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Mo, 07:01 Uhr
17.01.2011

nnz-Forum: Sehnsüchtiges Warten

Mit Spannung erwarten die Mitglieder der Sundhäuser Bürgerinitiative die nächste Stadtratssitzung. Gleichzeitig sind sie vom Handeln ihres Ortsteilbürgermeister enttäuscht...

Sehnsüchtiges Warten (Foto: privat) Sehnsüchtiges Warten (Foto: privat)

Im Bild links ist das Gemeindehaus in Sundhausen zu sehen. Hier tagt auch der Sundhäuser Ortsteilrat regelmäßig und der Bürgermeister hält seine Sprechstunde ab. Ein Ort also – wo die Interessen der Bürger vertreten werden. Seit dem 15.12.2010 ist bekannt, daß es Anfang des Jahres im Nordhäuser Stadtrat eine Abstimmung dazu geben wird, das Verfahren zum „Autohof Sundhausen“ einzustellen (Antrag der Bündnis 90 / Grünen). Seit dem ist auch bekannt, daß der Sundhäuser Ortsteilrat sich dazu erneut zu positionieren hat. Doch der Schaukasten der Gemeinde, in dem die für den Ort wichtigen Angelegenheiten veröffentlicht werden sollen, schweigt seit dem 15.12.2010 zum Thema.

Am Dienstag, jeden dritten Dienstag im Monat, stehen normalerweise Ortsteilratssitzungen an, könnte die Problematik thematisiert werden, denn am 2. Februar ist bereits die nächste Stadtratssitzung und in dieser möchte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zum Thema: Einstellung des Verfahrens zum Autohof abstimmen lassen. Gespräche unserer Sundhäuser Bürgerinitiative mit dem Ortsteilbürgermeister erbrachten allerdings keine neuen Informationen. Gespräche mit Ortsteilräten ergaben, daß diese offenbar seitens der Ortsteilbürgermeisters bisher noch nicht zu diesem Thema unterrichtet wurden. Wie und vor allem wann passiert hier etwas?

Eine Anfrage bei der Oberbürgermeisterin erfolgte. Frau Rinke informierte die Bürgerinitiative wie folgt: Nach dem 20.01.2011, an diesem Tag tagt der Hauptausschuß u.a. zu diesem Thema, hat sich der Ortsteilrat und zwar bis zum 02.02.2011 mit der Sache zu befassen. Die Möglichkeit, eine erneute Abstimmung im Ortsteilrat wieder zu verhindern, wie es im Spätsommer der Ortsteilbürgermeister, sein Stellvertreter und ein weiteres Mitglied des Ortsteilrates durch ihre Stimmabgabe zur Empörung der Sundhäuser fertig brachten, gibt es nun nicht mehr.

Übrigens wird es zur Freude der Sundhäuser auch darum gehen, über den Antrag der FDP-Stadtratsfraktion abzustimmen, ein Lärmgutachten für den Ort zu erstellen. Der Lärm von der nahen BAB 38 und der B 4 im Ort ist enorm und belastend für viele Sundhäuser. Vielleicht wird bald im Schaukasten der Termin für die Abstimmungen bekannt gegeben.

Unsere Sundhäuser Bürgerinitiative fordert endlich und mit Nachdruck mehr Offenheit des Ortsteilbürgermeisters gegenüber dem Ortsteilrat und den Bürgern von Sundhausen. Viele Mitglieder der Initiative denken in diesen Tagen sehr intensiv über die Gründung eines Vereines nach, der sich dann als juristische Person wesentlich aktiver und zielgerichteter für die Interessen des Ortsteiles und seiner Bürger als Teil Nordhausens einsetzen kann.

Wir möchten uns für die offenen Worte unserer Oberbürgermeisterin zum Jahresbeginn bedanken und bei allen Fraktionen und Stadträten, welche die gegenwärtige Entwicklung zum Wohle der Sundhäuser und dem Votum der Bürger-Mehrheit folgend möglich gemacht haben.Immer Donnerstags - erstmals am 20.01.2011 - um 18:00 Uhr laden wir wieder vor die Sundhäuser Kirche zum traditionellen Spaziergang ein – für Demokratie und für Bürgernähe.
Die Sundhäuser Bürgerinitiative
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
geloescht.20220913
17.01.2011, 08:19 Uhr
Lärm?...in Sundhausen???
Wenn es ein Lärmgutachten für Sundhausen geben sollte, dann fordere ich hiermit als Anwohner ein Lärmgutachten für die Schillerstraße in Nordhausen, in deren Konsequenz dann nur die Sperrung dieser Straße für den Durchgangsverkehr infrage kommen kann. Wenn dann alle Anwohner ähnlich stark befahrener Straßen das gleiche verlangen, dürfte halb Nordhausen bald eine verkehrsberuhigte Zone sein.

