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Mi, 18:36 Uhr
31.08.2011

Ein Nein war das nicht

Das Rennen um die Neubesetzung des Landratspostens in Nordhausen ist eigentlich schon einige Wochen im Gange. Die Grünen und die Linken haben ihre Kandidaten aufgestellt. Jetzt bringt sich ein Mann bei der CDU in Stellung...


Am Rande einer Pressekonferenz der CDU-Landtagsfraktion in Werther wurde Egon Primas gefragt, ob er sich vorstellen könne, den Chefposten einer noch zu gründenden Forstgesellschaft zu übernehmen, dazu Primas. "Ich wäre nicht abgeneigt"! Daraufhin bohrte die nnz nach, ob das einer Absage der Kandidatur für den Landratsjob im kommenden Jahr gleichkäme. Die nnz hatte bereits mehrfach über eine solche Kandidatur spekuliert.

Überraschend kam deshalb die Antwort nicht: "Auch das kann ich mir vorstellen. Es wäre schon reizvoll, noch einmal sechs Jahre etwas anderes zu machen. Vor allem hätte ich dann keinen Druck in Richtung Wiederwahl mehr", so der Landtagsabgeordnete, der gleichzeitig auch ehrenamtlicher Beigeordneter im Landkreis Nordhausen ist.

Primas versteht es in seiner Partei, in seinem Hoheitsgebiet wie kaum ein anderer, die Fäden zu spinnen und zu ziehen. Ein solcher Clou war die Übereinkunft zwischen Stadt und Landkreis Nordhausen zur Zahlung der eingeklagten Kreisumlage. Hier hatte Primas gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) alle Register gezogen.

Doch Egon Primas ist selbst in seiner eigenen Partei nicht unumstritten, vor allem muss sich der Mann in Richtung Stadt-CDU bewegen. Hier gibt es noch Reserven, um es höflich auszudrücken. Und es soll auch schon Bemühungen gegeben haben, den derzeitigen Landwirtschaftsminister des Freistaates, Jürgen Reinholz (CDU), zu bitten und zu betteln, dem "Egon diesen Job in dieser neuen Behörde zu geben." Und so bewahrheitet sich auch in diesem Fall eine gern benutzte Steigerungsform: Feind - Todfeind - Parteifreund.
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
01.09.2011, 10:36 Uhr
Gefallen
Bitte nicht Herr Primas. Tun Sie sich und uns den Gefallen und kandidieren sie bitte nicht!
Peppone
01.09.2011, 19:19 Uhr
Schaun 'mer mal.
Was ist mit der Landratsoption? Strippen ziehen kann er, zweifellos. Vernetzt ist er, auch keine Frage. Aber er ist müde, klingt auch aus dem Interview heraus. Leute, die sich keiner Wiederwahl mehr stellen müssen, haben zweifellos ihre Risiken und u. U. auch Macken! Seine Konsensfähigkeit könnte darunter leiden.

Was ist mit der Forstgesellschaft, eine Anstalt öffentlichen Rechts? Er ist kein "Fachmann" (er war nicht in Tharandt, Eberswalde, Göttingen, Ballenstedt, Schwarzburg,...) und er ist auch kein Kaufmann. Er ist Politiker. Er will einen funktionierenden "Laden" aufbauen, aus dem er in wenigen Jahren versorgt ausscheidet!

All das sollte bei einer Wahl, oder Postenverteilung (Forstgesellschaft) berücksichtigt werden. Zu allererst in den Gremien der betroffenen Partei!

@rwe62, gehts auch ein Stückchen präziser, oder war Ihnen gerade nur mal so? Und wer bitte schön ist "uns"? Sie und wer noch?
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