Fr, 07:01 Uhr
21.01.2011
nnz-Forum: Keine Kosten?
Die nnz hatte gestern über neue Entwicklungen zum geplanten Autohof bei Sundhausen berichtet. Der Beitrag war am Abend auch Grund für Diskussionen unter den Bürgern...
Das war heute eine wichtige Botschaft, die Bürger aus Sundhausen aus der Sitzung des Hauptausschusses zu ihren Mitbürgern am Kirchplatz brachten. Hatte es in der Vergangenheit immer wieder (nicht näher erklärte) Aussagen gegeben, man könne im gegenwärtigen Verfahrensstand nicht mehr zurück und dafür unter anderem die Kosten angeführt, die der Stadt dann entstehen würden, stellt sich die Situation nun plötzlich völlig anders dar.
Um 18:00 Uhr läuteten die Glocken der St. Laurentius-Kirche in Sundhausen und der erste Sundhäuser Spaziergang 2011 begann. An der Position der Sundhäuser Bürgerinitiative, mehr als 70 Prozent der Sundhäuser Bürger lehnen nicht einen Autohof, aber einen solchen am Standort Sundhausen ab, hat sich nichts geändert. Es geht nicht um die Verhinderung eines Autohofes sondern um die Wahl eines sinnvollen Standortes. Allerdings zeichnet sich immer klarer ab, daß offenbar erst das Verfahren für den Bebauungsplan AT 88 in Sundhausen eingestellt werden muß, ehe man ergebnisoffen über einen anderen geeigneten Standort nachzudenken vermag. Thüringens Verkehrsminister Carius hatte in einem Antwortschreiben auf eine Anfrage des Landtagesabgeordneten Dirk Adams zur Thematik im vergangenen Jahr gleich eine ganze Reihe von möglichen Standorten an der BAB 38 aufgezeigt.
Und daß eine zur ursprünglich geplanten Größe wesentlich verkleinerte Version eines Autohofes für Sundhausen nur eine vorübergehende Variante mit vermeintlich weniger Beeinträchtigung, aber der späteren unheilvollen Möglichkeit einer zügigen Vergrößerung ist, wird in diesen Tagen leicht deutlich. Dazu wurden kürzlich gleich zahlreiche Raststätten und Parkanlagen durch das Verkehrsministerium an den Thüringer Autobahnen benannt, bei welchen derartiges in diesem Jahr aufgrund steigenden Bedarfes bevorsteht. Wann wäre es in Sundhausen so weit ? Dieses ist den Bürgern bewußt, Juristen, Kommunalpolitiker und andere Experten hatten die Bürgerinitiative nachdrücklich vor einer solchen Variante gewarnt.
Deshalb vertrauen die Menschen in der gegenwärtigen Situation sehr auf die kommende Stadtratssitzung und die von Ihrer Oberbürgermeisterin angekündigte Absicht, darin über den von der Bündnis 90/Grünen-Fraktion gestellten Antrag auf Verfahrenseinstellung abstimmen zu lassen. In den kommenden Tagen wird der Sundhäuser Ortsteilrat dazu noch einmal Stellung nehmen.
Aus diesem Grund hatte die Bürgerinitiative sich erneut an die Fraktionen des Stadtrates gewandt und im gestrigen Hauptausschuß Briefe an Ihre Oberbürgermeisterin und an alle Fraktionen übergeben. Auch werden die Sundhäuser in den nächsten Tagen wieder das Gespräch mit ihren Ortsteilräten suchen, was im Herbst vergangen Jahres bereits erfolgte - mit dem Ziel, daß sich der Ortsteilrat erneut zum Autohof positionieren möge.
Keinen Zweifel läßt die Bürgerinitiative daran, für den Fall, daß der mehrheitliche Wille der Sundhäuser nicht der Maßstab eines Votums der gewählten Volksvertreter im Stadtrat sein werde, der Vertrauensverlust im Ort weiter fortschreiten werde und man dann auch mit juristischen Mitteln sehr entschieden weiter vorgehen werde. Am Kirchplatz wurde erstmals seit langem – allerdings in Einzelgesprächen - auch wieder über einen Austritt aus der Stadt Nordhausen nachgedacht.