In Sundhausen scheint man sich seit der Eröffnung der Ortsumgehung so sehr an die Ruhe gewöhnt zu haben, daß man gar nicht mehr weiß, was "Lärm" eigentlich ist. Viele Menschen in Nordhausen könnten ein Lied davon singen und hätten einen ernsthaften Grund sich zu beschweren.

Von außen betrachtet hat man den Eindruck, als wäre diese "Bürgerinitiative" für einige schon zum freizeitfüllenden Hobby geworden. Wer sehnsüchtig auf die nächste Stadtratssitzung warten muß, der scheint sonst nichts zu tun zu haben. Als objektiver Betrachter kann man da nur noch mit dem Kopf schütteln.
online
17.01.2011, 12:15 Uhr
Wer hat wohl nichts zu tun?
Ebenso nichts zu tun haben ja wohl die Leute, die keinen Autohof vor die Tür gesetzt bekommen und sich trotzdem ständig mit Kommentaren über den Widerstand der betreffenden Anwohner aufregen!
Retupmoc
17.01.2011, 12:27 Uhr
Monopoly
Die Schillerstraße mit einer stark befahrenen Autobahn zu vergleichen...
das hat schon etwas. Etwas ...sagen wir mal ...komisches !
NDHler
17.01.2011, 12:38 Uhr
Ich denke mal, ...
...dem gandalf geht es nicht um die Schillerstrasse, sondern um die Stolli mit den Straßenbahngleisen und dem damit verbunden Kopfsteinpflaster. Übrigens rwe 62, es geht hier nicht um die Autobahn, sondern um den Autohof!
Retupmoc
17.01.2011, 13:47 Uhr
Ich denke mal...
das Gandalf meint was er schreibt:

"Wenn es ein Lärmgutachten für Sundhausen geben sollte, dann fordere ich hiermit als Anwohner ein Lärmgutachten für die Schillerstraße in Nordhausen, in deren Konsequenz dann nur die Sperrung dieser Straße für den Durchgangsverkehr infrage kommen kann. "

Durch die Schillerstraße fährt a) keine Autobahn , b ) keine Straßenbahn und c) hat sie keinen Autohof. Allein schon für Eure Ignoranz darf der Autohof bei Sundhausen nicht kommen.
altmeister
17.01.2011, 14:46 Uhr
Wie war es denn vor der Ortsumgehung?
Selbst wenn in Betracht gezogen wird, dass die Autobahn da ist, so kann ich mir vorstellen, dass in der Zeit einer B4 durch den Ort die Lärmbelästigung um einiges höher gewesen war als dieses jetzt der Fall ist.

Wenn große LKW vor dem Haus gefahren sind, die Tassen im Schrank durch die Erschütterungen geklappert haben, konnte es nicht leiser als jetzt sein. Dafür haben sich die Sundhäuser eingesetzt, das ist sehr gut nachvollziehbar!
Was aber wird erwartet? Soll Sundhausen und Umgebung in eine Fußgängerzone umgewandelt werden? So langsam geht der Zank doch etwas zu weit, andere Orte würden sich über eine Ortsumgehung freuen!
Totofino
17.01.2011, 19:05 Uhr
Lärmaktionsplanung NDH
zur allgemeinen Information, es gibt für die Stadt Nordhausen schon so etwas ähnliches wie ein Lärmgutachten, bitte mal googeln unter Lärmaktionsplanung Nordhausen. Dort findet man auch Aussagen zu anderen Bereichen im Stadtgebiet.
Diese Unterlage ist allerdings von 2008 und sagt nichts über die tatsächlichen heutigen Lärmbelastungen für die Sundhäuser aus, deshalb ist es sinnvoll dies noch einmal zu prüfen, weil die jetzige Lärmbelastung auch ohne Autohof schon sehr hoch ist, deshalb verbietet sich der AH an dieser Stelle.

Nun noch ein Wort zur Ortsumgehung, diese hat die Ortsdurchfahrung durch die B 4 ersetzt und sie hat zu einer spürbaren Entlastung geführt.

