eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 12:22 Uhr
02.11.2011

Arbeitsmarkt-Reaktionen (2)

Auch im Oktober überrascht der Arbeitsmarkt positiv. 91.890 Arbeitslose – 2.696 weniger als im September – meldete heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Für die Arbeitgeberseite ein Goldener Herbst der Beschäftigung...


Die Arbeitslosenquote beträgt 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres (8,3 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit sogar um 6.765 gesunken. Damit hat Thüringen weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Ostdeutschland und liegt inzwischen auf dem Niveau von Nordrhein-Westfalen.
Die typische Herbstbelebung sorgt für positive Zahlen am Arbeitsmarkt. So steht bei der Arbeitslosenquote in Thüringen erstmalig eine Sieben vor dem Komma.

„Trotz des nachlassenden Konjunkturtempos rechnen wir auch in kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit“, erklärt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Immerhin wollten nach der jüngsten Konjunkturanalyse der Kammer unter 900 Betrieben in Nord- und Mittelthüringen 91 von 100 Firmen ihre Mitarbeiterzahl erweitern oder zumindest konstant halten. Vor allem die Industriebetriebe würden angesichts gut gefüllter Auftragsbücher weiter expandieren.

„Innerhalb der letzten zwölf Monate nahm die Zahl der Thüringer sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 15.700 zu und bewegt sich mit rund 755.000 auf einem neuen Jahreshoch“, so der IHK-Chef. Dagegen seien die Arbeitsverträge mit Ein-Euro-Jobbern sowie geringfügig Entlohnten rückläufig. Das Tempo am Arbeitsmarkt werde sich aber in den Wintermonaten zwangsläufig verlangsamen.

„Inzwischen nehmen die Probleme der Betriebe weiter zu, geeignete Bewerber für offene Stellen zu finden. Bisher muss aber der Fachkräftemangel noch differenziert nach Regionen, Branchen und Berufen betrachtet werden“, schätzt Grusser ein. Insbesondere in den industriellen Ballungszentren würden Industriemechaniker, Elektroniker oder Fachinformatiker gesucht.

Mehr als 40 Prozent der Betriebe sehen die Fachkräftesituation bereits im nächsten Jahr als eine Gefahr für die geschäftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit. Der demografische Wandel wird zu einer immer größeren Herausforderung.

Grusser appelliert an die Firmen, auch schwächeren Schulabgängern und Berufsneulingen eine Chance zu geben. „Die Rechnung ist ganz simpel: der Aufbau von Produktionsstätten und die Investition in Arbeitsplätze lohnen sich immer weniger, wenn qualifiziertes Personal fehlt“, warnt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Thüringen dürfe im nationalen und internationalen Vergleich nicht ins Hintertreffen geraten.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Wolfi65
02.11.2011, 17:19 Uhr
Frohe Kunde
Das ist doch fast ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Nur noch rund 92000 Arbeitslose in Thueringen.
Da kann man ja schon fast von Vollbeschäftigung sprechen.
Rund zweieinhalb Tausend weniger als im September.
Da bleibt nur zu hoffen, dass diese Zahl nicht durch Umzug in andere Bundesländer zustande gekommen ist.
Aber man will ja nicht alles schlecht Reden oder Schreiben.
Frau Merkel und ihre Regierung tut alles Mögliche, damit der Wohlstand in Deutschland fortschreitet.
Und wenn wir alle bei der nächsten Wahl wieder schwarz-gelb wählen, dann brechen für Deutschland und seine Menschen goldene Zeiten an.
Der Atomausstieg ist in kürzester Zeit verwirklicht worden.
Stuttgart 21 ist kaum noch ein Thema und der Einsatz in Afganistan ist auch schon so gut wie zu Ende.
Ach ja, so macht Demokratie Spass.
heim_werker
02.11.2011, 20:44 Uhr
Glückwunsch für die gesunkenen Arbeitslosenzahlen.
Es ist wirklich eine Leistung die hier vollbracht wurde. Hat man aber schon mal gerechnet, wieviel Prozent von den ca 93% arbeitenden von ihrer Arbeit auch leben können?

Es werden immer nur die sinkenden Arbeitslosenzahlen genannt. Dabei ist auch bekannt, daß Thüringen im Bundesmaßstab das Land mit den geringsten Löhnen ist. Ich denke, daß hier auch ein Grund für die gesunkenen Arbeitslosenzahlen liegt.
Weiter schreit die Industrie nach Fachkräfte. Wenn Fachkräfte ausreichend bezahlt würden, dann würden die auf Steuerzahlerkosten ausgebildeten Fachkräfte nicht ins Ausland abwandern. Statt dessen holen wir sogenannte Fachkräfte aus Osteuropa. Sprache meist Null.

Fachkenntnisse nach Anlernzeit mäßig. Wer schon mal im Krankenhaus lag, kann mir sicher nachfühlen was es heist, wenn der Arzt den Patienten und der Patient den Arzt nicht versteht. Bezahlt unsere Akademiker und Fachkräfte ordentlich, dann ist der Fachkräftemangel auch behoben. Wie kann denn der Staat unterstützen, daß zb. Niederländer oder Dänen an unseren Hochschulen Absolventen abwerben können?

Die Ursachen für den Fachkräftemangel liegt nicht an der "Faulheit" unserer Jugendlichen, sondern an einer vollkommen verfehlten Bildungspolitik gepaart mit dem hemmungslosen Profitdenken unserer Unternehmen die aus Geiz verpaßt haben Nachwuchs auszubilden und junge Leute ohne 20 jährige Berufserfahrung einzustellen.
TeeEff
02.11.2011, 20:44 Uhr
Anzahl Hartz4 Emüfänger und Aufstocker...
ist in gleicher Zeit um wie viele gestiegen?
Nachdem sie z.B. aus dem 1 Jahr Arbeitslosengeld herausfielen?

Rauch und Spiegel...
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)