Die Anträge der FDP-Fraktion auf ein Lärmgutachten für Sundhausen, der Bündnis 90/Grünen-Fraktion auf Verfahrenseinstellung zum Autohof im vergangenen Herbst, die klare erste Positionierung der CDU-Fraktion unmittelbar nach der Bürgerversammlung in der Sundhäuser Festhalle, sich dem Vorschlag des Nordhäuser Unternehmerverbandes anzuschließen und den Autohof nicht in Sundhausen sondern an anderer Stelle zu errichten sowie der ursprünglich erwogene Antrag der Linken, die Bürger dazu abstimmen zu lassen ob sie einen Autohof in Sundhausen quasi vor der Haustür wollen oder nicht, lassen die Sundhäuser gespannt auf einen positiven Ausgang hoffen.
Vor allem aber die unmißverständlichen Worte der Oberbürgermeisterin zum Jahresbeginn, die dem Mehrheitswillen der Betroffenen klar das Primat einräumte und der nun neu und offen erklärte Umstand, daß der Stadt nun noch nicht einmal Kosten entstehen im Falle der Verfahrenseinstellung, dürften es den Nordhäuser Stadträten aller Fraktionen im Februar leicht machen, über ihre Fraktionsgrenzen hinweg für die Mehrheit ihrer Wähler im Nordhäuser Ortsteil Sundhausen zu entscheiden.
Die Symbolwirkung, welche diese Entscheidung nicht nur für Sundhausen als Ortsteil hat, sondern auch für die vielen übrigen Nordhäuser Ortsteile oder die Orte, welche darüber nachdenken, es zu werden, ist wohl in dieser Phase des Verfahrens unbestritten. Noch kann verloren gegangenes Wähler-Vertrauen zurück gewonnen werden – einfach über Parteigrenzen hinweg durch eine einmütige Entscheidung für der Erhaltung des Charakters eines ländlich geprägten Nordhäuser Ortsteiles unweit der Autobahn.
Am nächsten Donnerstag um 18:00 Uhr heißt es wieder Sundhäuser Spaziergang Treffpunkt: Kirchplatz
Bürgerinitiative Sundhausen
Autor: nnzDas war heute eine wichtige Botschaft, die Bürger aus Sundhausen aus der Sitzung des Hauptausschusses zu ihren Mitbürgern am Kirchplatz brachten. Hatte es in der Vergangenheit immer wieder (nicht näher erklärte) Aussagen gegeben, man könne im gegenwärtigen Verfahrensstand nicht mehr zurück und dafür unter anderem die Kosten angeführt, die der Stadt dann entstehen würden, stellt sich die Situation nun plötzlich völlig anders dar.
Um 18:00 Uhr läuteten die Glocken der St. Laurentius-Kirche in Sundhausen und der erste Sundhäuser Spaziergang 2011 begann. An der Position der Sundhäuser Bürgerinitiative, mehr als 70 Prozent der Sundhäuser Bürger lehnen nicht einen Autohof, aber einen solchen am Standort Sundhausen ab, hat sich nichts geändert. Es geht nicht um die Verhinderung eines Autohofes sondern um die Wahl eines sinnvollen Standortes. Allerdings zeichnet sich immer klarer ab, daß offenbar erst das Verfahren für den Bebauungsplan AT 88 in Sundhausen eingestellt werden muß, ehe man ergebnisoffen über einen anderen geeigneten Standort nachzudenken vermag. Thüringens Verkehrsminister Carius hatte in einem Antwortschreiben auf eine Anfrage des Landtagesabgeordneten Dirk Adams zur Thematik im vergangenen Jahr gleich eine ganze Reihe von möglichen Standorten an der BAB 38 aufgezeigt.