Der Lärm der BAB hat aber damit nichts zu tun, weil sie zusätzlich zu ehemaligen Verkehrsströmen am Ort vorbeigeführt wird.
Alberdt
17.01.2011, 20:23 Uhr
objektiv betrachtet, was nicht leicht ist ...
gehe ich davon aus, daß der Ortsteilrat und der Ortsteilbürgermeister sich in Kürze positiv und vielleicht sogar geschlossen zu ihren Bürgern bekennen werden und den beiden erwähnten Anträgen für die Stadtratssitzung somit grünes und dem Autohof am Sundhäuser Standort rotes Licht erteilen werden. Wie soll es denn sonst kommen ? Die Menschen in Sundhausen möchten den Hof nicht und das wird die Kommunalpolitik akzeptieren.

Die Oberbürgermeisterin hat den Weg doch aufgezeigt, so wie übrigens auch die meisten Fraktionen bereits unmittelbar nach der von den Sundhäusern eingeforderten Bürger-Versammlung im Sommer in ersten Einlassungen, wie auch das Landratsamt ... Der Mehrheitswille ist zu akzeptieren und das kann nur derselbe der betroffenen Bürger sein.

Also viel Erfolg den Sundhäusern und Mut den Stadt- und Ortsteilräten gemeinsam mit ihrem Ortsteilbürgermeister!
mussmalsagen
17.01.2011, 22:09 Uhr
, dass es schön ist, wie unterschiedlich wir die Welt wahrnehmen
Im Artikel geht es vor allem um das politische Auftreten von Ortsteilbürgermeister und seinem Stellvertreter.

Gandalf schreibt dagegen von Leuten der
Bürgerinitiative gegen den Standort des AH in Sundhausen als welche, die nichts zu tun haben - und bezeichnet sich selbst dann auch noch als objektiv... ein Widerspruch in sich.

Im Artikel steht etwas davon, dass Politiker den Sorgen ihrer Bürger auf den Grund gehen wollen und ein Lärmschutzgutachten beantragt haben.
(zur Erklärung: Seitdem die A38 vollständig offen ist, wird sie auch immer mehr genutzt- zu Recht übrigens!!! Sie ist eine tolle Sache, auch für uns Nordhäuser/Sundhäuser. Aber der Lärm ist unerträglich. Es geht aber nur um eine später evtl. zu beantragende Schallschutzwand!) Daraus machen einige völlig sinnfreie Vergleiche mit einem Leben vor dem Bau der Umgehungsstraße.

Ein wirklich ernst gemeinter Tipp zum Schluss: Wenn jemand glaubt, dass in seiner Straße (Schillerstraße oder Stolli) die Lärmbelästigung rund um die Uhr zu hoch ist, dann sollte er sich mit anderen zusammentun, sachliche Argumente in der Stadt vorbringen (also bitte ohne die hier oft vorherrschende Nörgelei und Polemik) und dann staunen.

Wenn dem so ist (Lärmgutachten etc.), wird es einige Politiker geben, die einen versuchen abzuwiegeln. Es wird Politiker geben, die einen freundlich ignorieren.
Aber es wird welche geben, die sich kümmern. Das haben wir gelernt. Es gibt tatsächlich welche, die sich vorurteilsfrei alles anhören und Unterstützung leisten- übrigens in allen Parteien!!!

Nehmt versteckte Kritik mal mit
wünscht sich
Herr Schmidt
denk-mal
17.01.2011, 22:26 Uhr
lärmgutachten ?
einen antrag mit dem ziel der verhinderung des autohofes jetzt am 2.februar in den stadtrat zu bringen, sorgt für die beschaffung einer mehrheit für den autohof. es ist wesentlich vernünftiger diesen antrag zurückzuziehen und erst einmal das hoffentlich im stadtrat bestätigte zuerstellende lärmgutachten abzuwarten. mit einem solchen gutachten hat man bestehende fakten bestätigt und kann über zumutbarkeiten bei allem für und wieder abwägen.

die lärmbelästigung der autobahn mit normalen innerstädtischem lärm gleichzusetzen, zeugt von einer gewissen unwissenheit. man sollte sich schon mal einen augenblick an die ecke vom autohaus hahn stellen und den dauer-lärm der autobahn auf sich wirken lassen, damit man unterschiede von oft vorbeifahrenden autos und dauerhaft vorbei rasenden autos unterscheiden lernt! einige stadträte haben das gemacht und beurteilen den bau des autohofes nicht mahr ganz so positiv und entwickelten danach deutliche zweifel diesen standort richtig zu finden.
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