Do, 16:08 Uhr
10.02.2011
Logistische Meisterleistung
Am kommenden Samstag wird der Konzertbesucher ein musikalisches Ereignis im Haus der Kunst erleben, das man ohne weiteres als akustisches und optisches Erlebnis bezeichnen kann. Mehr als 70 Musiker nehmen auf der Bühne Platz, um das gigantische Werk Die Planeten von Gustav Holst zu spielen, in einer Besetzung, bei der das Loh-Orchester ohne Gastmusiker nicht auskommt.
Hier laufen die Fäden zusammen (Foto: I. Kühn)
20 fremde Musiker wurden für das 5. Sinfoniekonzert Sphärenmusik engagiert. Ein Konzert, das im ersten Teil außerdem mit der Uraufführung des Werks Kosmophonia des jungen Komponisten Ilias Rachaniotis besticht. Bevor sich das Orchester zur ersten Probe trifft, ist bei einem Konzert dieses Ausmaßes Organisationstalent gefragt. Das Orchesterbüro verwandelt sich in ein kleines Logistikzentrum. Wenn feststeht, wie viele Musiker und welche Instrumente benötigt werden, beginnt die eigentliche Arbeit für die Leiterin des Orchesterbüros, Constanze Pattmann. 20 Gastmusiker zu verpflichten, bedeutet eine Suche fast bundesweit. Musiker vom Loh-Orchester bringen auch Vorschläge, man kennt sich in der Branche. Auch hilft bei der Suche mal ein anderes Theater, wie jüngst beispielsweise die Musikalische Komödie in Leipzig.
Nicht immer klappt es auf Anhieb, wenn Constanze Pattmann (Foto) einen Gastmusiker verpflichten möchte. Manchmal haben sie am angefragten Termin bereits selbst ein Konzert oder sind gerade im Urlaub, wie ein Musiker aus Dessau. Familienurlaub war in dieser Woche eigentlich angesagt. Doch als er mehrere Anfragen wegen des 5. Sinfoniekonzertes in Sondershausen und Nordhausen erhielt, entschied er sich dann doch für eine Zusage.
In bewundernswerter Weise fügte sich alles zusammen. Doch ohne ständige gemeinsame Absprachen mit dem Generalmusikdirektor Markus L. Frank und dem Orchester würde das nicht so klappen, betont die Chefin des Orchesterbüros. Die heimischen Musiker sind auch gute Gastgeber. So finden sich einige, die Gastmusiker für eine ganze Woche bei sich zu Hause aufnehmen. Die gute Stimmung, das herzliche und kollegiale Verhältnis wird von den Gastmusikern immer wieder gelobt.
Wenn auch die Proben für alle längst laufen – für die Mitarbeiter im Orchesterbüro bleibt es bis zum Konzertbeginn weiterhin spannend. Constanze Pattmann besucht auch die Proben am Abend und koordiniert die Arbeit der Orchesterwarte, die bei einem solch großen Konzert besonders gefordert sind. In der Pause muss die Bühne komplett umgeräumt werden. Das ist bei 70 Musikerplätzen, die alle eine bestimmte Anordnung haben müssen, keine leichte Aufgabe.
Am Samstagabend und am Sonntagabend werden bei den Konzerten in Sondershausen und in Nordhausen die Zuschauer nicht spüren, wie viel Arbeit hinter den Kulissen in einem so großen musikalischen Abend steckt und wie viel Anstrengung es kosten kann, sollte kurzfristig ein Musiker oder ein Musikinstrument ausfallen. So platzte am Schlagwerk bei der letzten Probe plötzlich ein Fell. Die Musikinstrumentenfirma, die sonst sehr schnell liefert, hatte dieses Modell nicht auf Lager. Rettungsanker war dann die Kreismusikschule in Sondershausen, die kurzfristig helfen konnte.
Das 5. Sinfoniekonzert unter dem Titel Sphärenmusik ist ein musikalisches Ereignis, das sich Konzertfreunde auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Zu erleben ist es am kommenden Samstag, 12. Februar 2011, um 19.30 Uhr im Haus der Kunst in Sondershausen und am kommenden Sonntag, 13. Februar 2011, um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen.
Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel 0 36 31/98 34 52, bei der Sondershausen-Information, Tel. 0 36 32/78 81 11 sowie an allen anderen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester GmbH
Autor: nnz
Hier laufen die Fäden zusammen (Foto: I. Kühn)
20 fremde Musiker wurden für das 5. Sinfoniekonzert Sphärenmusik engagiert. Ein Konzert, das im ersten Teil außerdem mit der Uraufführung des Werks Kosmophonia des jungen Komponisten Ilias Rachaniotis besticht. Bevor sich das Orchester zur ersten Probe trifft, ist bei einem Konzert dieses Ausmaßes Organisationstalent gefragt. Das Orchesterbüro verwandelt sich in ein kleines Logistikzentrum. Wenn feststeht, wie viele Musiker und welche Instrumente benötigt werden, beginnt die eigentliche Arbeit für die Leiterin des Orchesterbüros, Constanze Pattmann. 20 Gastmusiker zu verpflichten, bedeutet eine Suche fast bundesweit. Musiker vom Loh-Orchester bringen auch Vorschläge, man kennt sich in der Branche. Auch hilft bei der Suche mal ein anderes Theater, wie jüngst beispielsweise die Musikalische Komödie in Leipzig.Nicht immer klappt es auf Anhieb, wenn Constanze Pattmann (Foto) einen Gastmusiker verpflichten möchte. Manchmal haben sie am angefragten Termin bereits selbst ein Konzert oder sind gerade im Urlaub, wie ein Musiker aus Dessau. Familienurlaub war in dieser Woche eigentlich angesagt. Doch als er mehrere Anfragen wegen des 5. Sinfoniekonzertes in Sondershausen und Nordhausen erhielt, entschied er sich dann doch für eine Zusage.
In bewundernswerter Weise fügte sich alles zusammen. Doch ohne ständige gemeinsame Absprachen mit dem Generalmusikdirektor Markus L. Frank und dem Orchester würde das nicht so klappen, betont die Chefin des Orchesterbüros. Die heimischen Musiker sind auch gute Gastgeber. So finden sich einige, die Gastmusiker für eine ganze Woche bei sich zu Hause aufnehmen. Die gute Stimmung, das herzliche und kollegiale Verhältnis wird von den Gastmusikern immer wieder gelobt.
Wenn auch die Proben für alle längst laufen – für die Mitarbeiter im Orchesterbüro bleibt es bis zum Konzertbeginn weiterhin spannend. Constanze Pattmann besucht auch die Proben am Abend und koordiniert die Arbeit der Orchesterwarte, die bei einem solch großen Konzert besonders gefordert sind. In der Pause muss die Bühne komplett umgeräumt werden. Das ist bei 70 Musikerplätzen, die alle eine bestimmte Anordnung haben müssen, keine leichte Aufgabe.
Am Samstagabend und am Sonntagabend werden bei den Konzerten in Sondershausen und in Nordhausen die Zuschauer nicht spüren, wie viel Arbeit hinter den Kulissen in einem so großen musikalischen Abend steckt und wie viel Anstrengung es kosten kann, sollte kurzfristig ein Musiker oder ein Musikinstrument ausfallen. So platzte am Schlagwerk bei der letzten Probe plötzlich ein Fell. Die Musikinstrumentenfirma, die sonst sehr schnell liefert, hatte dieses Modell nicht auf Lager. Rettungsanker war dann die Kreismusikschule in Sondershausen, die kurzfristig helfen konnte.
Das 5. Sinfoniekonzert unter dem Titel Sphärenmusik ist ein musikalisches Ereignis, das sich Konzertfreunde auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Zu erleben ist es am kommenden Samstag, 12. Februar 2011, um 19.30 Uhr im Haus der Kunst in Sondershausen und am kommenden Sonntag, 13. Februar 2011, um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen.
Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel 0 36 31/98 34 52, bei der Sondershausen-Information, Tel. 0 36 32/78 81 11 sowie an allen anderen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester GmbH

