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Mo, 07:20 Uhr
07.11.2011

Sechs Tonnen in einem Stück

Im kommenden Monat wird dem Nordhäuser Südharz-Krankenhaus ein neuer Magnet Resonanz Tomograph (MRT) geliefert. Damit verbessern sich zwar die Diagnosemöglichkeiten enorm, es gibt jedoch ein klitze-kleines Problemchen: Das Teil wiegt sechs Tonnen und kann nicht "zerlegt" werden...

MRT im Einsatz (Foto: Südharz-Krankenhaus) MRT im Einsatz (Foto: Südharz-Krankenhaus)
Das bisherige Gerät aus dem Jahr 1999

Für den Chefarzt der Radiologischen Klinik am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus ist es eine der wichtigsten Investitionen der letzten zehn Jahre. Dr. Ansgar Malich meint damit die Anschaffung eines neuen Magnet Resonanz Tomograph (MRT). Das neue Gerät wird nicht nur das bisherige aus dem Jahr 1999 ablösen, es wird das Krankenhaus auch in die Lage versetzen, noch schneller und noch präziser die notwendigen Diagnosen und Analysen vorzunehmen.

Eine verbesserte Ganzkörper-Bildgebung soll zum Beispiel die Suche nach Metastasen vereinfachen oder den Orthopäden und Neurochirurgen eine noch besseren Arbeit im Sinne der Patienten ermöglichen.

Der neue Magnet Resonanz Tomograph wird aber auch die Techniker des Krankenhauses vor eine enorme Herausforderung stellen. Wog der bisherige MRT schon drei Tonnen, so hat sich das Gewicht des “Neuen”, der Mitte Dezember geliefert wird, schlicht und ergreifend verdoppelt. Diese sechs Tonnen müssen zur Radiologie im Erdgeschoss transportiert und dort als Ganzes eingebaut werden. Zuvor wird das alte Gerät, für das der Wartungsvertrag seitens des Herstellers abgelaufen war, ausgebaut.

Der Einbau des sechs Tonnen schweren Gerätes muss logistisch und bautechnisch bis ins kleinste Detail vorbereitet werden. Da müssen Türen und Wände ausgebaut werden. Die Böden der Transportwege müssen von unten her statisch abgestützt werden. Dazu werden im Keller Träger eingebaut, was wiederum den Betrieb der Krankenhaus-Küche behindern wird.

Allein die Umbaukosten belaufen sich nach Angaben von Krankenhaus-Geschäftsführer Guido Hage auf rund 200.000 Euro. Insgesamt wird der neue Magnet Resonanz Tomograph eine Investition von etwa zwei Millionen Euro sein. Eine Investition, die vor rund einem Jahr ihren Anfang nahm. Da nahm Dr. Ansgar Malich am weltgrößten Röntgenkongress in Chicago teil, wo auch dieser MRT seine Weltpremiere erlebte.

Nun, knapp ein Jahr später, wird dieses High-End-Gerät, von dem es in Thüringen kein Zweites gibt, nach Nordhausen kommen. Mehr Geld kann das Krankenhaus in der Rolandstadt dadurch nicht bei den Krankenkassen geltend machen. Wohl aber ist es dann ein Referenzzentrum für die Mamma-, die Prostata- und die Ganzkörperdiagnostik in Deutschland. Und das im Sinne der Patienten.

Zwischen dem Ausbau des alten und dem Einbau des neuen MRT wird es am Südharz-Krankenhaus dennoch weitere MRT-Untersuchungen geben. Dafür sorgt ein mobiles Gerät, das in einem großen Trailer eingebaut ist.
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
07.11.2011, 11:21 Uhr
In Zukunft...
hat sich das Problem mit dem hohen Gewicht des MRT hoffentlich erledigt. Das Teil ist ja schwer wie ein Bus. Decken müssen abgestützt werden und der Küchenbetrieb wird behindert.

Vielleicht hätte man das Teil auf einer freien Fläche vor oder neben dem Krankenhaus "Einbauen" sollen. Wie ein Bankautomat mitten im Freien und doch im Trockenen.

So wie ein kleines Einfamilienhaus. Wäre eine Überlegung wert gewesen. Bleibt nur zu hoffen, dass man in zehn oder zwanzig Jahren so ein Problem mit diesem "Monster" nicht mehr hat. Computer waren ja auch mal Tonnen schwer.
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