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Fr, 11:19 Uhr
14.05.2010

Nicht alle Produkte halten, was...

Vitamine zur Krebsvorsorge, ein Pflanzenextrakt zum Schutz vor Herzinfarkt und exotische Früchte gegen Haarausfall - Werbeanzeigen zeichnen häufig eine schöne neue Gesundheitswelt. Doch nicht immer halten die Produkte, was die Werbung verspricht.


Thüringens Apothekerinnen und Apotheker erklären, warum Verbraucher von einigen Gesundheitsprodukten, die in TV-Zeitschriften und Wochenblättern angepriesen werden, nicht allzu viel erwarten sollten. "Die Anzeigen gleichen häufig einem normalen Artikel und sind oft mit dem Bild eines selbst ernannten Experten versehen", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin des Landkreises Nordhausen.

Die beworbenen Produkte sollen dadurch einen besonders seriösen Eindruck auf den Verbraucher machen. Die Preise haben es häufig in sich. "Dabei handelt es sich in der Regel um Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist", sagt Garke.

Produkte zur Nahrungsergänzung gelten als Lebensmittel. "Im Gegensatz zu Medikamenten müssen sie deshalb kein aufwendiges Zulassungsverfahren durchlaufen", erklärt Garke. Hersteller von Arzneimitteln müssen hingegen die Wirksamkeit und Sicherheit ihrer Produkte mit Studien belegen, bevor sie sie auf den Markt bringen dürfen. "Ein Arzneimittel wird nur zur Behandlung oder zur Vorbeugung einer Krankheit zugelassen, wenn seine Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist", sagt Garke.

Klinische Studien und auch die Zulassungsverfahren kosten viel Geld. "Für viele Hersteller ist es deshalb interessant, ihr Produkt als Nahrungsergänzungsmittel einzuführen. Das geht schneller und günstiger", sagt Garke. Gesundheitsbezogene Angaben wie "kann zur Verringerung des Osteoporoserisikos beitragen" machen es dem Verbraucher schwer, die Präparate von echten Arzneimitteln zu unterscheiden.

"Nahrungsergänzungsmittel können Mangelerscheinungen vorbeugen oder einen erhöhten individuellen Bedarf an bestimmten Stoffen decken", sagt Garke. Wenn allerdings Wunderwirkungen versprochen werden, sollten Verbraucher skeptisch werden. "Wer sich für ein Produkt interessiert, sollte sich nicht von Hochglanzreklame täuschen lassen, sondern im Zweifelsfall in der Apotheke vor Ort nachfragen, was es tatsächlich leisten kann", so Garke.

Sowohl in den Apotheken als auch mit einer Reihe von Informationsveranstaltungen unter dem Motto "Tatort Kaffeefahrt" werden Thüringens Apotheker gemeinsam mit der Polizei über die Risiken beim Kauf von Gesundheitsprodukten auf Kaffeefahrten aufklären. Start ist am 17. Juni - dem Tag der Apotheke - mit einer Sternfahrt nach Weimar.
Autor: nnz

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