Fr, 06:48 Uhr
02.12.2011
Beleidigungen als Kompetenz?
Die nnz hatte Anfang dieser Woche einen Beitrag von Martin Brink-Abeler veröffentlicht, der aus Sicht der Nordhäuser Piraten die bündnisgrünen Kandidaten Christian Darr und John Dauert unter die Lupe genommen hatte. Jetzt gibt es eine Antwort von Darr und Dauert...
Leider waren wir naiv genug zu glauben, dass es möglich sei mit den Nordhäuser Piraten einen konstruktiven Dialog beginnen zu können. Diese Einschätzung müssen wir revidieren. Hier lesen Sie unseren Eindruck vom Besuch des Stammtisches” und des jüngsten Niveauartikels” eines Piratenvertreters.
Selbstverständlich meldeten wir uns zum Stammtisch” vorher per eMail an, es gehört für uns zum normalen Umgang - schließlich besuchten wir die Versammlung einer Gruppierung, die ernst genommen werden will. Herr Brink-Abeler äußerte sich uns gegenüber während des Treffens im normalen Umgangston. Keine Spur von Ärger über die angeblich heillos durcheinander gebrachte Tagesordnung.
Zum Auftakt erläuterten wir den anwesenden Herren einige unserer Standpunkte und stellten uns deren Fragen. Anders als Herr Brink-Abeler mutmaßt, bedurfte es für uns dazu keiner besonderen Vorbereitung. Die mit den anwesenden Herren besprochenen Themen waren bereits vor dem Zusammentreffen aufgestellt und auf unseren Webseiten abrufbar. Mit Breitbandausbau, Bürgerbeteiligung und dem, was Herr Brink-Abeler in seinem Artikel nur nebulös als Transparenz” benennen kann, eröffneten wir das Gespräch.
Die vergangenen Ereignisse zwischen den Thüringer BündnisGrünen und den Piraten kannten wir als politisch interessierte Menschen bereits, eine Unterrichtung, etwa durch die Webseiten der Piraten bedurfte es dazu nicht. Unsere Standpunkte wurden durch die Runde wohlwollend aufgenommen und ein Wiedersehen in beiderseitigem Einvernehmen in Aussicht gestellt.
Der jüngste NNZ-Artikel von Herr Brink-Abeler offenbart jedoch neben einer recht eingeschränkten Medienkompetenz auch seine mangelhafte soziale Kompetenz. So hält sich der junge Mann für einen digital native”, also eine Person die mit den Technologien des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Damit verbunden empfindet er es auch als selbstverständlich die ganze Welt an allen Details seines Lebens teilhaben zu lassen. Von der Abendplanung (Xbox spielen) bis hin zum Verkaufsangebot seiner obsolet gewordenen digitalen Spielzeuge, scheinbar ist es alles wert bei Facebook und Twitter mitgeteilt zu werden.
Überhaupt scheint sich vieles im Leben des Herrn Brink-Abeler ausschließlich digital abzuspielen. Wir haben den Eindruck, dass er seine Handlungen jedoch nicht bis zu den möglichen Konsequenzen durchdacht hat. Welchen Zweck die Unternehmen, denen er vertrauensvoll seine Daten andient verfolgen, sollte ihm jedoch klar sein: Firmen wie facebook sind nicht etwa dem Grundrecht auf Informationsfreiheit verpflichtet, sondern einzig ihren Anteilseignern und Aktionären. Die Informationen sind das Kapital, welches Menschen wie Herr Brink-Abeler, ganz ohne gesetzliche Verpflichtungen wie Vorratsdatenspeicherung, freiwillig preisgeben.
Über unsere Vergangenheit sind auch ohne facebook und twitter viele Informationen im Netz zu finden, die Herr Brink-Abeler jedoch bei seinen Recherchen” scheinbar nicht finden konnte. Bei Betrachtung der Tatsachen ist es so, dass es Herr Brink-Abeler ist, der die Netzkompetenz mit Löffeln gefressen” haben möchte und es irgendwie schick findet, was mit facebook und twitter” zu machen.
Wir nutzen diese Technologien, um mit den Menschen in Dialog zu treten, dafür eignen sie sich ideal. Deswegen betreiben wir unsere Seiten als Blog und sind bei facebook angemeldet.
Das Privatleben und die private Kommunikation bleiben hingegen das, was sie sind: privat. Im Gegensatz zu Herrn Brink-Abeler sind digitale Technologien für uns nicht nur Spielzeug und Selbstzweck. Sie sind ein Werkzeug, das man sich neben Kommunikation auch für Umweltschutz bis hin zur Gebiets- und Verwaltungsreform zunutze machen kann. Auch gibt es für uns mehr als das Netz und die damit verbundenen Themen. Wir treffen Menschen und unterhalten uns mit ihnen: am liebsten im echten Leben. Wir wollten mit unserem Treffen einen Dialog beginnen.
Herr Brink-Abeler indes phantasiert von einer Traumhochzeit” zwischen Grünen und Piraten in Nordhausen? Nein Danke! Wenn Herr Brink-Abeler seine Kompetenzen” zum Ausdruck bringen will, dann gehören leider auch Beleidigungen wie selbstverständlich zum Repertoire: Mit der Herabwürdigung der anderen KandidatInnen und deren Internetauftritt gibt er sich aber nicht zufrieden:
Hier ein Screenshot eines Tweets an John Dauert. Eines Kommentars enthalten wir uns: aus Respekt vor der Urteilsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger, aber auch vor der (beruflichen) Zukunft des Herrn Brink-Abeler.
