will jemand der Volksbank einen Streich spielen, die den Bronzeguss des Käferzuges finanziert hat? Hat jemand ein Problem mit dem JugendSozialwerk Nordhausen als Erfinder der Treppenkäfer?
Welches auch immer die richtige Frage sein möge, eine akzeptable Antwort fällt mir in keinem Falle ein. Darüber hinaus macht mich traurig, dass wohl keiner der Anwohner bemerken wollte, dass den Treppenkäfern an der LGS-Treppe Gewalt angetan wird. Dabei sollten doch die Bürger der Stadt interessiert daran sein, in einem liebenswerten Umfeld zu leben. Viele tun das. Einige von ihnen haben selbst an der Gestaltung von Treppenkäfern mitgewirkt. Andere haben ihre Freude über unsere Initiative signalisiert.
Hier stand mal ein Käfer... (Foto: JSW)
Viele haben von Beginn an befürchtet, dass die Käfer nicht lange stehen werden. Schade, dass sie Recht zu behalten scheinen. Schade, dass der selbstlose Einsatz von Bürgern für ihre Stadt von einigen anderen Mitbürgern so wenig gewürdigt wird.
Wir arbeiten derzeit an neuen Treppenkäfern. Wieder engagieren sich einige Einwohner. Über mehrere Wochen hinweg arbeiten sie an den Ton- und Gipsmodellen für den Treppenkäfernachwuchs. Wieder haben auch einige Unternehmen der Stadt ihre Bereitschaft signalisiert, für die Finanzierung des Bronzegusses aufzukommen.
Ich hoffe sehr, dass diese sich nun nicht abschrecken lassen. Ich möchte Sie daher auffordern, wachsam zu sein, nicht die Augen zu verschließen, wenn in Ihrer Stadt Unrecht geschieht – sei es an Menschen, sei es an Treppenkäfern oder anderem Kulturgut.
Wir sind gemeinsam verantwortlich für unser aller Wohlergehen. Und da ich gerade von einer Fachkraftbegegnung aus Tunesien komme, kann ich ergänzen, dass wir auch dafür verantwortlich sind, wie man uns in der Welt wahrnimmt. Unsere tunesischen Freunde werden im August nach Deutschland kommen. Wir möchten, dass sie sich sicher fühlen können in unserer Stadt.
Wir möchten, dass sie nach ihrer Rückkehr Nordhausen als einen Ort beschreiben, an dem man sich wohl fühlen kann, in dem freundliche und engagierte Menschen leben, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich um den Erhalt ihrer Kulturgüter kümmern. Leisten deshalb auch Sie Ihren Beitrag, dass nicht die herz- und gedankenlosen Randalierer ihre Abdrücke in der Stadt hinterlassen können.
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und sind dankbar für sachdienliche Hinweise unter Telefon: 913 509 bzw. info@jugendsozialwerk.de
Ines Gast
Autor: nnzDieser Käfer steht jetzt woanders...
Wen stören diese kleinen Wesen im Stadtbild? Wer beansprucht für sich, sich allein an ihnen zu freuen? Wer meint mit diesem Akt Stärke demonstrieren zu können? Will jemand der Volksbank einen Streich spielen, die den Bronzeguss des Käferzuges finanziert hat? Hat jemand ein Problem mit dem JugendSozialwerk Nordhausen als Erfinder der Treppenkäfer?
Welches auch immer die richtige Frage sein möge, eine akzeptable Antwort fällt mir in keinem Falle ein. Darüber hinaus macht mich traurig, dass wohl keiner der Anwohner bemerken wollte, dass den Treppenkäfern an der LGS-Treppe Gewalt angetan wird. Dabei sollten doch die Bürger der Stadt interessiert daran sein, in einem liebenswerten Umfeld zu leben. Viele tun das. Einige von ihnen haben selbst an der Gestaltung von Treppenkäfern mitgewirkt. Andere haben ihre Freude über unsere Initiative signalisiert.
Hier stand mal ein Käfer... (Foto: JSW)
Viele haben von Beginn an befürchtet, dass die Käfer nicht lange stehen werden. Schade, dass sie Recht zu behalten scheinen. Schade, dass der selbstlose Einsatz von Bürgern für ihre Stadt von einigen anderen Mitbürgern so wenig gewürdigt wird.Wir arbeiten derzeit an neuen Treppenkäfern. Wieder engagieren sich einige Einwohner. Über mehrere Wochen hinweg arbeiten sie an den Ton- und Gipsmodellen für den Treppenkäfernachwuchs. Wieder haben auch einige Unternehmen der Stadt ihre Bereitschaft signalisiert, für die Finanzierung des Bronzegusses aufzukommen.
Ich hoffe sehr, dass diese sich nun nicht abschrecken lassen. Ich möchte Sie daher auffordern, wachsam zu sein, nicht die Augen zu verschließen, wenn in Ihrer Stadt Unrecht geschieht – sei es an Menschen, sei es an Treppenkäfern oder anderem Kulturgut.
Wir sind gemeinsam verantwortlich für unser aller Wohlergehen. Und da ich gerade von einer Fachkraftbegegnung aus Tunesien komme, kann ich ergänzen, dass wir auch dafür verantwortlich sind, wie man uns in der Welt wahrnimmt. Unsere tunesischen Freunde werden im August nach Deutschland kommen. Wir möchten, dass sie sich sicher fühlen können in unserer Stadt.
Wir möchten, dass sie nach ihrer Rückkehr Nordhausen als einen Ort beschreiben, an dem man sich wohl fühlen kann, in dem freundliche und engagierte Menschen leben, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich um den Erhalt ihrer Kulturgüter kümmern. Leisten deshalb auch Sie Ihren Beitrag, dass nicht die herz- und gedankenlosen Randalierer ihre Abdrücke in der Stadt hinterlassen können.
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und sind dankbar für sachdienliche Hinweise unter Telefon: 913 509 bzw. info@jugendsozialwerk.de
Ines Gast


