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Sa, 18:03 Uhr
22.01.2011

Empfang im Schloss

In diesem Jahr macht die CDU den Auftakt der politischen Neujahrsempfänge. Traditionell wurde das Jahr in Heringen eingeleitet. Ein Empfang, der eigentlich der Goldenen Aue gewidmet sei. Eigentlich...

Das neue Jahr (Foto: nnz) Das neue Jahr (Foto: nnz)

Heringen wird denn zum Jahrsauftakt auch schon mal gern als politischer Wallfahrtsort der Christdemokraten genutzt. So waren Gäste aus Bleicherode, vor allem aber aus Nordhausen in das Schloss gekommen. Auch aus dem Eichsfeld kam ein Gast, der seit 1994 im Bundestag die Interessen der Nordthüringer Region vertreten soll. Der Kreisvorsitzende der CDU, Dr. Klaus Zeh, war mit dem Fahrrad nach Heringen gekommen, um die Radwege zu testen.

Heringens CDU-Chef Maik Schröter ging noch einmal auf die Bildung der Landgemeinde ein. Für die 20 Sitze im künftigen Stadtrat der Landgemeinde haben sich 79 Frauen und Männer beworben, das sei Ausdruck für das Interesse an kommunaler Politik. Fünf Bewerber gibt es für den hauptamtlichen Bürgermeisterposten, unter ihnen Maik Schröter. Künftig gehe es darum, das Leben auf dem Lande attraktiv zu machen, zum Beispiel durch den Erhalt der vier Kindertagesstätten in den Orten der Goldenen Aue.

Manfred Grund ist seit 1999 bei den Goldene-Aue-Empfängen dabei und resümierte den Lauf der Zeit. Ganz staatsmännisch ging Grund auf eine Landkreisreform ein, die jedoch von innen heraus sich entwickeln müsse. Grund warb natürlich für Maik Schröter als Kandidat für den künftigen Bürgermeister, der sich unter anderem gegen das „einnehmende Wesen“ der Kreisstadt zu wehren verstehe. Anschließend gab es ein Zitate-Raten mit verspäteter Auflösung. Und schließlich „haben wir alles richtig gemacht“, da die „Kanzlerin clever ist“.

Grund konstatierte den Verlust der bürgerlichen Mehrheit, wenn morgen gewählt werden würde. Daran seien die FDP und einige dumme Entscheidungen Schuld, wie zum Beispiel das Debakel mit der Mehrwertsteuerreduzierung bei Hoteliers. „Wir brauchen eine FDP, die stabil ist“, wünschte sich der Bundestagsabgeordnete, der auch den Blick auf die sieben anstehenden Landtagswahlen richtete. Und dann sind da noch die bösen Bürger, die gegen alles sind: Gegen den Bahnhof in Stuttgart, gegen mehr Freileitungen durch den Thüringer Wald. Sie ruinieren Deutschland als Wirtschaftsnation, so Grund.

Photovoltaik sei auch nicht das Non-Plus-Ultra, vielmehr sollen die Anlagen in der Sahara oder in Spanien gebaut werden. Dann aber müssen eben die Leitungen durch das Mittelmeer gelegt werden. Zum Abschluss: Wenn die Atomkraftwerke und die Kohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden, dann müssten zwei Drittel der Kronleuchter im Heringer Schloss ausgehen. Und schließlich gab es da auch noch die Kommunismus-Diskussion der Frau Lötzsch. Man müsse selbst in Heringen aufpassen, dass der Kommunismus in der neuen Landgemeinde keinen Fuß fassen könne. „Schaut Euch die Kandidaten genau an!“

50 Minuten hatte Manfred Grund die Welt aus Sicht der Bundesregierung erklärt, dann versuchte sich Dr. Klaus Zeh an der etwas kleineren Politik, die er an diesem Samstag aus der Sicht eines Radfahrers betrachtete und konstatieren konnte: Die Heimat hat sich in den vergangenen 20 Jahren zum Besten entwickelt. In der Struktur einer Landgemeinde könne dieser Prozess fortgesetzt werden. Vor allem aber dann, wenn viele CDU-Mitglieder im künftigen Stadtrat sitzen und die Gemeinde von Maik Schröter angeführt werde.

Danach ging Landrat Joachim Claus auf zwei Themen ein: Die künftige Ausschilderung der Autobahnabfahrt „Heringen“ und die Struktur der Stützpunktfeuerwehren im Landkreis. Nicht die Stadt Nordhausen, sondern ein Herr an der Spitze des Nordhäuser Rathauses betreibe die Umbenennung der Abfahrt in „Nordhausen-Ost“. „Er bringt auch die Unruhe in die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Nordhausen.“

Es müsse nicht zu einer radikalen Kürzung der Zahl der Wehren kommen, vielmehr wolle man das in Auftrag gegebene Gutachten abwarten. Dann erst werde es eine Beschlussvorlage für den Kreistag geben, in der auch festgelegt werde, in welchem Zeitraum die notwendige Technik beschafft werden solle.
Autor: nnz

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