Und daß eine zur ursprünglich geplanten Größe wesentlich verkleinerte Version eines Autohofes für Sundhausen nur eine vorübergehende Variante mit vermeintlich weniger Beeinträchtigung, aber der späteren unheilvollen Möglichkeit einer zügigen Vergrößerung ist, wird in diesen Tagen leicht deutlich. Dazu wurden kürzlich gleich zahlreiche Raststätten und Parkanlagen durch das Verkehrsministerium an den Thüringer Autobahnen benannt, bei welchen derartiges in diesem Jahr aufgrund steigenden Bedarfes bevorsteht. Wann wäre es in Sundhausen so weit ? Dieses ist den Bürgern bewußt, Juristen, Kommunalpolitiker und andere Experten hatten die Bürgerinitiative nachdrücklich vor einer solchen Variante gewarnt.
Deshalb vertrauen die Menschen in der gegenwärtigen Situation sehr auf die kommende Stadtratssitzung und die von Ihrer Oberbürgermeisterin angekündigte Absicht, darin über den von der Bündnis 90/Grünen-Fraktion gestellten Antrag auf Verfahrenseinstellung abstimmen zu lassen. In den kommenden Tagen wird der Sundhäuser Ortsteilrat dazu noch einmal Stellung nehmen.
Aus diesem Grund hatte die Bürgerinitiative sich erneut an die Fraktionen des Stadtrates gewandt und im gestrigen Hauptausschuß Briefe an Ihre Oberbürgermeisterin und an alle Fraktionen übergeben. Auch werden die Sundhäuser in den nächsten Tagen wieder das Gespräch mit ihren Ortsteilräten suchen, was im Herbst vergangen Jahres bereits erfolgte - mit dem Ziel, daß sich der Ortsteilrat erneut zum Autohof positionieren möge.
Keinen Zweifel läßt die Bürgerinitiative daran, für den Fall, daß der mehrheitliche Wille der Sundhäuser nicht der Maßstab eines Votums der gewählten Volksvertreter im Stadtrat sein werde, der Vertrauensverlust im Ort weiter fortschreiten werde und man dann auch mit juristischen Mitteln sehr entschieden weiter vorgehen werde. Am Kirchplatz wurde erstmals seit langem – allerdings in Einzelgesprächen - auch wieder über einen Austritt aus der Stadt Nordhausen nachgedacht.
Die Anträge der FDP-Fraktion auf ein Lärmgutachten für Sundhausen, der Bündnis 90/Grünen-Fraktion auf Verfahrenseinstellung zum Autohof im vergangenen Herbst, die klare erste Positionierung der CDU-Fraktion unmittelbar nach der Bürgerversammlung in der Sundhäuser Festhalle, sich dem Vorschlag des Nordhäuser Unternehmerverbandes anzuschließen und den Autohof nicht in Sundhausen sondern an anderer Stelle zu errichten sowie der ursprünglich erwogene Antrag der Linken, die Bürger dazu abstimmen zu lassen ob sie einen Autohof in Sundhausen quasi vor der Haustür wollen oder nicht, lassen die Sundhäuser gespannt auf einen positiven Ausgang hoffen.
Vor allem aber die unmißverständlichen Worte der Oberbürgermeisterin zum Jahresbeginn, die dem Mehrheitswillen der Betroffenen klar das Primat einräumte und der nun neu und offen erklärte Umstand, daß der Stadt nun noch nicht einmal Kosten entstehen im Falle der Verfahrenseinstellung, dürften es den Nordhäuser Stadträten aller Fraktionen im Februar leicht machen, über ihre Fraktionsgrenzen hinweg für die Mehrheit ihrer Wähler im Nordhäuser Ortsteil Sundhausen zu entscheiden.
Die Symbolwirkung, welche diese Entscheidung nicht nur für Sundhausen als Ortsteil hat, sondern auch für die vielen übrigen Nordhäuser Ortsteile oder die Orte, welche darüber nachdenken, es zu werden, ist wohl in dieser Phase des Verfahrens unbestritten. Noch kann verloren gegangenes Wähler-Vertrauen zurück gewonnen werden – einfach über Parteigrenzen hinweg durch eine einmütige Entscheidung für der Erhaltung des Charakters eines ländlich geprägten Nordhäuser Ortsteiles unweit der Autobahn.
Am nächsten Donnerstag um 18:00 Uhr heißt es wieder Sundhäuser Spaziergang Treffpunkt: Kirchplatz
Bürgerinitiative Sundhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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