Mo, 15:43 Uhr
07.11.2011
Fit im Alter
Wie schmeckt fettärmerer Käse im Vergleich zu fettreichem? Lässt sich Vollkorntoast schlechter kauen als der normale weiße Toast? Wie unterscheidet sich Orangensaft von Orangennektar? Die Antworten auf diese Fragen fanden...
...die Teilnehmer der Schulung "Fit im Alter - Gesund essen, besser leben" heute ganz praktisch bei verschiedenen Verkostungen heraus, bei denen sie zum Beispiel raten mussten, in welchem Becher Saft steckt und in welchem Nektar und Limonade. Der Pflegestützpunkt des Landkreises hatte im Rahmen der Seniorenwoche Vertreter von Seniorengruppen, -vereinen, -verbänden und -einrichtungen, darunter viele ehrenamtlich Aktive in die Rothleimmühle eingeladen, um sich rund um Fragen zur Ernährung und Bewegung im Alter zu informieren – mit Dozenten von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), die diese kostenfreien Schulungen in ganz Deutschland anbietet, von der Verbraucherzentrale Thüringen und vom Deutschen Turnerbund.
Bei dem ganztägigen Seminar war nicht nur wichtig, Wissen zu vermitteln. Es geht hier viel um Motivationsarbeit. Leute brauchen oft einen Anstoß, um etwas zu ändern. Deshalb sprechen wir bewusst Multiplikatoren an, die das hier Gehörte mit in ihre Gruppe nehmen, erläuterte Sabine Lacour von BAGSO. So erhielten die rund 20 Teilnehmer alltagsnahe Tipps und Tricks, um gesünder zu leben. Beispiel Ernährung: Im Alter sinkt der Energiebedarf, der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Verdauung funktioniert nicht mehr so gut, die Muskelmasse nimmt ab – aber die Lust auf Genuss bleibt.
Das kann zu einer Lebensweise führen, die Übergewicht begünstigt, so Rosita Beyer von der Verbraucherzentrale. Hier sei es wichtig, auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu achten, beispielsweise den Fettgehalt von Käse, Vollkornprodukte zu bevorzugen, da diese wichtige Nähr- und Ballaststoffe enthalten und viel Obst und Gemüse zu essen. Das Essen sollte möglichst regional, saisonal und so nah an der Natur wie möglich sein, meinte Sabine Lacour.
Beim heutigen Überangebot, vor allem im Bereich der Fertiglebensmittel, sei es allerdings nicht immer leicht, dies zu beherzigen. Ein Problem älterer Menschen ist auch oft, genügend zu trinken. Hier hatte Rosita Beyer einfache Ratschläge parat: Erstellen Sie sich einen Trinkplan, wie viel Sie wann trinken wollen, stellen Sie Getränke in Sichtweite oder benutzen Sie große Gläser oder Tassen statt kleine. Auch wie sich mehr Bewegung in den Alltag einbauen lässt, erfuhren die Teilnehmer.
Wir zeigen einfache Übungen, die die Muskeln kräftigen und die man auch im Sitzen machen kann. Gut ist es auch, wenn man beispielsweise schon morgens im Bett ein paar Lockerungsübungen macht, sagte Sabine Lacour. Dr. Gudrun Paul vom Deutschen Turnerbund gab außerdem nützliche Hinweise, um Stürzen älterer Menschen vorzubeugen.
Das Projekt "Fit im Alter - Gesund essen, besser leben" ist Teil des bundesweiten Programms IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, das sich insgesamt allen Altersstufen widmet. Federführend verantwortlich sind für Fit im Alter die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., die Verbraucherzentralen sowie BAGSO. Neben den Schulungen haben die Akteure beispielsweise Qualitätsstandards für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen und für Essen auf Rädern erarbeitet.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert das Projekt finanziell. Der Pflegestützpunkt will die Themen der Veranstaltung aufgreifen und auch im kommenden Jahr u.a. in Veranstaltungen beispielsweise vor Ort in Senioreneinrichtungen über gesunde Ernährung und Bewegung informieren. Erreichbar ist der Pflegestützpunkt, telefonisch unter 03631/911-563 und
-564 oder per E-Mail an service@pflegestütztpunkt-nordhausen.de.
