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Mi, 15:13 Uhr
12.01.2011

nnz-Forum: Lebt sie noch

Lebt die Nordhäuser Linke noch und wenn ja wo? Diese Frage stellt sich ein Leser der nnz, wenn er sich die Internetseite des Kreisverbandes Nordhausen ansieht...


Als Politikinteressierter besuche ich ab und zu die Internetseiten verschiedener Parteien. Mitunter trete ich auch mit ihnen in Kontakt, habe Fragen oder Anregungen. Für Antworten, auch wenn sie mir nicht immer gefallen, bin ich stets dankbar.

Nun frage ich aber, ob die Nordhäuser LINKE überhaupt noch existiert? Auf der Internetseite des Kreisverbandes kündigt man unter "Politik und dann weiter aktuell" noch immer an, Schwarz-Gelb einen heißen Herbst bereiten zu wollen. Im Jahre 2010 war davon absolut nichts zu spüren.

Bereitet man sich jetzt schon auf den Herbst 2011 vor?Man sucht vergeblich danach, wer denn für die Linken im Kreistag sitzt, welche Positionen sie dort vertritt, welche Anträge sie eingebracht hat usw. usf. Es gibt auch einen Reiter „Positionen“, nur wird dort keine vertreten, es gibt lediglich Querverweise. Hier könnte doch z.B. stehen,
  • was die LINKEN vom Millionengrab Nentzelsrode (anderswo sind Mülldeponien Goldgruben) halten
  • wie sie zur Ablösung des GF Pille stehen
  • was sie zu den Schulden des Kreises sagen
  • was sie vom seinerzeitigen Verkauf der Gebäude des Landratsamtes und deren dann folgenden, teuren Anmietung halten
  • wie sie zur ständig wachsenden Kreisumlage stehen
  • wie sie zum öffentlich geförderten Beschäftigungssektor stehen und welche Vorschläge sie für dessen Umsetzung haben
  • wie hoch die reellen Arbeitslosenzahlen des Kreises sind
  • wie sie Herrn Diener aus Neustadt (nnz hatte berichtet) gegen die ARGE unterstützt hat
  • wie viele Personen bisher aus einem 1-€-Job in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung übernommen wurden, usw. usf.
Nun bin ich keineswegs ein Protagonist der FDP, aber deren Seite ist im Vergleich zu der der Linken geradezu grandios.

Findet denn die mitgliederstarke Linke des Kreises Nordhausen niemanden, der sie per Internet ins rechte Licht rückt, die Linken und ihre Ideen publik macht, dafür sorgt, dass das Interesse für linke Politik geweckt und so über hohe Wahlbeteiligungen viele Linke in die verschiedenen Parlamente einziehen können um eine gerechtere Politik zu machen? Das ist eigentlich schade.
Wolfgang Reinhardt
Autor: nnz

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Kommentare
Georg
12.01.2011, 20:27 Uhr
Ich bin ja mal ...
gespannt auf die Reaktion des Parteivorstands. Die Fragenliste könnte man noch beträchtlich erweitern. Das Schweigen der Genossen der Partei "Die Linke" aus Nordhausen zu den sozialen Problemen ist bezeichnend für die Akteure in den Stadt- und Kreisräten. In anderen Regionen gibt es mehr Engagement gegen die sozialen Ungerechtigkeiten in unserem Land.
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