Christian Darr und John Dauert
Autor: nnzLeider waren wir naiv genug zu glauben, dass es möglich sei mit den Nordhäuser Piraten einen konstruktiven Dialog beginnen zu können. Diese Einschätzung müssen wir revidieren. Hier lesen Sie unseren Eindruck vom Besuch des Stammtisches” und des jüngsten Niveauartikels” eines Piratenvertreters.
Selbstverständlich meldeten wir uns zum Stammtisch” vorher per eMail an, es gehört für uns zum normalen Umgang - schließlich besuchten wir die Versammlung einer Gruppierung, die ernst genommen werden will. Herr Brink-Abeler äußerte sich uns gegenüber während des Treffens im normalen Umgangston. Keine Spur von Ärger über die angeblich heillos durcheinander gebrachte Tagesordnung.
Zum Auftakt erläuterten wir den anwesenden Herren einige unserer Standpunkte und stellten uns deren Fragen. Anders als Herr Brink-Abeler mutmaßt, bedurfte es für uns dazu keiner besonderen Vorbereitung. Die mit den anwesenden Herren besprochenen Themen waren bereits vor dem Zusammentreffen aufgestellt und auf unseren Webseiten abrufbar. Mit Breitbandausbau, Bürgerbeteiligung und dem, was Herr Brink-Abeler in seinem Artikel nur nebulös als Transparenz” benennen kann, eröffneten wir das Gespräch.
Die vergangenen Ereignisse zwischen den Thüringer BündnisGrünen und den Piraten kannten wir als politisch interessierte Menschen bereits, eine Unterrichtung, etwa durch die Webseiten der Piraten bedurfte es dazu nicht. Unsere Standpunkte wurden durch die Runde wohlwollend aufgenommen und ein Wiedersehen in beiderseitigem Einvernehmen in Aussicht gestellt.
Der jüngste NNZ-Artikel von Herr Brink-Abeler offenbart jedoch neben einer recht eingeschränkten Medienkompetenz auch seine mangelhafte soziale Kompetenz. So hält sich der junge Mann für einen digital native”, also eine Person die mit den Technologien des digitalen Zeitalters aufgewachsen ist. Damit verbunden empfindet er es auch als selbstverständlich die ganze Welt an allen Details seines Lebens teilhaben zu lassen. Von der Abendplanung (Xbox spielen) bis hin zum Verkaufsangebot seiner obsolet gewordenen digitalen Spielzeuge, scheinbar ist es alles wert bei Facebook und Twitter mitgeteilt zu werden.
Überhaupt scheint sich vieles im Leben des Herrn Brink-Abeler ausschließlich digital abzuspielen. Wir haben den Eindruck, dass er seine Handlungen jedoch nicht bis zu den möglichen Konsequenzen durchdacht hat. Welchen Zweck die Unternehmen, denen er vertrauensvoll seine Daten andient verfolgen, sollte ihm jedoch klar sein: Firmen wie facebook sind nicht etwa dem Grundrecht auf Informationsfreiheit verpflichtet, sondern einzig ihren Anteilseignern und Aktionären. Die Informationen sind das Kapital, welches Menschen wie Herr Brink-Abeler, ganz ohne gesetzliche Verpflichtungen wie Vorratsdatenspeicherung, freiwillig preisgeben.
Über unsere Vergangenheit sind auch ohne facebook und twitter viele Informationen im Netz zu finden, die Herr Brink-Abeler jedoch bei seinen Recherchen” scheinbar nicht finden konnte. Bei Betrachtung der Tatsachen ist es so, dass es Herr Brink-Abeler ist, der die Netzkompetenz mit Löffeln gefressen” haben möchte und es irgendwie schick findet, was mit facebook und twitter” zu machen.
Wir nutzen diese Technologien, um mit den Menschen in Dialog zu treten, dafür eignen sie sich ideal. Deswegen betreiben wir unsere Seiten als Blog und sind bei facebook angemeldet.
Das Privatleben und die private Kommunikation bleiben hingegen das, was sie sind: privat. Im Gegensatz zu Herrn Brink-Abeler sind digitale Technologien für uns nicht nur Spielzeug und Selbstzweck. Sie sind ein Werkzeug, das man sich neben Kommunikation auch für Umweltschutz bis hin zur Gebiets- und Verwaltungsreform zunutze machen kann. Auch gibt es für uns mehr als das Netz und die damit verbundenen Themen. Wir treffen Menschen und unterhalten uns mit ihnen: am liebsten im echten Leben. Wir wollten mit unserem Treffen einen Dialog beginnen.
Herr Brink-Abeler indes phantasiert von einer Traumhochzeit” zwischen Grünen und Piraten in Nordhausen? Nein Danke! Wenn Herr Brink-Abeler seine Kompetenzen” zum Ausdruck bringen will, dann gehören leider auch Beleidigungen wie selbstverständlich zum Repertoire: Mit der Herabwürdigung der anderen KandidatInnen und deren Internetauftritt gibt er sich aber nicht zufrieden:
Hier ein Screenshot eines Tweets an John Dauert. Eines Kommentars enthalten wir uns: aus Respekt vor der Urteilsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger, aber auch vor der (beruflichen) Zukunft des Herrn Brink-Abeler.
Christian Darr und John Dauert