Autor: nnz...die Teilnehmer der Schulung "Fit im Alter - Gesund essen, besser leben" heute ganz praktisch bei verschiedenen Verkostungen heraus, bei denen sie zum Beispiel raten mussten, in welchem Becher Saft steckt und in welchem Nektar und Limonade. Der Pflegestützpunkt des Landkreises hatte im Rahmen der Seniorenwoche Vertreter von Seniorengruppen, -vereinen, -verbänden und -einrichtungen, darunter viele ehrenamtlich Aktive in die Rothleimmühle eingeladen, um sich rund um Fragen zur Ernährung und Bewegung im Alter zu informieren – mit Dozenten von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), die diese kostenfreien Schulungen in ganz Deutschland anbietet, von der Verbraucherzentrale Thüringen und vom Deutschen Turnerbund.
Bei dem ganztägigen Seminar war nicht nur wichtig, Wissen zu vermitteln. Es geht hier viel um Motivationsarbeit. Leute brauchen oft einen Anstoß, um etwas zu ändern. Deshalb sprechen wir bewusst Multiplikatoren an, die das hier Gehörte mit in ihre Gruppe nehmen, erläuterte Sabine Lacour von BAGSO. So erhielten die rund 20 Teilnehmer alltagsnahe Tipps und Tricks, um gesünder zu leben. Beispiel Ernährung: Im Alter sinkt der Energiebedarf, der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Verdauung funktioniert nicht mehr so gut, die Muskelmasse nimmt ab – aber die Lust auf Genuss bleibt.
Das kann zu einer Lebensweise führen, die Übergewicht begünstigt, so Rosita Beyer von der Verbraucherzentrale. Hier sei es wichtig, auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu achten, beispielsweise den Fettgehalt von Käse, Vollkornprodukte zu bevorzugen, da diese wichtige Nähr- und Ballaststoffe enthalten und viel Obst und Gemüse zu essen. Das Essen sollte möglichst regional, saisonal und so nah an der Natur wie möglich sein, meinte Sabine Lacour.
Beim heutigen Überangebot, vor allem im Bereich der Fertiglebensmittel, sei es allerdings nicht immer leicht, dies zu beherzigen. Ein Problem älterer Menschen ist auch oft, genügend zu trinken. Hier hatte Rosita Beyer einfache Ratschläge parat: Erstellen Sie sich einen Trinkplan, wie viel Sie wann trinken wollen, stellen Sie Getränke in Sichtweite oder benutzen Sie große Gläser oder Tassen statt kleine. Auch wie sich mehr Bewegung in den Alltag einbauen lässt, erfuhren die Teilnehmer.
Wir zeigen einfache Übungen, die die Muskeln kräftigen und die man auch im Sitzen machen kann. Gut ist es auch, wenn man beispielsweise schon morgens im Bett ein paar Lockerungsübungen macht, sagte Sabine Lacour. Dr. Gudrun Paul vom Deutschen Turnerbund gab außerdem nützliche Hinweise, um Stürzen älterer Menschen vorzubeugen.
Das Projekt "Fit im Alter - Gesund essen, besser leben" ist Teil des bundesweiten Programms IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, das sich insgesamt allen Altersstufen widmet. Federführend verantwortlich sind für Fit im Alter die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., die Verbraucherzentralen sowie BAGSO. Neben den Schulungen haben die Akteure beispielsweise Qualitätsstandards für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen und für Essen auf Rädern erarbeitet.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert das Projekt finanziell. Der Pflegestützpunkt will die Themen der Veranstaltung aufgreifen und auch im kommenden Jahr u.a. in Veranstaltungen beispielsweise vor Ort in Senioreneinrichtungen über gesunde Ernährung und Bewegung informieren. Erreichbar ist der Pflegestützpunkt, telefonisch unter 03631/911-563 und
-564 oder per E-Mail an service@pflegestütztpunkt-nordhausen.de.




